BVB International
Champions League 2019/2020

Slavia Prag - BVB 0:2

 


2. Spieltag

Bürkis Paraden und Hakimis Tore: BVB siegt in Prag.

Borussia Dortmund hat sich mit einem 2:0 (1:0)-Auswärtssieg bei Slavia Prag in eine gute Ausgangsposition für die beiden anstehenden Vergleiche mit Inter Mailand in der Gruppenphase der UEFA Champions League gebracht. Matchwinner gegen einen starken Gegner war Doppeltorschütze Achraf Hakimi.

Es war ein interessantes, offenes Spiel mit vielen Torszenen. Bürki verhinderte in Durchgang eins mit zwei Glanztaten einen möglichen Rückstand, Hakimi verwertete mit einer überragenden Einzelleistung eine von mehreren guten Möglichkeiten der Schwarzgelben in der 35. Minute zum 0:1. Unmittelbar nach der Pause hätte Sancho auf 0:2 stellen können, doch er scheiterte bei seinem Alleingang am Torwart. So blieb Slavia im Spiel und am Drücker, ehe Hakimi mit seinem zweiten Kontertor dem Zittern ein Ende bereitete. Abermals kam das Zuspiel von Brandt.

Ausgangslage:
Tschechiens Meister war in den vorangegangenen 24 Pflichtspielen ungeschlagen geblieben und hatte zum Champions-League-Auftakt 1:1 bei Inter Mailand gespielt. Borussia hatte keins der bisherigen drei Gastspiele in Prag verloren und war dabei ohne Gegentor geblieben.

Personalien:
Neben Schulz fehlte auch Alcácer wegen einer leichten Reizung der Achillessehne. Gegenüber dem 2:2 in der Liga gegen Bremen gab es drei Änderungen in der Startelf: Hummels, Guerreiro und Brandt rückten für Weigl, Hazard und Götze (alle Bank) ins Team

Taktik:
Beide Mannschaften begegneten sich in einer 4-2-3-1-Systematik, die allerdings sehr flexibel angewandt wurde. Beispielhaft das Positionsspiel von Prags Olayinka auf der linken Seite. Bei Dortmunder Ballbesitz orientierte er sich weit nach innen, um gemeinsam mit Boril, dem Linksverteidiger, Sancho zu attackieren. Rechts erweiterte Masopust die Viererkette zu einer Sechserkette – hier, um im Verbund mit Coufal Hakimi zu „doppeln“. Offensiv wiederum rückte Olayinka bei Ballbesitz ganz nach vorn auf und ein Stück nach innen. Beim BVB übernahm Brandt die Position in der Spitze, interpretierte sie jedoch sehr variabel, wie das gesamte Mittelfeld immer wieder den Weg „zwischen die Linien“ suchte und schwer zu packen war für den Gegner.

Spielverlauf & Analyse:
Borussia Dortmund erwischte einen guten Start in die Partie. Zwei Minuten waren vergangen, da konnten die Schwarzgelben bereits zwei gefährliche Eckbälle verzeichnen. Vorangegangen waren zwei Angriffe über die rechte Offensivseite mit Jadon Sancho und Lukasz Piszczek, die jeweils geklärt werden konnten. Insgesamt agierten die Dortmunder in den ersten Minuten durchaus druckvoll, Slavia überstand aber die erste Angriffswelle unbeschadet. Nach einer Viertelstunde wurde es dann erneut gefährlich für das Tor der Gastgeber. Nach einem Gewusel im Strafraum legte Sancho auf für Achraf Hakimi, der den Ball aus kurzer Distanz knapp am linken Pfosten vorbei schob.

Nach 20 Minuten aber musste Roman Bürki das erste Mal ernsthaft eingreifen: Prags Lukas Masopust lief allein auf den Schweizer zu, der in der Eins-gegen-eins-Situation aber der Sieger blieb. Und auch drei Minuten später, bei einem Freistoß von Nicolae Stranciu, war Bürki zu Stelle und entschärfte den Ball zur Ecke. Der BVB tat sich in dieser Phase schwer gegen tiefstehende Prager, die immer wieder auf Ungenauigkeiten zum Kontern lauerten. Den Borussen fehlte es in dieser Phase an Präzision im letzten Pass, und so stand man nach einer guten halben Stunde zwar bei rund 60 Prozent Ballbesitz, aber ohne weitere nennenswerte Abschlusssituationen. Dies nächste folgte dann aber in der 35. Spielminute: Julian Brandt schickte Hakimi über die rechte Seite, der zunächst Sevcik ins Leere laufen ließ, anschließend Torwart Kolar umkurvte und mit dem linken Fuß aus rund zehn Metern zum 0:1 einschoss. Das Führungstor tat den Borussen gut, und sie verdienten sich die Halbzeitführung, auch weil die Arbeit gegen den Ball besser funktionierte, Slavia sichtlich Probleme im Aufbauspiel hatte.

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine. Wie schon zu Beginn des ersten Durchgangs gehörte die erste Gelegenheit nach Anpfiff dem BVB. Sancho lief allein auf Torwart Kolar zu, verstolperte aber den Ball und kam daher aus guter Position nicht zum ordentlichen Abschluss. Slavia ging im zweiten Durchgang mehr ins Risiko und schuf so auch mehr Räume für die BVB-Offensive. Die Borussia war um Spielkontrolle und Ballbesitz bemüht, doch Prag kam immer stärker auf. Tecl Schuss ans Außennetz war in der 52. Minute der Auftakt zu einer Drangphase der Gastgeber, die allerdings nur aus der Distanz zu gefährlichen Torschüssen kamen. Auf der anderen Seite war Hakimis Schuss aus spitzem Winkel die erste Abschlussaktion des BVB nach 35 Minuten (83.). Erst als er in der 89. Spielminute nach erneuter Vorarbeit Julian Brandt den Turbo zündete und Kolar im Prager Tor tunnelte, war das Spiel entschieden. Der gelernte Außenverteidiger belohnte sich für eine starke Leistung mit dem zweiten Tor und wurde nach dem Treffer durch Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou ersetzt. Ebenso brachte Lucien Favre noch Mario Götze, der in der Nachspielzeit sogar noch die Chance auf das 3:0 hatte.

Ausblick:
Am Samstag (15.30 Uhr) geht es für den BVB in der Liga weiter mit einem Auswärtsspiel beim Sport-Club Freiburg. Anschließend folgte die zweite „Länderspielpause“ der Saison.

Teams & Tore
Slavia Prag: Kolar – Coufal, Kudela, Hovorka, Boril – Sevcik, Soucek – Masopust (75. Zeleny), Stanciu (83. Skoda), Olayinka – Tecl (59. van Buren)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel, Delaney – Sancho (74. Hazard), Reus, Hakimi (90. Zagadou) – Brandt (90.+2 Götze) Bank: Kovar, Holes, Husbauer, Frydrych – Hitz, Dahoud, Weigl, Bruun Larsen

Tore: 0:1 Hakimi (35., Brandt), 0:2 Hakimi (89., Brandt) Chancen: 7:7 (Halbzeit 3:3), Ecken: 6:2 (2:2) Schiedsrichter: Kuipers (Niederlande), Gelbe Karten: Sevcik, Hovorka – Piszczek Zuschauer: 19.317 (ausverkauft), Wetter: regnerisch, 10 Grad

Quelle: BVB.de, Bericht Boris Ruppert und Timo Lammert

BVB - FC Barcelona 0:0

 


1. Spieltag

Es fehlte nicht viel: BVB mit Remis gegen Barcelona.

Borussia Dortmund ist mit einem Unentschieden gegen den FC Barcelona in die Champions-League-Saison gestartet und hat damit zum Auftakt ein dickes Ausrufezeichen nur knapp verpasst. Eine in Durchgang zwei spektakuläre Partie endete mit 0:0 (0:0).

Vor 66.099 Besuchern im ausverkauften Signal Iduna Park war der BVB mindestens gleichwertig und kam in seinen starken Phasen mehrfach gefährlich vor das Tor von Spaniens Meister, vergab aber in der 56. Minute einen Foulelfmeter, als Reus an ter Stegen scheiterte. Der eingewechselte Brandt traf zudem die Latte (77.).

Ausgangslage:
Erstmals seit 1998 und erst zum zweiten Mal insgesamt trafen beide Klubs aufeinander. Beide waren im Vorjahr an einem Finalisten gescheitert: der BVB an Tottenham, Barca an Liverpool. Die Borussen hatten ihre drei bisherigen Pflichtspiele in dieser Saison vor eigenem Publikum gewonnen (2:0 gegen Bayern München, 5:1 gegen Augsburg, 4:0 gegen Leverkusen), während Barcelona auswärts noch sieglos war (0:1 in Bilbao, 2:2 in Osasuna).

Personalien:
Hazard ersetzte Brandt in der Startelf – das war der einzige Wechsel im Vergleich zur Ligapartie am Samstag. Im 18er-Kader fehlten die verletzten Piszczek, Schulz und Morey – sowie Hitz. Für ihn rückte Jonas Hupe aus der U23 als zweiter Torhüter auf der Bank, da die weiteren Torhüter Unbehaun und Oelschlägel ebenfalls verletzt fehlten. Bei Barca saß Messi auf der Bank.

Taktik:
Borussia wechselte zwischen hohem Pressing, an dem sich neben den Offensivspielern sogar noch Delaney beteiligte, und abwartendem Abwehrverhalten in der eigenen Hälfte, wenn man Barca erst zehn Meter hinter der Mittellinie attackierte. In diesen Momenten ließ man den Gegner kombinieren, aber nicht in torgefährliche Räume kommen. Barcelona agierte in einer 4-3-3-Grundordnung, im Aufbau mit einer Dreierkette: Entweder ließ sich Busquets zwischen die beiden Innenverteidiger fallen, oder nur einer der beiden Außenverteidiger rückte auf. Der BVB kreierte aus einer 4-2-3-1-Grundordnung (gegen den Ball 4-4-2) immer wieder Umschaltmomente.

Spielverlauf & Analyse:
Mutig wollten die Borussen sein, wenn sie in Ballbesitz kamen. Schließlich hatte der Gegner in seinen zurückliegenden vier Partien immer zwei Gegentreffer hinnehmen müssen. In der stärksten Phase der ersten Halbzeit, zwischen der 25. und 40. Minute, sprangen zweieinhalb gute Gelegenheiten heraus. Hazard zog bei der dicksten Chance von der linken Seite nach innen und steckte zum in den Strafraum einlaufenden Reus durch. Der Kapitän zog sofort mit links ab, doch Torwart ter Stegen parierte stark mit dem Fuß (25.). Sechs Minuten später köpfte Hummels einen Reus-Freistoß nur knapp über das Gehäuse. Und schließlich war es Sancho, der nach einem schnellen Konter über Reus den Ball von Alcácer zentral am Strafraum aufgelegt bekam, aber verzog (39.) Diszipliniert und konzentriert arbeitete die Defensive, und wenn sich doch mal eine Lücke auftat, war es meist Hummels, der als Fels in der Brandung unüberwindbar schien. Er war es auch, der Barcas beste Gelegenheit in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einer Ecke kurz vor der Torlinie klärte.

Fehlten dem interessanten Spiel im ersten Durchgang noch die spektakulären Torraumszenen, waren diese mit Beginn des zweiten Durchgangs zu sehen: Zunächst war Bürki gegen Suarez gefordert, dann hatte Alcácer eine Freistoßsituation, die wie für ihn gemacht schien: exakt 20,5 Meter zentral vor dem Tor. Doch der Ball landete in der Mauer (51.). Drei Minuten später köpfte Delaney eine Freistoßflanke (Guerreiro) knapp am linken Pfosten vorbei. Reus verschießt Elfmeter, Brandt an die Latte Und dann gab’s Elfmeter: Semedo hatte gegen Sancho auf der Grundlinie das Bein stehen lassen. Reus trat an, schoss in die vom Torwart aus gesehen linke Ecke, doch ter Stegen hatte das geahnt, wehrte ab und war auch zur Stelle, als Reus zum Nachschuss eilte (56.). Der Elfmeter hätte allerdings wiederholt werden müssen: ter Stegen stand mit beiden Füßen vor der Linie, als Reus schoss – und verschaffte sich damit den entscheidenden Vorteil. Reus versuchte, seinen Fehlschuss wett zu machen. Doch sein Schuss in der 64. als auch sein Kopfball in der 66. Minute wurden zur Ecke geklärt, und als Alcácer wie am Samstag durchließ, verfehlte der Kapitän heute das Ziel (75.). Drei Minuten später scheiterte er aus kurzer Distanz am Torwart. Sekunden zuvor hatte der eingewechselte Brandt aus 20 Metern mit einem satten Schuss die Latte getroffen! Was für Chancen! Barcelona nach BVB-Drangphase am Drücker 14:5 Torschüsse standen zu diesem Zeitpunkt zu Buche. Bei Barca waren Messi und Rakitic neu im Spiel. Ein offensives Zeichen, um die unter Druck stehende Abwehr zu entlasten? Tatsächlich konnte sich der Gegner nach der 80. Minute wieder befreien, in der Schlussphase selbst Druck aufbauen und kam tatsächlich durch Messi mit der letzten Aktion des Spiels zu einer gefährlichen Aktion, die Delaney klärte.

Ausblick:
In der Liga muss der BVB am Sonntag (18 Uhr) bei Eintracht Frankfurt ran. Das nächste Heimspiel wird am Samstag darauf (28. September) um 18.30 Uhr gegen Werder Bremen angepfiffen.

Teams & Tore
Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel, Delaney – Sancho, Reus, Hazard (73. Brandt) – Alcácer (87. Bruun Larsen)

FC Barcelona: ter Stegen – Semedo, Piqué, Lenglet, Jordi Alba (40. Roberto) – Busquets (60. Rakitic) – de Jong, Arthur – Fati (59. Messi), Suarez, Griezmann Bank: Hupe, Zagadou, Dahoud, Götze, Weigl, Bruun Larsen – Neto, Todibo, Vidal, Pérez

Tore: keine Bes. Vork.: Reus scheitert mit Foulelfmeter (Semedo an Sancho) an ter Stegen (56.) Chancen: 8:3 (Halbzeit 2:1), Ecken: 3:8 (0:5) Schiedsrichter: Hategan (Rumänien), Gelbe Karten: Delaney, Hazard – Pique, Semedo, Rakitic Zuschauer: 66.099 (ausverkauft), Wetter: trocken, 11 Grad

Quelle: BVB.de, Bericht Boris Ruppert

Road to Istanbul

 

Borussia Dortmund startet mit einem Heimspiel gegen den FC Barcelona in die UEFA Champions League 2019/20. Die Entscheidung über den Einzug ins Achtelfinale fällt am 10. Dezember: dann hat der BVB Slavia Prag zu Gast.

1. Spieltag: Dienstag, 17. September
18:55 Inter Mailand – Slavia Prag
21:00 Borussia Dortmund – FC Barcelona


2. Spieltag, Mittwoch, 2. Oktober
18:55 Slavia Prag – Borussia Dortmund
21:00 FC Barcelona – Inter Mailand


3. Spieltag, Mittwoch, 23. Oktober
21:00 Inter Mailand – Borussia Dortmund
21:00 Slavia Prag – FC Barcelona


4. Spieltag, Dienstag, 5. November
18:55 FC Barcelona – Slavia Prag
21:00 Borussia Dortmund – Inter Mailand


5. Spieltag, Mittwoch, 27. November
21:00 FC Barcelona – Borussia Dortmund
21:00 Slavia Prag – Inter Mailand


6. Spieltag, Dienstag, 10. Dezember
21:00 Borussia Dortmund – Slavia Prag
21:00 Inter Mailand – FC Barcelona

Quelle: BVB.de

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