BVB International
Champions League 2019/2020

Barcelona - BVB 3:1

 


5. Spiel

Messi ist nicht zu fassen.

Borussia Dortmund hat am 5. Spieltag der UEFA Champions League bei Tabellenführer FC Barcelona mit 1:3 (0:2) verloren. Weltstar Lionel Messi war nicht auszuschalten und an allen drei Toren beteiligt. Jadon Sancho erzielte den Treffer für den BVB.

Nur wenige der 96.636 Plätze waren leer geblieben. Das unterstrich auch optisch den Stellenwert dieser Begegnung, in der Borussia in der ersten Minute beinahe in Führung gegangen wäre, doch Umtiti klärte auf der Torlinie gegen Schulz, der zudem in der 23. Minute frei vor ter Stegen auftauchte, aber überhastet abschloss. Mit einem Doppelschlag innerhalb von vier Minuten zog das überlegen und ballsicher auftretende Barca zwischen der 29. und 34. Minute durch Treffer von Messi und Suarez auf 2:0 davon. Danach nahmen die Katalanen den Fuß vom Gas, Borussia war gut im Spiel, hätte durch Brandt verkürzen können (60.), ließ sich dann aber auskontern: Griezmann mit dem 3:0 (67.). Zehn Minuten später verkürzte Sancho auf 1:3, kurz vor dem Ende lenkte ter Stegen einen Schuss des Engländers an die Latte.

Ausgangslage:
Zum ersten Mal waren sich beide Klubs in einem europäischen Wettbewerb zugelost worden. Spaniens amtierender Meister ging als hoher Favorit in diese Begegnung, hatte er doch keines der zurückliegenden 34 Champions-League-Heimspiele verloren, 30 davon gewonnen. Borussia blickte auf bisher nur einen Auswärtssieg in Spanien zurück (Oktober 1996, 1:0 bei Atlético Madrid). Das Hinspiel in Dortmund endete 0:0.

Personalien:
Der BVB war ohne Alcácer (Magen-Darm-Infekt), Delaney (Bänderriss im Sprunggelenk) und Bruun Larsen (Knieprobleme) nach Barcelona gereist und trat gegenüber dem jüngsten 3:3 in der Liga gegen Paderborn mit drei Änderungen in der Startelf an: Akanji, Hakimi und Brandt ersetzten Dahoud, Sancho und Alcácer.

Taktik:
Weigl rückte wieder ins Mittefeld an die Seite von Witsel. Piszczek und Hakimi auf der rechten sowie Schulz und Guerreiro auf der linken Seite bildeten ein Tandem, so dass die defensiven Außenpositionen im Spiel gegen den Ball doppelt besetzt werden konnten. Nach vorne ging es dann bevorzugt über die rechte Seite, über den pfeilschnellen Hakimi im Zusammenspiel mit Reus sowie Brandt, der die Position in der Angriffsspitze bekleidete. Barca begegnete dem 4-2-3-1 der Borussen in der gewohnten 4-3-3-Grundordnung mit nur einem Sechser (Busquets) sowie fünf offensiv orientierten Akteuren: Rakitic und Frenkie de Jong auf den Halbpositionen im Mittelfeld sowie Messi, Suarez und Dembélé im Sturm. Zudem schalteten sich die Außenverteidiger, vor allem Firpo auf der linken Seite, permanent ins Angriffsspiel ein. Nach Balleroberung ging es blitzschnell und vor allem kombinationssicher nach vorn. Und diese Balleroberungen erzwangen die Katalenen durch hohes Pressing, aus dem sich der BVB spielerisch nicht befreien konnte.

Spielverlauf & Analyse:
Pünktlich um 21:00 Uhr eröffnete Schiedsrichter Clement Turpin aus Frankreich das Duell der beiden Führenden der Champions League Gruppe F. Es dauerte keine 60 Sekunden, bis der BVB nach einem Fehler von Ivan Rakitic die erste Torchance hatte. Julian Brandt eroberte den Ball, spielte auf Achraf Hakimi, der von der Torauslinie Nico Schuld bediente. Die Katalanen konnten aber zwei Mal gegen den deutschen Nationalspieler klären, sodass dem BVB der frühe Führungstreffer verwehrt blieb. Nach anfänglicher Defensivlücken fand der FC Barcelona in der Anfangsphase besser in das Spiel und ließ den Ball um den Dortmunder Strafraum pendeln. Schwarzgelb stand defensiv kompakt, doppelte die offensiven Außenspieler und war im Zentrum präsent. Die Spanier hatten über 70 Prozent Ballbesitz, aber nach einer Viertelstunde noch keine Torchance zu verzeichnen. Der BVB schaffte es, sich etwas zu befreien und selbst mit längeren Ballbesitzphasen auch am Offensivspiel teil zu nehmen.

Knappe 20 Minuten dauerte es, bis BVB-Torwart Roman Bürki das erste Mal hinter sich greifen musste. Nach Zuspiel von Lionel Messi überwand Luis Suarez den Schweizer, doch Schiedsrichter Turpin erkannte zu Recht eine Abseitsposition und ließ den Treffer folgerichtig nicht zählen. Auf der anderen Seite tauchte Schulz nach Hakimis Zuspiel völlig frei vor ter Stegen auf, schoss aber zu überhastet und damit zu unpräzise aufs Tor (23.). Hinnehmen musste der BVB in der 29. Minute dann den ersten Gegentreffer. Erneut war es Messi, der Suarez in Szene setzte. Der Uruguayer stand diesmal nicht im Abseits und überwand Bürki im BVB-Tor aus kurzer Distanz. Und auch in der Folge ging es weiter turbulent im Dortmunder Strafraum zu: Nach einem Fehlpass im Aufbau erzielte Lionel Messi nach Zuspiel von Suarez nur vier Minuten später den Treffer zum 2:0.

BVB-Trainer Lucien Favre wechselte zur Halbzeitpause einmal aus. Jadon Sancho ersetzte Nico Schulz auf der linken Offensivseite. Die erste Chance im zweiten Durchgang gehörte den Gastgebern. Griezmann scheiterte per Direktabnahme an Bürki in der 46. Spielminute. Auch fünf Minuten später klärte der Schweizer in höchster Not gegen Messi, der zuvor vier Dortmunder aussteigen ließ. Die Gastgeber wollten das Spiel früh entscheiden, doch auch der BVB wurde offensiv mutiger und ließ sich nicht mehr so stark in die eigene Hälfte drängen. Sancho brachte mehr Offensivqualität auf den Platz. Der junge Engländer öffnete Räume für seine Mitspieler, die von den Lücken profitierten. Nach einer guten Stunde spielte Sancho einen Steckpass auf Julian Brandt, der aber am herausragend reagierenden Marc-André ter-Stegen scheiterte. Mitten in die beste Dortmunder-Phase erzielte Antoine Griezmann das 3:0 für den FC Barcelona. Erneut war es Lionel Messi, der seinen französischen Mannschaftskollegen in der 67. Spielminute bediente. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt praktisch entschieden. Der BVB war im zweiten Durchgang mindestens gleichwertig, verpasste es aber zunächst, klare Torchancen herauszuspielen.

Eine Viertelstunde vor dem Ende traf der starke Lionel Messi mit einem Freistoß aus spitzem Winkel die Querlatte. In der gleichen Spielminute wechselte Lucien Favre das zweite Mal aus. Dan-Axel Zagadou ersetzte Lukas Piszczek – der BVB agierte ab diesem Moment mit einer Dreierkette. In der 77. Spielminute belohnten sich die Borussen mit dem Anschlusstreffer zum 1:3. Jadon Sancho traf von der Strafraumkante aus halbrechter Position. Die Schwarzgelben hatten es jetzt eilig, drängten den FC Barcelona in die eigene Hälfte. Über 70 Prozent Ballbesitz in dieser Phase bestätigen den äußeren Eindruck. Die Katalanen kamen kaum zu Entlastung, der BVB wollte es nochmal wissen. Lucien Favre brachte mit Mario Götze für Julian Weigl eine weitere Offensivkraft. Allen ter Stegen war es zu verdanken, dass der BVB in der Schlussphase nicht mehr näher rankam. Nach einer sehenswerten Kombination lenkte der deutsche Nationalspieler Sanchos Schuss in der 87. Spielminute an die Latte. Da Inter Mailand im Parallelspiel bei Slavia Prag gewann, rutschte der BVB auf den dritten Rang der Gruppe F ab.

Ausblick: Bereits am Samstag steht das nächste Auswärtsspiel an: Dann muss der BVB im Kampf um Bundesligapunkte bei Hertha BSC ran. Anstoß im Berliner Olympiastadion ist um 15.30 Uhr.

Teams & Tore
FC Barcelona: ter Stegen – Sergi Roberto, Umtiti, Lenglet, Firpo – F. de Jong, Busquets, Rakitic (78. Vidal) – Messi, Suarez (90.+1, Wagué), Dembélé (26. Griezmann)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek (76. Zagadou), Akanji, Hummels, Guerreiro – Weigl (85. Götze), Witsel – Hakimi, Reus, Schulz (46. Sancho) – Brandt Bank: Neto, Todibo, Arthur, Fati – Hitz, Dahoud, Hazard, Schmelzer

Tore: 1:0 Suarez (29., Messi), 2:0 Messi (33., Suarez), 3:0 Griezmann (67., Messi), 3:1 Sancho (77., Brandt) Chancen: 8:4 (Halbzeit 4:2), Ecken: 1:0 (1:0) Schiedsrichter: Turpin (FRA), Gelbe Karten: Messi, Busquets – Guerreiro Zuschauer: 90.071, Wetter: trocken, 14 Grad

Quelle: BVB.de, Bericht Boris Ruppert und Timo Lammert

BVB - Mailand 3:2

 


4. Spiel

Hakimi krönt grandiose Aufholjagd mit dem 3:2-Siegtreffer.

Borussia Dortmund hat sich am 4. Spieltag der UEFA Champions League mit einem 3:2 (0:2)-Erfolg über Inter Mailand wieder in eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale gebracht. In einer spektakulären Aufholjagd machte der BVB einen 0:2-Pausenrückstand wett. Julian Brandt und Doppeltorschütze Achraf Hakimi sorgten mit ihren Treffern für einen großen Fußballabend.

66.099 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park erlebten einen Champions-League-Abend mit dem ganz großen Happy-End. Schon in der ersten Halbzeit machte der BVB ein gutes Spiel, fing sich aber zwei unnötige Tore zum 0:2, verpasste auf der anderen Seite selbst zwei Hochkaräter. In der zweiten Hälfte spielte Borussia auf die Südtribüne und kam durch Hakimi (51.) und Brandt (64.) zum Ausgleich. In der 77. Minute gelang dem überragenden Hakimi sogar das 3:2.

Ausgangslage:
Inter hatte das Hinspiel vor drei Wochen mit 2:0 gewonnen und nach Punkten mit dem BVB gleichgezogen. Mit vier Zählern aus den ersten drei Partien und einer ausgeglichenen Bilanz (ein Sieg, ein Remis, eine Niederlage) ging Borussia in diese richtungsweisende Partie. „Wir können die Tabelle lesen“, hatte Julian Brandt vor der Begegnung geäußert.

Personalien: Drei Tage nach dem Ligaspiel gegen Wolfsburg (3:0) veränderte Favre seine Startelf auf fünf Positionen. Bürki, Schulz, Witsel, Sancho und Götze begannen anstelle von Hitz (Rückenbeschwerden), Piszczek, Guerreiro, Dahoud (alle Bank) sowie Reus (Sprunggelenk).

Taktik:
Im Gegensatz zum Hinspiel (3-4-3) startete der BVB in der gewohnten 4-2-3-1-Grundordnung mit Hakimi und Schulz auf den Außenpositionen der Viererkette. Sie wurden im Aufbau sofort angelaufen von Biraghi bzw. Candreva, die wiederum einrückten in den Abwehrverband, wenn Borussia die Mittellinie überschritten hatte. Inter defensiv also in einer 5-3-2-Formation. Offensiv wechselten die Italiener in ein 3-1-4-2.

Spielverlauf & Analyse:
Schlechter hätte das Spiel nicht beginnen können: Nach einem Befreiungsschlag von Candreva rechts am eigenen Strafraum rutschte Akanji auf Höhe des Mittelkreises im Kopfballduell mit Martinez weg. Der Argentinier, schon im Hinspiel nach einem schnellen Durchbruch Schütze des 1:0, hatte praktisch freie Bahn, denn Hummels konnte mit einer solchen Entwicklung nicht rechnen und somit Martinez nicht entscheidend folgen. Der blieb vor dem Tor eiskalt und schoss nach vier gespielten Minuten unhaltbar zum 0:1 ein.

Nach gut zehn Minuten hatte sich der BVB von diesem Schock erholt, startete strukturierte, schnelle Angriffe auf das Tor der Italiener – und hätte früh zum Ausgleich kommen können. Nach Brandts Verlagerung auf den rechten Flügel legte der stürmende Außenverteidiger Hakimi quer auf Götze, der den Ball technisch stark verarbeitete und aus der Drehung sofort abschloss. Torwart Handanovic verhinderte jedoch das 1:1. Den Abpraller köpfte Schulz links am Gehäuse vorbei. Dortmund drückte, Inter konterte, setzte immer wieder Nadelstiche, traf in Person von Lukaku den Pfosten. Ein Treffer hätte aber nicht gezählt – Abseits in der 23. Minute. 71% Ballbesitz, 55% gewonnene Zweikämpfe, aber 3:4 Torschüsse lauteten die Zahlen in dieser Phase des Spiels, dem Hakimi seinen Stempel aufdrückte. Der Marokkaner bekleidete praktisch zwei Positionen. Fast alle Angriffe liefen über ihn. Der BVB war gut im Spiel. Erzwang Ballverluste des Gegners im Aufbau: Hazard fing einen Aufbaupass ab und kam im Doppelpass mit Brandt zum Abschluss. Sein Schuss war dann aber nicht platziert, nicht wuchtig genug, um Handanovic vor ernsthafte Probleme zu stellen (35.).

In einer Phase, als Inter versuchte, das Spiel zu beruhigen, fiel das 0:2. Brozovic wurde im Aufbau nicht energisch genug von Götze und Brandt attackiert, konnte so auf die linke Seite spielen zu Martinez. Der verlagerte auf Höhe der Mittellinie das Spiel auf rechts zu Candreva, der völlig freie Bahn hatte, zurücklegte auf Vecino, der aus 13 Metern platziert ins linke Eck traf (40.). Noch vor der Pause hätte der BVB zum Anschluss kommen und seine Aktien verbessern können. Handanovic klärte überragend gegen Sancho, der Schulz‘ Hereingabe Richtung Torwinkel gebracht hatte (45.), Witsel verfehlte das Tor aus 18 Metern um wenige Zentimeter (45.+1), und schließlich verpasste Hazard Götzes Hereingabe, die dennoch gefährlich wurde: Handanovic verhinderte mit Mühe und mit den Knien das 1:2. Obwohl die Mannschaft die erste Halbzeit mit 0:2 verloren hatte, wurde sie mit viel Applaus vor dem Anpfiff des zweiten Durchgangs begrüßt, der fünf Minuten später zu einem Jubel-Orkan wurde, als Hakimi Götzes Hereingabe zwar nicht richtig traf, die Kugel aber zum 1:2 über die Linie rutschte. Wenn Handanovic mit gezielten Aktionen schon nicht beizukommen war, dann eben auf unkonventionelle Weise. Brandt und Hazard hatten den Treffer eingefädelt.

Borussia entfachte nun einen Dauerdruck. Mailand wankte, fiel aber noch nicht, auch weil Witsel eine von Brandt mit dem Kopf verlängerte Hazard-Flanke links am Fünfmetereck haarscharf verpasste (55.). In der 64. Minute kam Alcácer für den starken Götze. Keine fünf Sekunden auf dem Platz fing der Spanier einen Einwurf von Candreva ab, passte direkt auf Brandt, der von links in den Strafraum lief und aus spitzem Winkel zum 2:2 einschoss.

Und weiter ging’s. Alcácer verpasste Hakimis Hereingabe haarscharf (65.), Witsel köpfte eine Brandt-Flanke um wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei (68.). Der BVB blieb dran. In der 77. Minute kam Hakimi mal wieder über rechts, spielte Doppelpass mit Sancho und traf aus halbrechter Position flach unten zum 3:2 – sein vierter Treffer in diesem Wettbewerb.

Acht Minuten vor dem Ende musste Sancho verletzt runter. Piszczek kam, Hakimi rückte eine Position weiter nach vorn. Mailand versuchte nochmal alles, kam aber erst in der 90. Minute nochmal gefährlich zum Abschluss: Bürki begrub Sensis Schuss sicher unter seinem Körper.

Ausblick:
Die „englischen Wochen“ mit sieben Spielen in drei Wochen enden für den BVB am Samstag mit dem Spitzenspiel beim FC Bayern München. Anstoß in der Allianz-Arena ist um 18.30 Uhr.

Teams & Tore
Inter Mailand: Handanovic – Godin, de Vrij, Skriniar – Brozovic – Candreva, Gagliardini, Barella, Asamoah (80. Biraghi) – Lukaku (62. Esposito), Martinez

Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Hummels, Schulz – Witsel, Weigl – Sancho (82. Piszczek), Brandt, Hazard (88. Guerreiro) – Götze (64. Alcácer) Inter Mailand: Handanovic – Godin, de Vrij, Skriniar – Brozovic – Candreva, Vecino (68. Sensi), Barella, Biraghi (66. Lazaro) – Lukaku (73. Politano), Martinez Bank: Oelschlägel, Zagadou, Delaney, Dahoud – Padelli, Valero, Esposito, Bastoni

Tore: 0:1 Martinez (5., Candreva), 0:2 Vecino (40., Candreva), 1:2 Hakimi (51., Götze), 2:2 Brandt (64., Alcácer), 3:2 Hakimi (77., Sancho)) Eckstöße: 6:1 (Halbzeit 2:1), Chancenverhältnis: 8:4 (4:3) Schiedsrichter: Makkelie (Niederlande), Gelbe Karten: Hazard – Biraghi, Skriniar, Candreva Zuschauer: 66.099 (ausverkauft), Wetter: bedeckt, 7 Grad

Quelle: BVB.de, Bericht Boris Ruppert

Mailand - BVB 2:0

 


3. Spieltag

BVB verliert in Mailand mit 0:2.

Borussia Dortmund hat in der UEFA Champions League die erste Niederlage hinnehmen müssen. Am 3. Spieltag unterlag der deutsche Vizemeister beim Tabellenzweiten der italienischen Serie A, Inter Mailand, mit 0:2 (0:1). Beide Teams sind nun punktgleich.

Vor 65.673 Zuschauern im Giuseppe-Meazza-Stadion, darunter 4.400 Anhänger von Borussia Dortmund, ging Inter mit dem einzig gefährlich vorgetragenen Angriff der ersten Hälfte in Führung: Nach de Vrijs Pass aus dem Mittelkreis war Martinez plötzlich frei vor Bürki und traf in der 22. Minute zum 1:0. Sancho scheiterte kurz vor der Pause an Torwart Handanovic, ebenso wie Brandt mit einem abgefälschten Schuss nach dem Seitenwechsels (64.). In der Schlussphase machte der BVB richtig Druck, „überstand“ zunächst eine Elfmeterszene (Bürki parierte gegen Martinez, 82.), fing sich in der 89. Minute jedoch einen Konter zum 0:2 durch Candeva.

Ausgangslage:
Erstmals seit 25 Jahren und zum erst dritten Mal insgesamt trafen beide Klubs im Europapokal aufeinander. Die Bilanz sprach mit zwei Siegen und einem Remis knapp für die Italiener; das letzte Duell, im März 1994, hatte der BVB jedoch in San Siro mit 2:1 für sich entscheiden können. Der BVB war mit einem Sieg (in Prag) und einem Remis (gegen Barcelona) in den Wettbewerb gestartet, Inter wies nach zwei Spieltagen erst einen Punkt aus, den man mit einem Treffer in der Nachspielzeit gegen Prag gesichert hatte.

Personalien:
Wieder mit Götze und Sancho, dafür ohne den gesundheitlich angeschlagenen sowie die verletzten Alcácer (muskuläre Probleme in der Wade) und Schmelzer (Zerrung im rechten Hüftbeuger) nach Mailand geflogen. Bürki (Kapselzerrung im Knie) bestand am Vorabend den Härtetest und konnte spielen. Gegenüber dem 1:0 am Samstag in der Liga gegen Gladbach gab eine Änderung in der Startelf: Sancho ersetzte Reus. Hummels führte den BVB erstmals seit 1250 Tagen als Kapitän auf den Rasen.

Taktik:
Favre reihte sein Team erstmals in einer 3-4-3-Formation auf. Hummels, Weigl und Akanji bildeten die Dreierkette, die bei Mailänder Ballbesitz fallweise durch Schulz (links) und/oder Hakimi (rechts) zu einer Vierer- oder Fünferkette erweitert wurde. Witsel und Delaney besetzten wie gewohnt das zentral defensive Mittelfeld, vorne stürmten Sancho (rechts), Brandt (zentral) und Hazard (links). Inter agierte ebenfalls mit Dreierkette und zwei echten Spitzen: Akanji übernahm Martinez, Hummels hatte es weitgehend mit Lukaku zu tun. Im Mailänder Mittelfeld gab es mehrere Varianten: Gagliardini rückte häufig von halbrechts auf die rechte Seite, Candreva schob sich dann ein gutes Stück nach vorn, Brozovic rückte zentral nach. Knapp 20 Minuten vor dem Ende stellte Favre mit der Einwechselung von Bruun Larsen für Akanji um auf Viererkette (Hakimi, Weigl, Hummels, Schulz) und 4-2-3-1-Grundordnung mit Brandt auf der „10“ und Bruun Larsen in der Spitze.

Spielverlauf & Analyse:
Die Borussen machten in der ersten Viertelstunde einen stabilen Eindruck, offensiv fehlte es aber an nennenswerten Aktionen. Inter nutzte die erste Chance der Partie zum 1:0-Führungstreffer. Innenverteidiger de Vrij spielte einen Ball hinter die BVB-Abwehrreihe auf Stürmer Martinez, der aus kurzer Distanz zum 1:0 traf. Schulz hob das Abseits auf.

Bis zum ersten Torabschluss auf Borussen-Seite mussten die 4.500 mitgereisten Fans eine knappe halbe Stunde warten. Sancho tanzte auf dem linken Flügel Godin aus legte zurück auf Witsel, der aber aus gut 25 Metern das Tor verfehlte. In der Folge blieb es eine Partie ohne große Szenen. Der BVB hatte zwar mehr Ballbesitz, spielte aber ohne Durchschlagskraft im Angriffsdrittel. Erst in der Nachspielzeit wurde es gefährlich für das Tor von Mailand. Nach feinem Steilpass von Brandt zog Sancho aus spitzem Winkel flach ab, aber Handanovic parierte mit einem starken Reflex zur Seite.

Mit zunächst unverändertem Personal ging der BVB in die zweiten 45 Minuten. Die erste Gelegenheit nach dem Wiederanpfiff gehörte den Gastgebern. Jedoch ging der Drehschuss von Candreva nach Vorarbeit von Brozovic über das Tor. Die Schwarzgelben zeigten zunächst nur in Ansätzen, was sie an diesem Abend nach vorne hätten bringen können. Die Angriffe waren immer ein Stück weit zu kompliziert und zu durchsichtig. Nicht oft gelang es der BVB-Offensive, hinter die Kette zu kommen, wie Hakimi nach Zuspiel von Hazard in der 62. Spielminute. Ebenso fehlte es an Abschlüssen – Inters Torwart Handanovic war fast beschäftigungslos, musste in der 64. Minute einmal stark reagieren gegen Brandt, der es aus der Distanz versuchte. Der Schuss war von de Vrij abgefälscht worden. Inter schaffte es, das Spiel weit vom eigenen Tor weg zu halten. Favre reagierte und brachte für Delaney nach etwas über einer Stunde Dahoud. Der BVB griff nun höher an, erhöhte das Risiko und schaffte es, mehr Tempo in die Partie zu bringen. Eine Viertelstunde vor dem Ende ersetzte Bruun Larsen Akanji –Favre ging nun volles Risiko. Und schon brannte es lichterloh im Mailänder Strafraum. Nach Vorarbeit von Hazard scheiterte Sancho aus kurzer Distanz nur an Brozovic, der auf der Linie klären konnte. In dieser Phase setzte Inter einen Konter über den eingewechselten Espositio, der im Strafraum nur durch ein Foul von Hummels gestoppt werden konnte. Den fälligen Strafstoß von Martinez hielt Bürki und damit auch seine Mannschaft damit im Spiel. Als der BVB aber dann mit allen Männern in der gegnerischen Hälfte agierte und der ebenfalls eingewechselte Guerreiro den Ball verlor, setzte Inter den entscheidenden Konter. Candreva überwand Bürki in der 89. Spielminute zum 2:0 für die Italiener.

Ausblick:
Das Rückspiel zwischen beiden Teams wird in knapp zwei Wochen, am 5. November, um 21 Uhr im Signal Iduna Park angepfiffen. Bis dahin richten sich die Blicke auf die Liga: Am Samstag (Anstoß 15.30 Uhr) steht der erste Saisonhöhepunkt an, wenn der BVB beim FC Schalke 04 antritt.

Teams & Tore
Inter Mailand: Handanovic – Godin, de Vrij, Skriniar – Brozovic – Candreva, Gagliardini, Barella, Asamoah (80. Biraghi) – Lukaku (62. Esposito), Martinez

Borussia Dortmund: Bürki – Akanji (73. Bruun Larsen), Weigl, Hummels – Hakimi, Witsel, Delaney (65. Dahoud), Schulz – Sancho, Brandt, Hazard Bank: Padelli, Politano, Lazaro, Valero, Bastoni – Hitz, Zagadou, Götze, Guerreiro, Piszczek,

Tore: 1:0 Martinez (22., de Vrij), 2:0 Candreva (89., Brozovic) Bes. Vork.: Bürki pariert Foulelfmeter (Hummels an Martinez) gegen Martinez (82.) Chancen: 5:3 (Halbzeit 1:1), Ecken: 2:4 (0:2) Schiedsrichter: Taylor (England), Gelbe Karten: Brozovic, Barella, Godin, Candreva – Weigl, Hummels Zuschauer: 65.673, Wetter: trocken, 17 Grad

Quelle: BVB.de, Bericht Boris Ruppert und Timo Lammert

Slavia Prag - BVB 0:2

 


2. Spieltag

Bürkis Paraden und Hakimis Tore: BVB siegt in Prag.

Borussia Dortmund hat sich mit einem 2:0 (1:0)-Auswärtssieg bei Slavia Prag in eine gute Ausgangsposition für die beiden anstehenden Vergleiche mit Inter Mailand in der Gruppenphase der UEFA Champions League gebracht. Matchwinner gegen einen starken Gegner war Doppeltorschütze Achraf Hakimi.

Es war ein interessantes, offenes Spiel mit vielen Torszenen. Bürki verhinderte in Durchgang eins mit zwei Glanztaten einen möglichen Rückstand, Hakimi verwertete mit einer überragenden Einzelleistung eine von mehreren guten Möglichkeiten der Schwarzgelben in der 35. Minute zum 0:1. Unmittelbar nach der Pause hätte Sancho auf 0:2 stellen können, doch er scheiterte bei seinem Alleingang am Torwart. So blieb Slavia im Spiel und am Drücker, ehe Hakimi mit seinem zweiten Kontertor dem Zittern ein Ende bereitete. Abermals kam das Zuspiel von Brandt.

Ausgangslage:
Tschechiens Meister war in den vorangegangenen 24 Pflichtspielen ungeschlagen geblieben und hatte zum Champions-League-Auftakt 1:1 bei Inter Mailand gespielt. Borussia hatte keins der bisherigen drei Gastspiele in Prag verloren und war dabei ohne Gegentor geblieben.

Personalien:
Neben Schulz fehlte auch Alcácer wegen einer leichten Reizung der Achillessehne. Gegenüber dem 2:2 in der Liga gegen Bremen gab es drei Änderungen in der Startelf: Hummels, Guerreiro und Brandt rückten für Weigl, Hazard und Götze (alle Bank) ins Team

Taktik:
Beide Mannschaften begegneten sich in einer 4-2-3-1-Systematik, die allerdings sehr flexibel angewandt wurde. Beispielhaft das Positionsspiel von Prags Olayinka auf der linken Seite. Bei Dortmunder Ballbesitz orientierte er sich weit nach innen, um gemeinsam mit Boril, dem Linksverteidiger, Sancho zu attackieren. Rechts erweiterte Masopust die Viererkette zu einer Sechserkette – hier, um im Verbund mit Coufal Hakimi zu „doppeln“. Offensiv wiederum rückte Olayinka bei Ballbesitz ganz nach vorn auf und ein Stück nach innen. Beim BVB übernahm Brandt die Position in der Spitze, interpretierte sie jedoch sehr variabel, wie das gesamte Mittelfeld immer wieder den Weg „zwischen die Linien“ suchte und schwer zu packen war für den Gegner.

Spielverlauf & Analyse:
Borussia Dortmund erwischte einen guten Start in die Partie. Zwei Minuten waren vergangen, da konnten die Schwarzgelben bereits zwei gefährliche Eckbälle verzeichnen. Vorangegangen waren zwei Angriffe über die rechte Offensivseite mit Jadon Sancho und Lukasz Piszczek, die jeweils geklärt werden konnten. Insgesamt agierten die Dortmunder in den ersten Minuten durchaus druckvoll, Slavia überstand aber die erste Angriffswelle unbeschadet. Nach einer Viertelstunde wurde es dann erneut gefährlich für das Tor der Gastgeber. Nach einem Gewusel im Strafraum legte Sancho auf für Achraf Hakimi, der den Ball aus kurzer Distanz knapp am linken Pfosten vorbei schob.

Nach 20 Minuten aber musste Roman Bürki das erste Mal ernsthaft eingreifen: Prags Lukas Masopust lief allein auf den Schweizer zu, der in der Eins-gegen-eins-Situation aber der Sieger blieb. Und auch drei Minuten später, bei einem Freistoß von Nicolae Stranciu, war Bürki zu Stelle und entschärfte den Ball zur Ecke. Der BVB tat sich in dieser Phase schwer gegen tiefstehende Prager, die immer wieder auf Ungenauigkeiten zum Kontern lauerten. Den Borussen fehlte es in dieser Phase an Präzision im letzten Pass, und so stand man nach einer guten halben Stunde zwar bei rund 60 Prozent Ballbesitz, aber ohne weitere nennenswerte Abschlusssituationen. Dies nächste folgte dann aber in der 35. Spielminute: Julian Brandt schickte Hakimi über die rechte Seite, der zunächst Sevcik ins Leere laufen ließ, anschließend Torwart Kolar umkurvte und mit dem linken Fuß aus rund zehn Metern zum 0:1 einschoss. Das Führungstor tat den Borussen gut, und sie verdienten sich die Halbzeitführung, auch weil die Arbeit gegen den Ball besser funktionierte, Slavia sichtlich Probleme im Aufbauspiel hatte.

Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine. Wie schon zu Beginn des ersten Durchgangs gehörte die erste Gelegenheit nach Anpfiff dem BVB. Sancho lief allein auf Torwart Kolar zu, verstolperte aber den Ball und kam daher aus guter Position nicht zum ordentlichen Abschluss. Slavia ging im zweiten Durchgang mehr ins Risiko und schuf so auch mehr Räume für die BVB-Offensive. Die Borussia war um Spielkontrolle und Ballbesitz bemüht, doch Prag kam immer stärker auf. Tecl Schuss ans Außennetz war in der 52. Minute der Auftakt zu einer Drangphase der Gastgeber, die allerdings nur aus der Distanz zu gefährlichen Torschüssen kamen. Auf der anderen Seite war Hakimis Schuss aus spitzem Winkel die erste Abschlussaktion des BVB nach 35 Minuten (83.). Erst als er in der 89. Spielminute nach erneuter Vorarbeit Julian Brandt den Turbo zündete und Kolar im Prager Tor tunnelte, war das Spiel entschieden. Der gelernte Außenverteidiger belohnte sich für eine starke Leistung mit dem zweiten Tor und wurde nach dem Treffer durch Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou ersetzt. Ebenso brachte Lucien Favre noch Mario Götze, der in der Nachspielzeit sogar noch die Chance auf das 3:0 hatte.

Ausblick:
Am Samstag (15.30 Uhr) geht es für den BVB in der Liga weiter mit einem Auswärtsspiel beim Sport-Club Freiburg. Anschließend folgte die zweite „Länderspielpause“ der Saison.

Teams & Tore
Slavia Prag: Kolar – Coufal, Kudela, Hovorka, Boril – Sevcik, Soucek – Masopust (75. Zeleny), Stanciu (83. Skoda), Olayinka – Tecl (59. van Buren)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel, Delaney – Sancho (74. Hazard), Reus, Hakimi (90. Zagadou) – Brandt (90.+2 Götze) Bank: Kovar, Holes, Husbauer, Frydrych – Hitz, Dahoud, Weigl, Bruun Larsen

Tore: 0:1 Hakimi (35., Brandt), 0:2 Hakimi (89., Brandt) Chancen: 7:7 (Halbzeit 3:3), Ecken: 6:2 (2:2) Schiedsrichter: Kuipers (Niederlande), Gelbe Karten: Sevcik, Hovorka – Piszczek Zuschauer: 19.317 (ausverkauft), Wetter: regnerisch, 10 Grad

Quelle: BVB.de, Bericht Boris Ruppert und Timo Lammert

BVB - FC Barcelona 0:0

 


1. Spieltag

Es fehlte nicht viel: BVB mit Remis gegen Barcelona.

Borussia Dortmund ist mit einem Unentschieden gegen den FC Barcelona in die Champions-League-Saison gestartet und hat damit zum Auftakt ein dickes Ausrufezeichen nur knapp verpasst. Eine in Durchgang zwei spektakuläre Partie endete mit 0:0 (0:0).

Vor 66.099 Besuchern im ausverkauften Signal Iduna Park war der BVB mindestens gleichwertig und kam in seinen starken Phasen mehrfach gefährlich vor das Tor von Spaniens Meister, vergab aber in der 56. Minute einen Foulelfmeter, als Reus an ter Stegen scheiterte. Der eingewechselte Brandt traf zudem die Latte (77.).

Ausgangslage:
Erstmals seit 1998 und erst zum zweiten Mal insgesamt trafen beide Klubs aufeinander. Beide waren im Vorjahr an einem Finalisten gescheitert: der BVB an Tottenham, Barca an Liverpool. Die Borussen hatten ihre drei bisherigen Pflichtspiele in dieser Saison vor eigenem Publikum gewonnen (2:0 gegen Bayern München, 5:1 gegen Augsburg, 4:0 gegen Leverkusen), während Barcelona auswärts noch sieglos war (0:1 in Bilbao, 2:2 in Osasuna).

Personalien:
Hazard ersetzte Brandt in der Startelf – das war der einzige Wechsel im Vergleich zur Ligapartie am Samstag. Im 18er-Kader fehlten die verletzten Piszczek, Schulz und Morey – sowie Hitz. Für ihn rückte Jonas Hupe aus der U23 als zweiter Torhüter auf der Bank, da die weiteren Torhüter Unbehaun und Oelschlägel ebenfalls verletzt fehlten. Bei Barca saß Messi auf der Bank.

Taktik:
Borussia wechselte zwischen hohem Pressing, an dem sich neben den Offensivspielern sogar noch Delaney beteiligte, und abwartendem Abwehrverhalten in der eigenen Hälfte, wenn man Barca erst zehn Meter hinter der Mittellinie attackierte. In diesen Momenten ließ man den Gegner kombinieren, aber nicht in torgefährliche Räume kommen. Barcelona agierte in einer 4-3-3-Grundordnung, im Aufbau mit einer Dreierkette: Entweder ließ sich Busquets zwischen die beiden Innenverteidiger fallen, oder nur einer der beiden Außenverteidiger rückte auf. Der BVB kreierte aus einer 4-2-3-1-Grundordnung (gegen den Ball 4-4-2) immer wieder Umschaltmomente.

Spielverlauf & Analyse:
Mutig wollten die Borussen sein, wenn sie in Ballbesitz kamen. Schließlich hatte der Gegner in seinen zurückliegenden vier Partien immer zwei Gegentreffer hinnehmen müssen. In der stärksten Phase der ersten Halbzeit, zwischen der 25. und 40. Minute, sprangen zweieinhalb gute Gelegenheiten heraus. Hazard zog bei der dicksten Chance von der linken Seite nach innen und steckte zum in den Strafraum einlaufenden Reus durch. Der Kapitän zog sofort mit links ab, doch Torwart ter Stegen parierte stark mit dem Fuß (25.). Sechs Minuten später köpfte Hummels einen Reus-Freistoß nur knapp über das Gehäuse. Und schließlich war es Sancho, der nach einem schnellen Konter über Reus den Ball von Alcácer zentral am Strafraum aufgelegt bekam, aber verzog (39.) Diszipliniert und konzentriert arbeitete die Defensive, und wenn sich doch mal eine Lücke auftat, war es meist Hummels, der als Fels in der Brandung unüberwindbar schien. Er war es auch, der Barcas beste Gelegenheit in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einer Ecke kurz vor der Torlinie klärte.

Fehlten dem interessanten Spiel im ersten Durchgang noch die spektakulären Torraumszenen, waren diese mit Beginn des zweiten Durchgangs zu sehen: Zunächst war Bürki gegen Suarez gefordert, dann hatte Alcácer eine Freistoßsituation, die wie für ihn gemacht schien: exakt 20,5 Meter zentral vor dem Tor. Doch der Ball landete in der Mauer (51.). Drei Minuten später köpfte Delaney eine Freistoßflanke (Guerreiro) knapp am linken Pfosten vorbei. Reus verschießt Elfmeter, Brandt an die Latte Und dann gab’s Elfmeter: Semedo hatte gegen Sancho auf der Grundlinie das Bein stehen lassen. Reus trat an, schoss in die vom Torwart aus gesehen linke Ecke, doch ter Stegen hatte das geahnt, wehrte ab und war auch zur Stelle, als Reus zum Nachschuss eilte (56.). Der Elfmeter hätte allerdings wiederholt werden müssen: ter Stegen stand mit beiden Füßen vor der Linie, als Reus schoss – und verschaffte sich damit den entscheidenden Vorteil. Reus versuchte, seinen Fehlschuss wett zu machen. Doch sein Schuss in der 64. als auch sein Kopfball in der 66. Minute wurden zur Ecke geklärt, und als Alcácer wie am Samstag durchließ, verfehlte der Kapitän heute das Ziel (75.). Drei Minuten später scheiterte er aus kurzer Distanz am Torwart. Sekunden zuvor hatte der eingewechselte Brandt aus 20 Metern mit einem satten Schuss die Latte getroffen! Was für Chancen! Barcelona nach BVB-Drangphase am Drücker 14:5 Torschüsse standen zu diesem Zeitpunkt zu Buche. Bei Barca waren Messi und Rakitic neu im Spiel. Ein offensives Zeichen, um die unter Druck stehende Abwehr zu entlasten? Tatsächlich konnte sich der Gegner nach der 80. Minute wieder befreien, in der Schlussphase selbst Druck aufbauen und kam tatsächlich durch Messi mit der letzten Aktion des Spiels zu einer gefährlichen Aktion, die Delaney klärte.

Ausblick:
In der Liga muss der BVB am Sonntag (18 Uhr) bei Eintracht Frankfurt ran. Das nächste Heimspiel wird am Samstag darauf (28. September) um 18.30 Uhr gegen Werder Bremen angepfiffen.

Teams & Tore
Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel, Delaney – Sancho, Reus, Hazard (73. Brandt) – Alcácer (87. Bruun Larsen)

FC Barcelona: ter Stegen – Semedo, Piqué, Lenglet, Jordi Alba (40. Roberto) – Busquets (60. Rakitic) – de Jong, Arthur – Fati (59. Messi), Suarez, Griezmann Bank: Hupe, Zagadou, Dahoud, Götze, Weigl, Bruun Larsen – Neto, Todibo, Vidal, Pérez

Tore: keine Bes. Vork.: Reus scheitert mit Foulelfmeter (Semedo an Sancho) an ter Stegen (56.) Chancen: 8:3 (Halbzeit 2:1), Ecken: 3:8 (0:5) Schiedsrichter: Hategan (Rumänien), Gelbe Karten: Delaney, Hazard – Pique, Semedo, Rakitic Zuschauer: 66.099 (ausverkauft), Wetter: trocken, 11 Grad

Quelle: BVB.de, Bericht Boris Ruppert

Road to Istanbul

 

Borussia Dortmund startet mit einem Heimspiel gegen den FC Barcelona in die UEFA Champions League 2019/20. Die Entscheidung über den Einzug ins Achtelfinale fällt am 10. Dezember: dann hat der BVB Slavia Prag zu Gast.

1. Spieltag: Dienstag, 17. September
18:55 Inter Mailand – Slavia Prag
21:00 Borussia Dortmund – FC Barcelona


2. Spieltag, Mittwoch, 2. Oktober
18:55 Slavia Prag – Borussia Dortmund
21:00 FC Barcelona – Inter Mailand


3. Spieltag, Mittwoch, 23. Oktober
21:00 Inter Mailand – Borussia Dortmund
21:00 Slavia Prag – FC Barcelona


4. Spieltag, Dienstag, 5. November
18:55 FC Barcelona – Slavia Prag
21:00 Borussia Dortmund – Inter Mailand


5. Spieltag, Mittwoch, 27. November
21:00 FC Barcelona – Borussia Dortmund
21:00 Slavia Prag – Inter Mailand


6. Spieltag, Dienstag, 10. Dezember
21:00 Borussia Dortmund – Slavia Prag
21:00 Inter Mailand – FC Barcelona

Quelle: BVB.de

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