Champions League Saison 2016/2017

6:0, 2:2, 2:1, 1:0, 8:4, 2:2, 0:1, 4:0, 2:3, 1:3.
28 Tore und verdammt viel Spaß !
Vielen Dank, BVB für eine tolle
Champions-League-Saison.

Viertelfinale

Achtelfinale

Spiele

Viertelfinale Rückspiel - AS Monaco - BVB 3:1

 

CL Benfica

Reus weckt Hoffnung, doch Monaco kontert eiskalt

Borussia Dortmund hat den Einzug ins Halbfinale der UEFA Champions League verpasst. Nach großem Kampf mussten sich die Schwarzgelben im Rückspiel bei AS Monaco mit 1:3 (0:2) geschlagen geben. Mit großem Applaus verabschiedeten die Fans die Mannschaft.

17.135 Zuschauer im ausverkauften Stade Louis II sahen eine spektakuläre Begegnung mit zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten. Zunächst nutzten die Gastgeber zwei Abwehrfehler zur frühen 2:0-Führung durch Mbappé (3.) und Falcao (17.), dann sorgte Reus direkt nach der Pause für neue Hoffnung (48.). Doch mit einem Kontertor schoss Germain die Monegassen in der 81. Minute endgültig ins Halbfinale.

Ausgangslage: Nie zuvor war es Borussia Dortmund gelungen, eine Heimniederlage in einem europäischen Wettbewerb auswärts im Rückspiel zu revidieren. Nach dem 2:3 im Hinspiel, entstanden unter dem Eindruck des Attentats tags zuvor auf den Mannschaftsbus sowie unter dem Einfluss einer unglücklichen Schiedsrichter-Entscheidung (das 0:1 war klar abseits), mussten die Schwarzgelben mit 2:0 oder 3:1 gewinnen. Ein Sieg mit einem Treffer Differenz hätte ab vier erzielten Toren den Einzug ins Halbfinale beschert. AS Monaco hatte wettbewerbsübergreifend die letzten elf Partien vor eigenem Publikum gewonnen.

Personalien: Marc Bartra war eigens nach Monaco geflogen, um die Mannschaft moralisch zu unterstützen. Wegen der beim Attentat am 11. April erlittenen Verletzungen konnte der Spanier natürlich nicht auflaufen, ebenso die Weltmeister Mario Götze (erkrankt) sowie André Schürrle (verletzt) und Sebastian Rode. Gegenüber dem 3:1-Sieg am vergangenen Samstag gegen Frankfurt gab es drei Änderungen: Ginter, Guerreiro, Durm begannen anstelle von Bender, Schmelzer und Pulisic.

Taktik: Borussia baute das Spiel zunächst über die Außenpositionen in einer 3-2-4-1-Grundordnung auf. Bei Ballbesitz bildeten Piszczek, Sokratis und Ginter eine Dreierkette, zentral davor agierte eine Doppelsechs mit Weigl und Sahin. Durm und Guerreiro besetzten in der gegnerischen Hälfte die Außenpositionen. Im Zentrum dieser offensiven Viererreihe hatten Kagawa und der immer wieder in die Spitze zu Aubameyang vorstoßende Reus ihr Tätigkeitsfeld. War Monaco (wie im Hinspiel im 4-4-2) im Angriff, erweiterten Durm und Guerreiro den Abwehrverband zu einer Fünferkette. Die Monegassen suchten mit Vertikalbällen auf die Außen Silva und Lemar den direkten, schnörkellosen Weg nach vorn. Ab Mitte der ersten Halbzeit, beim Stand von 0:2, reihte Tuchel seine Elf im 4-2-3-1 auf und beorderte die Außenverteidiger Piszczek und Guerreiro bei Ballbesitz weit nach vorn. Dembélé und Reus machten ihnen Platz, rückten nach innen.

Spielverlauf & Analyse: Beide Mannschaften überbrückten schnell das Mittelfeld und suchten in einer temporeichen, offensiv geprägten und daher äußerst attraktiven Begegnung den Abschluss. Nach 31 Sekunden hatte der von Guerreiro freigespielte Reus die erste Möglichkeit, doch sein Schuss wurde abgeblockt. Auf der anderen Seite führte Monacos erster Angriff gleich zum 1:0. Durm kam gegen den aufgerückten Linksverteidiger Mendy nicht in den Zweikampf, und Bürki konnte dessen knallharten Schuss aus 18 Metern nur nach vorne abwehren, wo Mbappé blitzschnell reagierte und ihn volley ins Netz beförderte – erst 157 Sekunden waren gespielt. Nun mussten also drei Tore her für den BVB, der in den ersten 15 Minuten schon zwei Treffer hätte erzielen können. Doch nach Durms Zuspiel brachte Reus den Ball aus etwa zehn Metern zu zentral aufs Tor, so dass Subasic parieren konnte (10.), dann klatschte ein Sahin-Freistoß aus rund 20 Metern an den rechten Innenpfosten (14.). Pech im Abschluss und einige Wackler in der Abwehr begleiteten Borussias 100. Aufritt in der Königsklasse. Nach zwölf Minuten kam Silva freistehend zum Kopfball, aber nicht an Bürki vorbei. Dann war Lemar auf der linken Seite nicht zu stellen und Ginter im Strafraum nicht nah genug an Falcao, der unhaltbar zum 2:0 für Monaco einköpfte (17.).

Dieser Zwischenstand änderte aber nichts daran, dass Borussia drei Treffer benötigte – nun, um die Verlängerung zu erzwingen. Tuchel wechselte früh Personal und Taktik: Dembélé kam für Durm (26.), der nun in einem 4-2-3-1 die rechte Außenposition besetzte. Bis auf eine Standardsituation (Freistoß Reus, 41.) gab es aber keine vielversprechende Abschlusssituation bis zur Halbzeitpause. Aus dieser kam Borussia mit einem weiteren Wechsel: Schmelzer ersetzte Sahin; Guerreiro sollte die Doppelsechs mit noch mehr Zug zum Tor besetzen als Sahin. Und die Mannschaft hatte sich viel vorgenommen für die letzte der vier Halbzeiten in diesem Viertelfinale. Nach 86 Sekunden versuchte es Kagawa, doch Subasic hielt. Dann setzte sich Dembelé gegen Mendy durch und brachte den Ball von rechts scharf nach innen, Reus veredelte ihn zum Anschlusstreffer (48.).

Mit Leidenschaft kämpfte die Mannschaft um den Verbleib im Wettbewerb. Angetrieben von den etwa 1.500 mitgereisten Fans dominierte Schwarzgelb den zweiten Abschnitt. Monacos Gefährlichkeit blitzte jedoch immer wieder mal auf: Touré zwang Bürki per Kopf zu einer Glanzparade (50.), Falcao setzte einen Konter übers Tor (65.). Für die letzten 20 Minuten kam Pulisic für Guerreiro, doch Monaco konnte sich wieder mehr befreien, scheiterten Mbappé (69.) und Lemar (75.) an Bürki. Der Wille war da, vielleicht aber fehlten am Ende die Kraft und damit auch die Präzision wie bei Reus’ Schuss von der Strafraumkante, der in die Arme des Keepers flog (74.). Und so kam es dann, wie es kommen musste: Ballverlust im Aufbau, Lemar steckte durch auf den Sekunden zuvor eingewechselten Germain, der mit dem 3:1 die Entscheidung besorgte (81.). Doch auch danach suchten die Borussen weiter den Weg nach vorn – wenn auch ohne Erfolg.

Ausblick: Für den BVB gehen die „englischen Wochen“ nahtlos weiter: Am Samstag (18.30 Uhr) tritt er bei Borussia Mönchengladbach an, kommende Woche Mittwoch (20.45 Uhr) zum Pokal-Halbfinale beim FC Bayern München.

Teams & Tore AS Monaco: Subasic – Touré, Glik, Jemerson, Mendy – Moutinho, Bakayoko – Silva (90. Raggi), Lemar – Falcao (67., Dirar), Mbappé (81. Germain) Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Ginter – Weigl, Sahin (46. Schmelzer) – Durm (26. Dembélé), Kagawa, Reus, Guerreiro (72. Pulisic) – Aubameyang Bank: De Sanctis, Jorge, Cardona, N’Doram – Weidenfeller, Merino, Bender, Castro

Tore: 1:0 Mbappé (3., Mendy), 2:0 Falcao (17., Lemar), 2:1 Reus (48., Dembélé), 3:1 Germain (81., Lemar) Eckstöße: 5:3 (Halbzeit 2:0), Chancenverhältnis: 8:6 (3:3) Schiedsrichter: Skomina (Slowenien), Gelbe Karten: keine Zuschauer: 17.135, Wetter: bedeckt, 12 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

Viertelfinale Hinspiel - BVB - AS Monaco 2:3

 

CL Benfica

Borussias aufopferungsvoller Kampf wird nicht belohnt.

Borussia Dortmund hat das Viertelfinal-Hinspiel in der UEFA Champions League gegen AS Monaco mit 2:3 (0:2) verloren. Der Schock des Sprengstoffanschlags auf den BVB-Bus am Vortag war dem BVB eine Halbzeit lang deutlich anzumerken, nach dem Seitenwechsel befreite sich das Team zeitweise von der Last, kam aber nicht mehr zum Ausgleich.

„Wie soll man von diesem deutschen Team und diesen Spielern verlangen, 24 Stunden danach einsatzfähig zu sein, als ob nichts wäre und im Vollbesitz ihrer Fähigkeiten? Niemand weiß, wie sie reagieren werden und in welche Richtung die emotionale Überlastung sie tragen wird (...)“, brachte die französische Sportzeitung L’Équipe am Mittwochmorgen nach dem Anschlag, bei dem sich Marc Bartra einen Bruch der Speiche sowie Fremdkörper-Einsprengungen am rechten Handgelenk zugezogen hatte, die mehr als widrigen Umstände auf den Punkt.

Trotz oder gerade wegen der Ereignisse vom Vortag hatten 65.848 Zuschauer den Weg in den ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK gefunden und sorgten - nicht nur durch eine tolle Choreografie - zu Beginn des Spiels für echte Gänsehaut-Atmosphäre! Trotzdem hatte das Team von Thomas Tuchel so seine Probleme, ins Spiel zu finden. Zwei Halbchancen durch Aubameyang (4./11.) und eine gute Möglichkeit von Kagawa reichten in der ersten Halbzeit nicht, denn Monaco ging durch ein Tor aus Abseitsposition von Mbappé (19.) und ein unglückliches Eigentor von Bender (35.) mit einer 2:0-Führung in die Pause, verschoss zudem durch Fabinho einen Elfmeter (17.). Nach dem Seitenwechsel drehte der BVB dann auf, brachte Monaco zum Teil gewaltig ins Schwimmen und kam durch Dembélé (57.) wieder ran. Dann wurde es extrem spannend: Mbappé besorgte zwar das 3:1 für Monaco (79.), aber Kagawa holte den BVB wieder zurück ins Spiel (84.). Am Ende reichte es dann leider doch nicht zum eigentlich verdienten Remis für die Borussia.

Ausgangslage: Das Spiel wurde schon einen Tag nach der Absage neu angesetzt. Ein Termin, der laut BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim „alternativlos“ war: „Wir haben einen sehr engen Rahmenterminkalender. Nächste Woche ist schon das Rückspiel. Es gab auch nicht die Möglichkeit, auf Donnerstag zu gehen, denn wir können die Monegassen nicht drei Tage hier halten. Die haben am Wochenende ja auch wieder ein Spiel.“ Der Tenor innerhalb der Mannschaft war klar: „Wir spielen für Marc Bartra“, sagte Kapitän Marcel Schmelzer. Zum Sportlichen: Beide Teams waren als Gruppensieger ins Achtelfinale eingezogen und hatten dort im Rückspiel eine Hinspiel-Niederlage noch gedreht: Der BVB zog nach 0:1 bei Benfica Lissabon mit einem 4:0 in die Runde der letzten Acht ein. Monaco verlor zunächst mit 3:5 bei Manchester City, das im Rückspiel mit 3:1 besiegt wurde.

Personalien: Neben Bartra fehlten auch Castro (Adduktoren), Rode (muskuläre Probleme), Reus (Rückstand nach Faserriss), Schürrle (Sprunggelenk), Durm (Zerrung) und Götze (Stoffwechselerkrankung). Somit umfasste der Kader nur 17 Spieler. Im Vergleich zum Spiel in München nahm Thomas Tuchel vier Änderungen in der Startelf vor: Bender und Weigl ersetzten Bartra und Castro. Außerdem kehrten Piszczek und Kagawa für Passlack und Pulisic (beide Bank) zurück. Monaco musste ohne Sidibé (Blindarmentzündung), Bakayoko (Gelbsperre), Boschilia (Kreuzbandriss) und Carrillo (Oberschenkel) auskommen.

Taktik: Borussia war in einer 3-1-4-2-Grundordnung sehr offensiv aufgestellt. Vor der Dreierkette mit Piszczek, Sokratis und Bender war nur ein Sechser (Weigl) platziert. Guerreiro und Kagawa versuchten, auf den Halbpositionen die Schwungräder zu drehen, waren außen flankiert von Ginter und Schmelzer. Vorne stürmten Aubameyang und Dembélé. Gegen den Ball rückte Schmelzer in den Abwehrverband ein und erweiterte ihn zu einer Viererkette. Monaco verteidigte in einer 4-3-3-Grundordnung, baute im 4-4-2 auf. In der Pause stellte Tuchel taktisch um auf ein 4-3-3 mit Piszczek, Sokratis, Ginter und Guerreiro in der Abwehr, Weigl auf der Sechs, Kagawa und Sahin auf den Halbpositionen sowie zunächst Pulisic, Aubameyang und Dembélé im Angriff. Später rückte Dembélé hinter die Spitzen und überließ die linke Bahn auch offensiv Guerreiro.

Spielverlauf & Analyse: Der BVB versuchte, das Spiel zu machen und kam in der Anfangsphase zweimal durch Aubameyang in aussichtsreiche Abschlussposition. Nach vier Minuten verhinderte Monacos Innenverteidiger Glik den Toschuss mit einem bärenstarken Tackling, kurze Zeit später verzog der Gabuner dann aus etwa 14 Metern und spitzem Winkel über das Tor (11.). Die Monegassen auf der anderen Seite beschränkten sich aufs Konterspiel und bekamen nach 16 Minuten die erste riesengroße Möglichkeit zur Führung, als Sokratis seinen Gegenspieler Mbappé im Strafraum kurz hielt. Der Franzose nahm das dankend an und fiel – Strafstoß für das Team aus dem Fürstentum. Diesen setzte Fabinho allerdings knapp links neben das Tor (17.).

Die Erleichterung darüber hielt aber nur genau zwei Minuten, denn schon mit dem nächsten Konter ging Monaco dann doch in Führung. Bernardo Silva warf im Mittelfeld den Turbo an und passte kurz vor der Strafraumgrenze links raus zu Lemar, dessen Hereingabe Mbappé am Fünfer irgendwie ins Tor stolperte (19.). Der Monegasse stand bei Lemars Flanke glasklar im Abseits, was das Unparteiischen-Gespann aber nicht sah. Die Schwarzgelben hätten durch Kagawa zum Ausgleich kommen können, der Japaner verzog nach feiner Vorarbeit von Ginter aber aus sechs Metern ganz knapp links (31.). Statt des 1:1 kam es vor der Pause dann aber noch dicker für die Borussen: Raggi flankte von links und Bender köpfte den Ball unglücklich, im Zweikampf mit Falcao, zum 0:2 ins eigene Netz (35.). Direkt nach Wiederanpfiff hätte Borussia Dortmund dann durch einen Dembélé-Freistoß zurück in die Partie kommen können, der Franzose verzog aus 17 Metern aber einen guten Meter rechts neben das Tor (47.). Der Wille war dem BVB – auch durch die deutlich offensivere Ausrichtung mit den eingewechselten Pulisic und Sahin – nun deutlich anzumerken. Zwischen Minute 48 und 55 segelten mehrere scharfe Hereingaben in den Strafraum der Monegassen, die aber immer im letzten Moment von Glik, Fabinho oder Raggi ausgeputzt werden konnten. Auch das Publikum merkte, dass das Spiel noch lange nicht verloren war, peitschte die Mannschaft nun wieder lautstark nach vorne. Der Anschluss lag in der Luft – und er fiel! Sahin spielte den öffnenden Pass zu Guerreiro, dessen Flanke Aubameyang artistisch mit der Hacke für Kagwa am Fünfer vorlegte. Der Japaner legte den Ball vor Monacos Keeper Subasic quer, und Dembélé schob aus kurzer Distanz ein (57.).

Die Schwarzgelben drehten nun einige Minuten auf, befreiten sich kurzzeitig von der Last der Ereignisse des vorangegangenen Abends und schnürten das Team aus dem Fürstentum an dessen Strafraum ein: Guerreiros brettharte Hereingabe von links fand leider keinen Abnehmer (62.), zudem hatte Aubameyang ein Zuspiel von Dembélé im Strafraum kurz vorher nur haarscharf verpasst (59.). Pulisic schloss aus 17 Metern ab (77.), stellte Subasic damit aber nicht vor Probleme. Monaco ließ sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen, beschränkte sich weiter aufs Kontern, und so bot sich erst Falcao die Chance auf das 3:1, er verzog aber aus 15 Metern und spitzem Winkel (76.). Kurz danach leistete sich der BVB dann einen einfachen Abspielfehler im Mittelfeld, und Mbappé machte sich auf und davon, um aus 17 Metern souverän oben rechts zum 1:3 zu vollenden (79.). Der BVB gab sich aber immer noch nicht auf! Sahin legte von rechts in die Mitte, wo Kagawa den Ball zehn Meter vor dem Tor annahm, zwei Mann aussteigen ließ und dann aus sechs Metern flach zum erneuten Anschluss vollendete (84.). Bis zum Abpfiff kombinierte sich der BVB immer wieder gefährlich in den Strafraum, schaffte den Ausgleich aber nicht mehr. Aubameyang verpasste per Kopf aus vier Metern die beste Ausgleichschance (90.+1).

Ausblick: Kommende Woche Mittwoch (19. April, 20:45 Uhr) steigt das Rückspiel im Stade Louis II in Monaco. Zuvor ist am Samstag (15:30 Uhr) in der Bundesliga Eintracht Frankfurt in Dortmund zu Gast.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Bender (46. Sahin) – Weigl – Ginter, Kagawa, Guerreiro, Schmelzer (46. Pulisic) – Aubameyang, Dembélé AS Monaco: Subasic – Touré, Glik, Jemerson, Raggi – Fabinho, Moutinho – Bernardo Silva (66. Dirar), Lemar – Mbappé Lottin, Falcao (85. Germain) Bank: Weidenfeller, Mor, Merino, Passlack – de Sanctis, Jorge, Cardona, Diallo, N’Doram Bes. Vork.: Fabinho verschießt Foulelfmeter (17., Sokratis an Mbappé)

Tore: 0:1 Mbappé (19., Lemar), 0:2 Bender (35., Eigentor, Raggi), 1:2 Dembélé (57., Kagawa), 1:3 Mbappé (79.), 2:3 Sahin (84., Sahin) Eckstöße: 6:1 (Halbzeit 1:1), Chancenverhältnis: 7:5 (2:3) Schiedsrichter: Orsato (ITA), Gelbe Karten: Sokratis, Ginter – Lemar, Dirar, Jemerson, Fabinho, Subasic Zuschauer: 65.848 (ausverkauft), Wetter: regnerisch, 7 Grad

Quelle: BVB.de, Bericht: Dennis-Julian Gottschlich

Achtelfinale - - BVB - Benfica Lissabon 4:0

 

CL Benfica

Aubameyang und Pulisic schießen BVB ins Viertelfinale.

Es ist geschafft! Borussia Dortmund hat die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel gedreht, Benfica Lissabon im Achtelfinale der UEFA Champions League zuhause mit 4:0 (1:0) geschlagen und steht damit zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte unter den besten acht Teams Europas.

Vor 65.849 Zuschauern im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK war der Wille des BVB das Hinspiel-Ergebnis zu drehen, deutlich zu spüren. Bereits nach vier Minuten musste Lissabon-Keeper Ederson nach Aubameyangs Kopfball zum ersten Mal hinter sich greifen. Das Team von Thomas Tuchel konnte den Schwung aber nicht direkt mitnehmen, verpasste es vor der Pause nachzulegen und hätte direkt danach beinahe den Ausgleich kassiert, den Piszczek aber todesmutig per Kopf verhinderte (47.). Erst Pulisic (59.) und dann Aubameyang (61.) stellten dann aber innerhalb von zwei Minuten auf 3:0 und ließen allen BVB-Fans ganze Betonklötze vom Herzen fallen. Den Schlusspunkte setzte dann wieder Aubameyang mit dem 4:0 (85.).

Ausgangslage: Der BVB benötigte einen Sieg mit zwei Toren Differenz, um ins Viertelfinale einzuziehen. Bei einem 1:0 hätte es eine Verlängerung und ggf. ein Elfmeterschießen gegeben. Benfica hingegen reichte auch ein Unentschieden zum Weiterkommen. Die Portugiesen reisten mit sieben Siegen in Folge, in denen sie nur zwei Gegentore kassierten, im Gepäck nach Dortmund. „Es ist ein kompliziertes Ergebnis“, sagte Thomas Tuchel vor dem Spiel. „Wir müssen mit Lust attackieren, müssen aber unsere Angriffe absichern, damit wir stabil im Feld stehen. Wir wollen Torchancen kreieren, Tore erzielen und die Zuschauer begeistern.

Personalien: Götze (Stoffwechselstörung), Bender (Außenbanriss), Rode (Leisten-OP) und Reus (Faserriss im Oberschenkel) bildeten das Lazarett beim BVB. Thomas Tuchel stellte seine Mannschaft nach dem spektakulären 6:2 gegen Leverkusen auf zwei Positionen um: Anstelle des verletzten Reus lief Pulisic auf, und Schmelzer löst Raphael Guerreiro (Muskelverhärtung) ab, der aber immerhin als Einwechselspieler in Frage kam. Benfica musste auf den verletzten Felipe Augusto (Sprunggelenk) verzichten. Jonas war nach überstandener Rücken- und Nackenverletzung wieder an Bord, stand aber nicht in der Startelf.

Taktik: Die Schwarzgelben agierten aus einer 3-4-3-Grundordnung heraus, in der die Außen Durm und Schmelzer hoch standen und den Gegner immer wieder früh anliefen. Erst wenn Benfica es gute 15 bis 20 Meter in die Hälfte des BVB geschafft hatte, rückten beide zurück, um in der Defensive eine Fünferkette zu bilden. Die Portugiesen spielten ihrerseits in einem klassischen 4-4-2. Mitroglou stand vorne drin, rückte kaum mit nach hinten. Cervi agierte als hängende Spitze direkt dahinter.

Spielverlauf & Analyse: Kampf und Laufbereitschaft, technische Finessen und ein irres Tempo im Offensivspiel – das alles gepaart mit einem angestachelten Publikum, einer fantastischen Atmosphäre, die schon vor dem Spiel mit einer grandiosen Choreografie auf der Südtribüne ihren ersten Höhepunkt fand. Es hatte zu diesem Zeitpunkt den Anschein, als ob es einer dieser magischen Abende im SIGNAL IDUNA PARK werden sollte, denn bereits nach vier gespielten Minuten, als Dembélé die erste Ecke des Spiels von der rechten Seite in Benficas Strafraum schlug, wo erst Pulisic am kurzen Pfosten sträflich allein verlängern konnte und dann Aubameyang am langen Pfosten genauso unbedrängt zur frühen 1:0-Führung für den BVB einnicken konnte (4.), folgte das zweite Highlight. Das Stadion stand Kopf, aber der Weg ins Viertel war immer noch lang.

Das Ergebnis aus dem Hinspiel war zu diesem Zeitpunkt nur egalisiert, weitere BVB-Tore mussten folgen. Das war auch den Spielern von Thomas Tuchel bewusst, die nach der Führung das Spiel weiter beherrschten, aber um Ruhe und Sicherheit bemüht waren, den Ball so weit wie möglich vom eigenen Tor weghalten wollten. Das 2:0 hatte Dembélé nach einem blitzschnellen Konter über Aubameyang auf dem Fuß, der Franzose verzog aber aus 18 Metern knapp rechts oben (11.). Lissabon kam erst nach etwa 20 Minuten besser ins Spiel. Cervi gab, nach Vorlage von Salvio, eine erste Duftmarke ab, die Bürki aber problemlos parieren konnte (22.). Knapp zehn Minuten später kam Luisao nach einem Freistoß im Strafraum zum Kopfball, den Bürki aber ebenfalls festhalten konnte (32.). Bis zur Pause entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, das von vielen kleinen Fouls geprägt war. Bis auf die sehr schwungvolle Anfangsphase gab es für Borussia also nach der Pause noch einiges zu tun.

Doppelschlag binnen zwei Minuten Und direkt nach Wiederanpfiff galt es erstmal eine richtige Schrecksekunde zu verdauen. Semedo gab einen Ball scharf in die Mitte, wo Pisczcek unglücklich über den Ball trat und diesen so für Cervi vorlegte. Der Pole machte seinen Fauxpas aber sofort wieder gut, indem er sich in Cervis Schuss schmiss und das 1:1 fast am Boden liegend mit dem Kopf verhinderte (47.). Ein Weckruf für den BVB, der wenig später erst zweimal durch Aubameyang und beide Male nach Freistoß von Castro die Chance auf das 2:0 vergab. Erst flog ein Fallrückzieher des Gabuners knapp rechts vorbei (49.), dann parierte Ederson gegen seinen Abschluss glänzend (53.), auch wenn der BVB-Stürmer dabei in Abseitsposition stand.

Das Publikum war jetzt wieder voll da, peitschte den BVB nach vorne und der zahlte postwendend zurück. Nach 59 Minuten scheiterte Aubameyang zwar aus kurzer Distanz an Ederson, der Ball blieb aber heiß und Piszczek machte ihn mit einem perfekten Pass durch die Schnittstelle auf Pulisic wieder scharf. Der US-Amerikaner blieb vor Ederson eiskalt und lupfte zum 2:0 ein (59.). Nur zwei Minuten danach rollte der nächste BVB-Angriff, diesmal eingeleitete von einem tollen Diagonalpass Weigls auf Schmelzer, dessen direkte Hereingabe von links Aubameyang in der Mitte nur noch über die Linie drücken musste (61.). Durch den SIGNAL IDUNA PARK fegte ein Orkan der Erleichterung – Borussia stand nun mit einem Bein im Viertelfinale, denn selbst wenn Benfica Lissabon nun noch ein Tor schießen würde, wäre Schwarzgelb sicher weiter.

Und das Zittern blieb aus, es kam sogar noch besser! Zwar zimmerte Castro einen Volleyschuss aus 16 Metern knapp rechts neben den Kasten (66.) und Bartra setzte einen Kopfball nach Ecke noch an den Außenpfosten (84.). Doch Aubameyang besorgte nach Vorlage von Durm wenig später (86.) den mehr als verdienten 4:0-Endstand. Der Jubel kannte keine Grenzen und die Spieler feierten mit den Fans in ihren goldgelb strahlenden Siegertrikots.

Ausblick: Das Viertelfinale der Königsklasse wird kommende Woche Freitag (17.3., 12:00 Uhr) in Nyon (Schweiz) ausgelost. Die Hinspiele steigen am 11./12. April, eine Woche später fällt die Entscheidung um den Einzug ins Halbfinale (18./19. April). In der Liga geht es für den BVB am Samstag (15:30 Uhr) bei Hertha BSC weiter.

Teams & Tore
Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis (88. Ginter), Bartra – Durm, Weigl, Castro, Schmelzer – Pulisic, Dembélé (81. Kagawa) – Aubameyang (86. Schürrle)

SL Benfica: Ederson – Nelson Semedo, Luisao, Lindelöf, Eliseu – Almeida, Samaris (74. Zivkovic), Pizzi – Salvio (64. Jonas), Cervi (82. Jiménez) – Mitroglou Bank: Weidenfeller, Guerreiro, Merino, Passlack – César, Horta, Carillo, Jardel

Tore: 1:0 Aubameyang (4., Pulisic), 2:0 Pulisic (59., Piszczek), 3:0 Aubameyang (61., Schmelzer), 4:0 Aubameyang (85., Durm) Eckstöße: 4:5 (Halbzeit 3:1), Chancenverhältnis: 8:2 (1:1) Schiedsrichter: Atkinson (ENG), Gelbe Karten: Castro, Dembélé, Piszczek – Samaris Zuschauer: 65.849 (ausverkauft), Wetter: regnerisch, 6 Grad

Quelle: BVB / Bericht: Dennis-Julian Gottschlich

Achtelfinale - Benfica Lissabon - BVB 1:0

 

CL Benfica

9:1 Torchancen – aber 0:1 verloren: Borussia bei Benfica im Pech.

Borussia Dortmund hat eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in drei Wochen im Signal Iduna Park verpasst. Im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League machte der BVB hinten bis auf eine Standardsituation alles richtig, erspielte sich vorne Torchance um Torchance, ließ sogar einen Elfmeter aus und unterlag bei Benfica Lissabon höchst unglücklich mit 0:1 (0:0).

Etwa 55.000 Besucher im nicht ausverkauften Estádio da Luz, darunter 3.300 Anhänger von Borussia Dortmund, von denen viele wegen der strikten Einlasskontrollen lange Wartezeiten in Kauf nehmen mussten und einige Hundert den Anstoß und mehr verpassten – sahen einen starken BVB, der jedoch zahlreiche hochkarätige Torchancen ausließ und durch Aubameyang in der 58. Minute einen Handelfmeter vergab. Benfica ging mit der ersten Gelegenheit im Spiel kurz nach der Pause durch Mitroglou in Führung. Trotz des enttäuschenden (und ungerechten) Ergebnisses: Mit einer ähnlichen Leistung wie heute hat Borussia im Rückspiel noch alle Chancen!

Ausgangslage: Borussia Dortmund hatte sich mit neuem Torrekord und als Gruppensieger vor Real Madrid für die Runde der besten 16 Mannschaften qualifiziert. Unter Thomas Tuchel wurden sieben der vorangegangenen elf Auswärtsspiele auf europäischer Ebene gewonnen, nur zwei verloren (zwei weitere Partien endeten unentschieden). Gegen Teams aus Portugal gab es für den BVB zuletzt fünf Siege in Serie. Benficas Heimbilanz gegen deutsche Mannschaften stand bei zehn Siegen, acht Unentschieden und zwei Niederlagen. Portugals Tabellenführer blickte auf eine Serie von zwölf Siegen in den letzten 15 Pflichtspielen auf nationaler Ebene.

Personalien: Der BVB musste weiterhin auf Götze, Bender, Sahin und Rode verzichten. Gegenüber der 1:2-Niederlage am Samstag in Darmstadt gab es vier Änderungen: Für Ginter, Pulisic, Burnic und Mor kehrten Piszczek, Dembélé, Bartra und Schmelzer in die Startelf zurück. Damit begann die gleiche Formation, die in der Liga gegen Leipzig und im Pokal gegen Berlin gewann. Bei Benfica fehlte Jonas, Portugals Torschützenkönig des Vorjahres.

Taktik: Mit dem Personal- war auch ein kleiner Taktik-Wechsel verbunden: Ebenso wie gegen Leipzig und Hertha agierte der BVB in einer 3-1-4-2-Grundordnung mit Reus und Aubameyang im Angriff sowie bei eigenem Ballbesitz mit einer offensiven Viererreihe dahinter, in der Dembélé immer wieder aus der Halbposition auf den rechten Flügel vorstieß. Die Außen Schmelzer und Durm erweiterten den Deckungsverband in eine Vierer- und teilweise sogar Fünferkette, wenn Benfica attackierte. Die Portugiesen operierten aus einer 4-1-4-1-Grundordnung mit ebenfalls nur einem „Sechser“ (Fejsa) und im Aufbau mit Pizzi und Silva auf den Halbpositionen. Letzterer stieß dann mit in die Spitze zu Mitroglou. Gegen den Ball formierte sich Benfica in einem 4-4-2.

Spielverlauf & Analyse: Borussia hatte in der ersten Halbzeit nicht nur die Spielkontrolle (67 Prozent Ballbesitz), sondern auch die deutlich besseren Aktionen im Spiel nach vorn. Doch Dembélé fehlte nach Pass von Reus der Blick auf seinen im Fünfmeterraum noch besser postierten Nebenmann Aubameyang (4.), unterlief Durm bei der Ballannahme im Sechzehner ein technischer Fehler, der eine weitere Großchance verhinderte (21.). Denn zuvor und danach hatte Borussia drei Riesenmöglichkeiten, in Führung zu gehen.

Nachdem Dembélé den Ball erobert und direkt und präzise in die Spitze gespielt hatte, jagte ihn Aubameyang aus 14 Metern über den Kasten (13.). Zehn Minuten später gelangte er über Reus und Guerreiro zu Dembélé, der aus sieben Metern an Innenverteidiger Lindelöf scheiterte, der sich in den Ball warf. In der 38. Minute kam Guerreiro nach einem Missverständnis zwischen Torwart und Verteidiger an der Grundlinie nochmal an den Ball und spitzelte ihn quer in den Fünfmeterraum. Doch Aubameyang war zu überrascht, kam nicht mehr heran. Zudem versagte Schiedsrichter Rizzoli den Borussen einen möglichen Elfmeter, als Ederson Dembélé auf der Strafraumlinie auflaufen ließ. Insgesamt konnte Trainer Tuchel mit der Leistung seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten sehr zufrieden sein, auch wenn in manchen Szenen auf dem Weg nach vorn die Präzision fehlte und man aus den zwei, drei Großchancen mindestens einen Treffer hätte erzielen müssen. Defensiv war es eine sehr abgeklärte, souveräne Vorstellung.

Keine drei Minuten nach Wiederbeginn wurde Borussia eiskalt erwischt: Benfica ging mit der ersten Torchance des Spiels in Führung. Nach einer Ecke war Bürki gegen Luisaos Kopfball zwar auf dem Posten, doch Mitroglou angelte sich den Abpraller und drückte ihn zum 1:0 über die Linie. Für den Deutsch-Griechen war es nach zehn Toren in der Liga und sieben im nationalen Pokal der erste Treffer in der UEFA Champions League. Borussia drückte auf einen schnellen Ausgleich. Dembélé scheiterte aus kurzer Distanz am Torwart, nachdem Reus erfolgreich nachgesetzt hatte (51.). Zwei Minuten später landete Bartras abgefälschter Ball bei Aubameyang, der aus elf Metern verzog. Ederson parierte Reus’ Direktabnahme aus halblinker Position (56.) und entschärfte in der gleichen Minute Piszczeks Knaller aus 25 Metern.

Dann die 58. Minute: Nach Fejsas Handspiel zeigte Rizzoli auf den Punkt. Aubameyang wollte wohl auf keinen Fall ein drittes Mal zu hoch zielen – und scheiterte an Ederson, der stehen blieb und den halbhoch geschossenen Ball parierte. Lissabon wechselte defensiv und versuchte, das 1:0 über die Zeit zu bringen. Nach dieser Reihe von Hochkarätern für Borussia konnte Benfica die Reihen nun geschlossener halten. Zehn Minuten vor dem Ende brachte Tuchel in Castro und Pulisic zwei frische Kräfte, nachdem zuvor schon Schürrle den glücklosen Aubameyang abgelöst hatte (62.). Es war wie verhext. In der 84. Minute wurde Pulisic’ Schuss praktisch unhaltbar abgefälscht – doch Ederson bekam mit einem Wahnsinnsreflex noch eine Hand an den Ball und wehrte ihn zur Ecke ab.

Teams & Tore Benfica Lissabon: Ederson – Semedo, Luisao, Lindelöf, Eliseu – Fejsa – Salvio, Pizzi, Silva (67. Cervi), Carillo (46. Augusto) – Mitroglou (75. Jiménez)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Bartra – Weigl – Durm, Dembélé, Guerreiro (82. Castro), Schmelzer – Aubameyang (62. Schürrle), Reus (82. Pulisic) Bank: César, Samaris, Jardel, Almeida – Weidenfeller, Kagawa, Ginter, Passlack

Tor: 1:0 Mitroglou (48., Luisao) Bes. Vork.: Aubameyang scheitert mit Handelfmeter (Fejsa) an Ederson (58.) Eckstöße: 3:8 (Halbzeit 1:2), Chancenverhältnis: 1:9 (0:3) Schiedsrichter: Rizzoli (ITA), Gelbe Karten: Fejsa – Schmelzer, Pulisic, Bartra Zuschauer: 55.124, Wetter: trocken, 15 Grad

Quelle: BVB / Bericht: Boris Rupert

Achtelfinale - Vorschau - Benfica Lissabon

 

CL Vorschau

Erinnerungen an eine Sternstunde und Vorfreude auf die Gegenwart.

Gut 53 Jahre später nach den letzten Duellen im Achtelfinale des damaligen Pokals der Landesmeister treffen Borussia Dortmund und Benfica Lissabon erneut aufeinander. Diesmal im Achtelfinale der UEFA Champions League.

1963 verlor der BVB in der portugiesischen Hauptstadt mit 1:2, im Rückspiel setzte sich Schwarzgelb in der Roten Erde an einem nasskalten Winterabend Anfang Dezember mit 5:0 durch. Damals sorgten Konietzka (34.), Brungs (35., 36., 47.) und Wosab (59.) mit ihren Toren für eine Sternstunde in der Europapokal-Geschichte von Borussia Dortmund.

Denn Benfica war zu damaliger Zeit u.a. mit Eusebio eine Ausnahmemannschaft, gewann 1961 und 1962 den Landesmeister-Cup. „Im Hinspiel sind wir nur mit einem blauen Augen davon gekommen, weil Hans Tilkowski, unser Torwart, überragend gehalten hatte. Keiner hat im Rückspiel noch einen Pfifferling auf uns gesetzt“, erinnert sich Dreifach-Torschütze Franz Brungs. Der BVB traf innerhalb von drei Minuten drei Mal.

Brungs: „Das ist Schlag auf Schlag gegangen, die Leute sind gar nicht mehr aus dem Jubeln rausgekommen.“ Für Borussia Dortmund ging es im Landesmeister-Cup nach dem Coup gegen Lissabon noch ein bisschen weiter: Im Viertelfinale setzte sich Schwarzgelb gegen Dukla Prag durch (4:0, 1:3), im Halbfinale war dann Inter Mailand (2:2, 0:2) eine Nummer zu groß.

Doch jetzt erst einmal Achtelfinale – und erneut Benfica: Die Elf von Trainer Rui Vitória ist aktueller portugiesischer Meister und steht in der Primeira Liga mit 32 Punkten an der Tabellenspitze. Vor dem FC Porto (28) und Sporting (27). Zuletzt gab es zu Hause einen 2:1-Erfolg über Sporting, Borussias Vorrunden-Gegner im laufenden Champions-League-Wettbewerb. Salvio und Raul Jimenez trafen.

„Befinca ist ein großer Name im internationalen Fußball und klar die stärkste Mannschaft in Portugal. Aber wir haben auch eine gute Chance zu bestehen“, sagte Hans-Joachim Watzke nach der Auslosung. In der Gruppenphase der UEFA Champions League bekam es Benfica mit Besiktas Istanbul (1:1, 3:3), SSC Neapel (1:2, 2:4) und Dynamo Kiew (1:0, 2:0) zu tun und eroberte mit lediglich einem Heimsieg Platz zwei.

Sechs Dinge, die Sie über Benfica wissen sollten
Das Stadion: Die Portugiesen spielen im „Estádio da Luz“, also dem „Stadion des Lichts“. 65.647 Zuschauer passen in das Rund, das anlässlich der EM 2004 gebaut worden war und Nachfolger des gleichnamigen Vorgängers direkt nebenan ist.

Der Trainer: Rui Vitória ist ein noch relativ unbeschriebenes Blatt. Benfica trainiert der 46-Jährige seit Sommer 2015. Zuvor war er u.a. als Nachwuchs-Coach bei Sporting Lissabon und bei Vitória Guimarães tätig. Mit Vitória gewann er 2013 den portugiesischen Pokal gegen Benfica...

Der Star – ist die Mannschaft, die wiederum mit portugiesischen Nationalspielern gespickt ist, die allerdings alle nicht im EM-Finale 2016 zum Einsatz gekommen sind. Einer der bekanntesten Profis ist Abwehrspieler Luisao. Der 35-jährige Brasilianer (44 Länderspiele) steht bei Benfica seit 2003 unter Vertrag. Raul Jimenez wird Fußballkennern ebenfalls etwas sagen: Der Mexikaner stürmte bis Sommer 2015 für Atlético Madrid. Auch der Grieche Konstantinos Mitroglu (ehemals Stürmer beim FC Fulham) ist kein Unbekannter.

Der Europapokal: 1961 und 1962 gewann Benfica den Pokal der Landesmeister. Danach soll der im Unfrieden gegangene Trainer Béla Guttmann einen Fluch ausgestoßen haben. In den folgenden 100 Jahren soll Benfica keinen Europapokal mehr gewinnen. Fünf Endspiele im Landesmeister-Cup wurden verloren (1963, 1965, 1968, 1988 und 1990), ein Endspiel um den UEFA-Cup (1983) ebenso. Und auch in der Europa League (2013 und 2014) blieb Benfica im Finale nur zweiter Sieger.

Die Titel: National holte Benfica 35 Mal die Meisterschaft, zuletzt 2014, 2015 und 2016. 2014 holte Lissabon zudem den Pokal.

Das Wappen: Abgebildet ist ein Adler, der auf einem Schild in den Vereinsfarben Rot und Weiß steht. Der Adler ist auch das Maskottchen von Benfica. Im Zentrum des Wappens steht zudem ein Fußball, der von einem blauen Band mit dem Kürzel für Benfica „SLB“ überdecket wird. Unterhalb des abgebildeten Adlers verziert der Schriftzug „E pluribus unum“ (Aus Vielen Eines) ein weiteres Band in den Nationalfarben Portugals.

Das Achtelfinale in der UEFA Champions League
Manchester City - AS Monaco
Real Madrid - SSC Neapel
Benfica Lissabon - Borussia Dortmund
FC Arsenal - FC Bayern München
FC Porto - Juventus Turin
Bayer Leverkusen - Atlético Madrid
Paris St. Germain - FC Barcelona

Quelle: BVB.de , Bericht : Georg Heymann

Real Madrid - BVB 2:2

 

Real

Weidenfeller, Aubameyang und Reus bescheren Gruppensieg!.

Borussia Dortmund zieht als Gruppensieger ins Achtelfinale der UEFA Champions League 2016/17 ein! Im letzten Vorrundenspiel erzielte der BVB durch Tore von Pierre-Emerick Aubameyang und Marco Reus ein 2:2 (0:1) bei Real Madrid und verweist den Titelverteidiger damit auf Rang zwei.

Vor 81.000 Zuschauern im Estadio Santiago Bernabéu machte Borussia vieles richtig, aber eben nicht alles. Nach einem folgenschweren Fehlpass im Mittelfeld schoss Benzema in der 28. Minute ein Tor, das sich bis dahin nicht unbedingt abgezeichnet hatte. Bis zur 49. Minute vergab Dortmund vier klare (Ausgleichs-)Chancen und kassierte quasi aus dem Nichts das zweite Gegentor, erneut durch Benzema (53.). Das 1:2 durch Aubameyang in der 60. Minute war dann ebenso verdient wie überfällig. Und in der 88. Minute erzielte Reus nach Aubameyangs Hereingabe den Ausgleich, der Borussia in Lostopf eins bringt!

Team:
Real Madrid: Navas – Carvajal, Varane, Sergio Ramos, Marcelo – Casemiro – Modric (63. Kroos), James – Vazquez, Benzema (85. Morata), Ronaldo

Borussia Dortmund: Weidenfeller – Piszczek, Sokratis, Bartra, Schmelzer – Weigl, Castro (80. Rode) – Pulisic (61. Mor), Dembélé, Schürrle (61. Reus) – Aubameyang Bank: Casilla, Pepe, Asensio, Isco, Danilo – Bonmann, Ramos, Ginter, Durm

Tore: 1:0 Benzema (28., Carvajal), 2:0 Benzema (53., James), 2:1 Aubameyang (60., Schmelzer), 2:2 Reus (88., Aubameyang) Eckstöße: 6:5 (Halbzeit 3:2), Chancenverhältnis: 9:7 (3:3) Schiedsrichter: Marciniak (Polen), Gelbe Karten: Modric, Casemiro – Sokratis Zuschauer: 81.044 (ausverkauft), Wetter: trocken, 8 Grad

Quelle: BVB.de

BVB - Legia Warschau 8:4

 

Legia

BVB festigt die Tabellenführung.

Borussia Dortmund ist dem Gruppensieg in der UEFA Champions League wieder einen Schritt weitergekommen: Im Heimspiel gegen Legia Warschau ließ der BVB den Polen wie schon im Hinspiel (6:0) keine Chance und gewann mit 8:4 (5:2). Sieben Tore in einer Halbzeit bedeuteten zudem die Einstellung des „Königsklassen“-Rekords aus dem Jahre 2003. Damals trennten sich am 5. Oktober der AS Monaco und Deportivo La Coruna mit 8:3 (5:2). Nach dem 0:1 durch Prijovic (10.) trafen für den BVB Kagawa (17., 18.) und Sahin (20.). Erneut Prijovic verkürzte auf 2:3 (24.), Dembelé (29.) und Reus (32.) erhöhten zur Pause auf 5:2. In den zweiten 45 Minuten traf Reus zum 6:2 und 8:4 (52., 90.+2), Passlack zum 7:3 (81.). Für die Gäste waren Kucharczyk (57.) und Nikolic (83.) erfolgreich.

Team:
Borussia Dortmund: Weidenfeller – Rode, Ginter, Bartra (61. Durm), Passlack – Castro, Sahin (70. Aubameyang) – Dembélé (72. Schürrle), Kagawa, Pulisic – Reus

Legia Warschau: Cierzniak – Bereszynski, Czerwinski, Pazdan, Rzezniczak – Kopczynski, Guilherme (55. Jodlowiec) – Kucharczyk, Radovic, Odjidja (75. Nikolić) – Prijovic (69. Wieteska) Bank: Bonmann, Sokratis, Mor, Götze – Malarz, Kazaishvili, Broź, Alexandrov

Tore: 0:1 Prijovic (10., Odjidja), 1:1 Kagawa (17., Dembélé), 2:1 Kagawa (18., Dembélé), 3:1 Sahin (20., Freistoß Reus), 3:2 Prijovic (24., Odjidja), 4:2 Dembélé (29., Reus), 5:2 Reus (32., Kagawa), 6:2 Reus (52., Dembélé), 6:3 Kucharczyk (57., Radovic), 7:3 Passlack (81., Schürrle), 7:4 Nikolic (83. Radovic), 8:4 Reus (90.+3, Aubameyang) Eckstöße: 1:1 (Halbzeit 0:1), Chancenverhältnis: 11:5 (5:4) Schiedsrichter: Strömbergsson (SWE), Gelbe Karten: Ginter – Odjidja, Pazdan Zuschauer: 55.094, Wetter: regnerisch, 11 Grad

Quelle: BVB.de

BVB - Sporting Lissabon 1:0

 

-BVB-Sporting

Ramos köpft den BVB ins Achtelfinale.

Der BVB aber ließ sich nicht beirren, hätte nach einer herausragenden Kombination sogar schon vor der Pause das 2:0 erzielen können: Ramos legte im Sechzehner für Götze auf, der auf engstem Raum den doppelten Doppelpass mit Pulisic spielte, dessen Abschluss aus fünf Metern aber an die Querstange des Tores klatschte (33.). Castro scheiterte zudem mit einem Distanzschuss an Rui Patricio im Kasten Sportings (39.), genauso wie Ginter aus 15 Metern (42.). Dembélé verzog zudem aus zehn Metern nach Vorlage von Guerreiro knapp über das Tor (43.), der selbst – von Rui Patricio irritiert – mit dem Pausenpfiff aus sieben Metern nur das Außennetz traf.

Sporting blieb aber gefährlich, setzte das erste Ausrufezeichen nach der Halbzeit – wieder durch Martins: Bürki konnte seinen Schlenzer zwar zur Seite abwehren, aber nicht festhalten. Ginter bügelte für seinen Keeper vor Castaignos aus (49.). Kurz darauf zog Bruno Cesar von der Strafraukante knapp rechts am Tor vorbei (52.). Die Schwarzgelben mussten aufpassen, die 1:0-Führung war keinesfalls sicher, das zweite Tor musste irgendwie her, um die Partie zu beruhigen. Fallen wollte es aber irgendwie nicht. Guerreiro zimmerte einen Freistoß in Rui Patricios Arme (60.), auf der anderen Seite klärte Sokratis im Strafraum vor dem zur Halbzeit eingewechselten Dost (62.) und Silva schlenzte einen Freistoß über das Tor (67.).

Bis zum Ende blieb es spannend, mit Chancen auf beiden Seiten: Schürrle zirkelte den nächsten Freistoß aus 18 Metern um die Mauer aufs Tor, wo Rui Patricio ihn aus dem unteren Eck kratzte (75.). Für Sporting köpfte Ruiz aus sechs Metern knapp über den Kasten (77.) und Bürki parierte Martins Schuss aus spitzem Winkel (90.+3). Die letzte gefährliche Szene des Spiels, das am Ende in Borussia Dortmund einen verdienten Sieger fand.

Team:
Borussia Dortmund: Bürki – Ginter, Sokratis, Bartra, Guerreiro – Weigl – Pulisic, Götze (69. Piszczek), Castro (69. Rode), Dembélé (46. Schürrle) – Ramos

Sporting Lissabon: Rui Patricio – Schelotto, Paulo Oliveira, Coates, Semedo, Zeegelaar – William Carvalho, César (58. Silva) – Gelson Martins, Ruiz (78. Markovic) – Castaignos (46. Dost) Bank: Weidenfeller, Sahin, Mor, Passlack – Beto, Campbell, Pereira, Elías

Tor: 1:0 Ramos (12., Ginter) Eckstöße: 4:1 (Halbzeit 3:1), Chancenverhältnis: 5:4 (4:2) Schiedsrichter: Makkelie (NED), Gelbe Karten: Guerreiro – Semedo, Castaignos, Carvalho Zuschauer:65.849 (ausverkauft), Wetter: trocken, 6 Grad


Quelle: BVB, Bericht : Dennis-Julian Gottschlich

Sporting Lissabon - BVB 1:2

 

Sporting-BVB

Aubameyang und Weigl belohnen kampfstarken BVB.

Borussia Dortmund hat sich am 3. Spieltag der UEFA Champions League mit einem 2:1 (2:0)-Auswärtssieg bei Sporting Lissabon eine glänzende Ausgangsposition im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale verschafft. In einer hart umkämpften Partie trafen Pierre-Emerick Aubameyang und Julian Weigl für den BVB.

Borussia hatte die Verletzungssorgen zunächst zuhause gelassen und agierte mit einer extrem jungen Mannschaft (Durchschnittsalter knapp über 23 Jahre) 65 Minuten lang cool und clever. Aubameyang brachte die Schwarzgelben mit einem sehenswerten Treffer in Führung (9.), Weigl sorgte kurz vor der Pause für das 0:2. Ein indirekter Freistoß brachte Sporting zurück ins Spiel (67.). Der Vorsprung schmolz – und auch das Personal: Bartra und Ginter mussten raus.

Sporting Lissabon: Rui Patricio – Schelotto, Coates, Ruben Semedo, Zeegelaar – William Carvalho – Gelson Martins, Elias (60. Bruno César), B. Ruiz (79. André) – L. Markovic (65. Campbell), Dost

Borussia Dortmund: Bürki – Ginter (71. Rode), Sokratis, Bartra (68. Piszczek), Passlack (90.+3 Burnic) – Weigl – Pulisic, Götze, Kagawa, Dembélé – Aubameyang Bank: Beto, Oliveira, Ricardo Esgaio, Matheus Pereira – Weidenfeller, Bonmann, Sahin, Mor, Rode, Piszczek, Burnic

Tore: 0:1 Aubameyang (9., Götze), 0:2 Weigl (43.), 1:2 Bruno César (67., ind. Freistoß, William Carvalho) Eckstöße: 2:4 (Halbzeit 2:1), Chancenverhältnis: 6:6 (1:4) Schiedsrichter: Skomina (Slowenien), Gelbe Karten: Elias, Schelotto, Campbell, Bruno César – Passlack, Rode, Bürki Zuschauer: 46.609, Wetter: trocken, 22 Grad


Quelle: BVB, Bericht : Boris Rupert

BVB - Real Madrid 2:2

 


Schmelzer
Schürrle belohnt den BVB kurz vor Schluss gegen Real.

Fußball-Wahnsinn in Dortmund: Die Borussia hat im Heimspiel gegen Real Madrid ein dickes Ausrufezeichen gesetzt: Gegen den Titelverteidiger in der UEFA Champions League erreichte der BVB ein hochverdientes 2:2 (1:1).

Vor 65.849 Zuschauern im ausverkauften „BVB Stadion Dortmund“, wie der Signal Iduna Park bei Spielen der UEFA heißt, traf Cristiano Ronaldo nach Vorarbeit von Gareth Bale nach 17 Minuten zur zu diesem Zeitpunkt überraschenden Gäste-Führung. Bis dahin hatte Schwarzgelb klar das Spiel bestimmt. Aubameyang glich noch in der ersten Halbzeit nach einem Freistoß von Guerreiro zum hochverdienten 1:1 (43.) aus.

In der zweiten Hälfte hatten Dembélé und Aubameyang (51.) zunächst das 2:1 auf dem Fuß, den Treffer erzielte jedoch Real Madrid. Nach einer kurz ausgeführten Ecke bediente Ronaldo Benzema, der Pfosten rettete, den Abpraller drückte aber Varane (68.) über die Linie.

Der BVB versuchte in der Schlussphase noch mal alles, brachte mit Schürrle, Pulisic und Mor neue Offensivkräfte - mit Glück und Geschick sowie Navas im Tor, der gegen Pulisic (83.) und Mor (84.) rettete, verteidigte Real Madrid jedoch lange Zeit das 2:1. Bis Schürrle in der 87. Minute das Leder unter die Latte hämmerte.

Team & Tore
Borussia macht das Spiel gegen Real! 60 Prozent Ballbesitz, 20:12 Torschüsse, 12:6 Chancen. Ein hochklassiges Duell endet mit 2:2 (1:1). Aufstellung, Grafik und Statistik zum Spiel.
Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Ginter, Schmelzer – Weigl – Dembélé (73. Pulisic), Castro, Götze (58., Schürrle), Guerreiro (77. Mor) – Aubameyang

Real Madrid: Navas – Carvajal, Varane, Ramos, Danilo – Kroos – Modric, Rodriguez (69. Kovacic) – Bale, Benzema (90. Morata), Ronaldo Bank: Weidenfeller, Rode, Ramos, Passlack – Casilla, Pepe, Coentrao, Vázquez,Isco

Tore: 0:1 Ronaldo (17., Bale), 1:1 Aubameyang (43., Freistoß Guerreiro), 1:2 Varane (68., Benzema), 2:2 Schürrle (87., Pulisic) Eckstöße: 6:6 (Halbzeit 2:1), Chancenverhältnis: 12:6 (6:2) Schiedsrichter: Clattenburg (ENG), Gelbe Karten: Schmelzer, Weigl, Guerreiro, Aubameyang – Ramos Zuschauer: 65.849 (ausverkauft), Wetter: trocken, 20 Grad


Quelle: BVB, Bericht : Boris Rupert

BVB - Real Madrid (Vorbericht)

 

Tuchel Presse

Der Auftakt hatte es in sich. Sechs Tore in Warschau, Borussias höchster Sieg überhaupt in der Königsklasse.

Am Dienstagabend (20.45 Uhr) steht Thomas Tuchel vor seinem ersten Heimspiel in der UEFA Champions League. Der Respekt vor dem Gegner ist groß, die Vorfreude auf diesen Abend noch größer.

Real Madrid – „der größte Name im Weltfußball“, sagt Thomas Tuchel: „Es wird eine unglaubliche Atmosphäre im Stadion herrschen. Wir trauen uns zu, diese Aufgabe zu bestehen und eine Leistung zu bringen, die unsere Zuschauer begeistert.“

Eine „normale“ Leistung wird womöglich nicht genügen, um das Starensemble aus Spaniens Hauptstadt ins Wanken zu bringen. Doch Borussia Dortmund hat in der Vergangenheit bewiesen, zu mehr fähig zu sein, wenn Real Madrid an der Strobelallee gastiert. Und die Königlichen würden sicher lieber woanders antreten als an jener Stätte, die sie bei ihren letzten drei Auftritten als Verlierer verlassen mussten – bei 2:8 Toren.

„Es wird niemals ohne Fehler ablaufen“ Der Trainer verlangt von seiner Mannschaft „den gleichen Mut wie in einem Bundesligaspiel, die gleiche Überzeugung“, er gestattet ihr aber auch „die gleiche Freiheit“ und weiß: „Es wird niemals ohne Fehler ablaufen.“

Das Trainerteam hat den Gegner ausgiebig unter die Lupe genommen. „Wir versuchen, die Spiele unabhängig vom Ergebnis zu analysieren, Verhaltensmuster zu entdecken, Stärken herauszuarbeiten, die wir verteidigen müssen“, so Tuchel: „Wir wollen defensive Abläufe erkennen, um unseren Spielern Hilfestellungen mit auf den Weg zu geben.“

„Wir brauchen die allergrößte Aufmerksamkeit“ Vorne werden die Räume nicht allzu üppig sein, und hinten dürfen sie keinesfalls zu groß werden. „Es wird eine große Aufgabe für uns sein, das zu verteidigen, die konstruktive Zufuhr in die vorderste Reihe zu unterbinden“, sagt Tuchel über Reals Offensive: „Das ist allerhöchstes Niveau. Wir brauchen die allergrößte Aufmerksamkeit, viel Fleiß, Hingabe und große Solidarität im Team.“

Ziehen alle an einem Strang, ist eine Fortsetzung der Heimserie möglich. Tuchel glaubt fest daran: „Diese Mannschaft strahlt im Moment eine sehr positive Energie aus, um die die anstehende Aufgabe in den Mittelpunkt zu stellen und gemeinschaftlich auf hohem Niveau zu spielen.“

Quelle: BVB, Bericht : Boris Rupert

Legia Warschau - BVB 0:6

 

BVB feiert höchsten Sieg in der Königsklasse.
Borussia Dortmund ist mit einem klaren und überzeugenden 6:0 (3:0)-Auswärtssieg bei Legia Warschau in die UEFA Champions League gestartet. Bereits nach einer Viertelstunde war ein klarer 3:0-Vorsprung durch Tore von Mario Götze (7.), Sokratis (15.) und Marc Bartra (17.) herausgeschossen. Kurz nach der Pause traf zunächst Raphael Guerrero (51.). Gonzalo Castro sorgte 30 Sekunden nach seiner Einwechselung für das 5:0, Pierre-Emerick Aubameyang machte das halbe Dutzend voll (87.)

Team & Tore:
Legia Warschau: Malarz – Bereszynski, Czerwinski, Dabrowski, Guilherme – Jodlowiec, Odjidja, Moulin (75. Radovic) – Langil, Prijovic (63. Nikolic), Kazaishvili (66. Aleksandrov) Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Bartra, Schmelzer – Weigl (79. Ginter) – Pulisic, Götze (75. Castro), Guerreiro, Dembélé (75. Mor) – Aubameyang Bank: Cierzniak, Broz, Hämäläinen, Kopczynski – Weidenfeller, Rode, Kagawa, Ramos

Tore: 0:1 Götze (7., Dembélé), 0:2 Sokratis (15., Freistoß Guerreiro), 0:3 Bartra (17., Schmelzer), 0:4 Guerreiro (51., Dembélé), 0:5 Castro (76., Pulisic), 0:6 Aubameyang (87., Castro) Eckstöße: 7:7 (Halbzeit 2:4), Chancenverhältnis: 3:11 (1:7) Schiedsrichter: Karasev (RUS), Gelbe Karten: Malarz, Guilherme, Bereszynski – Götze Zuschauer: 27.304 (ausverkauft), Wetter: trocken, 18 Grad

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