Die Bundesliga Begegnungen
Saison 2019/2020

Spieltage

13.Spieltag - Hertha BSC - BVB 1:2

 


13. Spieltag

Zehn Borussen erkämpfen einen 2:1-Sieg in Berlin.

Mit einem 2:1 (2:1)-Erfolg bei Hertha BSC feierte Borussia Dortmund am 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga endlich wieder einen Sieg und legte damit den Grundstein für die angestrebte Trendwende.

Jadon Sancho in der 15. und Thorgan Hazard in der 17. Minute erzielten mit einem Doppelschlag einen 2:0-Vorsprung. Nach Vladimir Daridas Anschlusstreffer war Hertha ab der 34. Minute wieder im Spiel und in der kompletten zweiten Hälfte in Überzahl, weil Mats Hummels die Gelb-Rote Karte sah (45.+1).

Ausgangslage:
Borussia hatte nur eins der vorangegangenen elf Pflichtspiele gegen Hertha verloren, von den jüngsten elf Saisonspielen in der Liga auch nur eins, war in diesem Zeitraum jedoch auch nur dreimal siegreich vom Platz gegangen. Die Berliner hatten ihre jüngsten vier Bundesliga-Spiele verloren.

Personalien:
Neben Alcácer (Infekt und Risswunde am Knie), Delaney (Bänderriss) und Bruun Larsen (Kniebeschwerden) fehlte auch Weigl (muskuläre Probleme). Neu in die Mannschaft kamen Zagadou, Sancho und Hazard für Schulz, Piszczek und Weigl.

Taktik:
Wie schon in der Schlussviertelstunde in Barcelona setzte Favre auf eine Dreierkette in der Abwehr mit Zagadou auf der linken, Akanji auf der rechten Seite sowie Hummels im Zentrum. Brandt rückte an die Seite zu Witsel. Flankiert wurden die beiden zentralen Mittelfeldspieler von Hakimi und Guerreiro an den Linien. Hazard übernahm im Dortmunder 3-4-3 die Position in der Angriffsmitte; leicht versetzt dahinter agierten Reus und Sancho. Der Engländer wurde von Herthas Stark in Manndeckung genommen, wenn er über die halblinke Seite kam. Die Berliner agierten ebenfalls mit einer Dreierkette, allerdings in einer 3-5-2-Ordnung mit zwei Spitzen (Selke und Lukebakio). Defensiv zentral spielte Skjelbred. Wolf erweiterte die Berliner Abwehr auf der rechten Seite häufig zu einer Viererkette. Nach Hummels‘ Platzverweis agierte der BVB im zweiten Durchgang in einer 4-4-1-Formation mit Hakimi, Akanji, Zagadou und Guerreiro in der Abwehr sowie Hazard, Brandt, Witsel und Sancho davor. Reus agierte als einzige Spitze.

Spielverlauf & Analyse:
Die Berliner gingen rustikal zur Sache. In den Anfangsminuten lagen zunächst Guerreiro, dann Hazard nach Schlägen ins Gesicht auf dem Rasen, konnten aber weitermachen. Auch Daridas hartes Einsteigen gegen Reus blieb zum Glück ohne Folgen für den BVB-Kapitän, nicht aber für den Berliner, der Gelb sah, ebenso wie Grujic nach seinem Schlag gegen Guerreiro. Borussia ging mit dem ersten Torschuss in Führung: Brandt spielte einen messerscharfen Diagonalpass durch die Abwehr zu Sancho halblinks im Strafraum. Der behielt die Nerven und schob den Ball an Kraft vorbei ins Tor. Und die Schwarzgelben ließen nur zwei Minuten später den zweiten Treffer folgen. Akanji schickte Hakimi mit einem klugen Pass auf die Reise, und der passte von rechts perfekt in den Strafraum in die Lücke zwischen Torwart und den Abwehrspielern: Der einlaufende Hazard versenkte den Ball zum 0:2 (17.). Weitere 120 Sekunden später kam Akanji zum Kopfball, doch Kraft konnte parieren. Die Schwarzgelben traten sicher und souverän auf, legten aber nicht weiter nach.

Stattdessen gab Lukebakio nach einer halben Stunde den ersten Warnschuss ab (Bürki parierte), kurz darauf zog der Ex-Düsseldorfer von rechts nach innen, zog aus etwa 19 Metern ab, Darida hielt noch den Fuß dazwischen und fälschte den Ball unhaltbar ab zum 1:2 (34.). Hertha war ergebnismäßig wieder drin im Spiel, das Borussia weiter kontrollierte, aber den Halbzeitpfiff nicht mehr komplett erlebte: Nach Foul an Selke sah der bereits verwarnte Hummels die Ampelkarte. Den folgenden Freistoß setzte Lukebakio ans Außennetz (45.+1). Kurz nach Wiederbeginn bejubelte Hertha das vermeintliche 2:2, doch der Treffer zählte nach Video-Überprüfung nicht: Selke stand im Abseits (48.). Zehn Dortmunder hielten elf Berliner in der Folge zwar erfolgreich vom eigenen Tor fern, hatten aber keine Spielkontrolle mehr, gaben eroberte Bälle zu schnell wieder her, weil die Pässe zu ungenau gespielt wurden. Aber sie kämpften um jeden Zentimeter, und als sie in der 78. Minute endlich wieder gefährlich nach vorne kamen, fand Hakimis Querpass im Strafraum keinen Abnehmer, verzog Witsel wenig später ganz knapp (80.), passte der durchgebrochene Guerreiro von der Grundlinie zurück Richtung Elfmeterpunkt, doch da war leider niemand (83.). Es gab vier Minuten Nachspielzeit. Kalou verfehlte per Kopf knapp das Dortmunder Tor (90.+2). Borussia kämpfte mit Leidenschaft und überstand auch die letzte brenzlige Situation.

Ausblick:
Das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf kommende Woche Samstag (15.30 Uhr) leitet die beiden finalen (englischen) Wochen des Kalenderjahres 2019 mit den weiteren Partien gegen Prag (H), Mainz (A), Leipzig (H) und Hoffenheim (A) ein.

Teams & Tore
Hertha BSC: Kraft – Stark (68. Dilrosun), Boyata, Rekik – Wolf, Skjelbred, Mittelstädt – Grujic, Darida (78. Kalou) – Lukebakio (68. Ibisevic), Selke

Borussia Dortmund: Bürki – Akanji, Hummels, Zagadou – Hakimi, Brandt, Witsel, Guerreiro – Reus (90.+2 Götze), Sancho (90.+1 Schmelzer) – Hazard (84. Piszczek) Bank: Smarsch, Klünter, Köpke, Plattenhardt, Maier, Torunarigha – Hitz, Dahoud, Schulz, Balerdi, Morey, Raschl

Tore: 0:1 Sancho (15., Brandt), 0:2 Hazard (17., Hakimi), 1:2 Darida (34., Lukebakio) Chancen: 6:4 (Halbzeit 3:3), Ecken: 2:2 (1:1) Schiedsrichter: Jablonski (Bremen), Gelb-Rote Karte: Hummels (45., wiederholtes Foulspiel), Gelbe Karten: Grujic, Darida, Ibisevic Zuschauer: 74.467 (ausverkauft), Wetter: trocken, 3 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

12.Spieltag - BVB - Paderborn 3:3

 


12. Spieltag

Nach 0:3-Rückstand 3:3 gegen Paderborn.

Borussia Dortmund hat zum Auftakt des 12. Spieltags der Fußball-Bundesliga mit einer Aufholjagd wenigstens ein 3:3 (0:3)-Unentschieden gegen den SC Paderborn erreicht.

Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park zeigte Paderborn ein perfektes Konterspiel und nutzte drei der vier Torchancen im ersten Durchgang zu einer klaren 3:0-Halbzeitführung. Als Sancho 108 Sekunden nach Wiederanpfiff auf 1:3 verkürzte, keimte nochmal Hoffnung auf, zumal Reus nur wenige Momente später das 2:3 auf dem Fuß hatte, aber an SCP-Keeper Zingerle scheiterte. In der Schlussphase wendeten Witsel (84.) und Reus (90.+2) mit ihren Treffern wenigstens eine Niederlage ab.

Ausgangslage:
Der BVB hatte noch kein Pflichtspiel gegen Paderborn verloren (zuvor drei Siege und ein Remis). Dabei war man sich je zweimal in der Bundesliga und im DFB-Pokal begegnet. Die beiden jüngsten Duelle, im April und im Oktober 2015, gewann der BVB bei 10:1 Toren.

Personalien:
Bis auf die Dänen Delaney (Bänderriss im Sprunggelenk) und Bruun Larsen (leichte Knieprobleme) stand der komplette Kader zur Verfügung. Reus war wieder dabei; Alcácer und Dahoud liefen erstmals seit dem fünften bzw. sechsten Spieltag von Beginn an auf.

Taktik:
Durch die Hereinnahme von Dahoud war die Doppelsechs beim BVB offensiver besetzt; dahinter waren in Hummels und Weigl im gewohnten 4-2-3-1-System zwei spielstarke Innenverteidiger positioniert. So sollten die gegen den Ball tief und eng in einem 4-4-2 gestaffelten Gäste geknackt werden. Paderborn setzte nach Balleroberung auf blitzschnelles Umschaltspiel über die Mittelfeld-Außen Pröger und Holtmann.

Spielverlauf & Analyse:
Die Taktik des Aufsteigers trug früh Früchte. Nach einem abgewehrten Eckball schoss Pröger die rechte Außenlinie entlang, hängte den alles andere als langsamen Schulz ab, passte präzise nach innen, und Mamba traf aus kurzer Distanz zum 0:1 (5.). Es war nicht nur ein Gegentreffer, sondern auch ein Wirkungstreffer. Zu keiner Phase fanden die Schwarzgelben zu ihrem druckvollen Spiel. Es gab allerdings zwei Ausgleichschancen für Guerreiro: Zunächst hatte Sancho Schonlau stehen gelassen, dann Guerreiro mitgenommen, dessen Versuch aus 18 Metern knapp am Torwinkel vorbeiflog (16.). Neun Minuten später kam der Portugiese nach schöner Kombination über Hummels und Piszczek im Strafraum zum Abschluss. Diesmal strich sein Flachschuss knapp am rechten Pfosten vorbei.

Doch solche schnellen und genauen Aktionen hatten Seltenheitswert. Häufig fehlte den Pässen im letzten Angriffsdrittel die Präzision, wirkte das Bemühen zu umständlich. Stattdessen kam Paderborn mit geradlinigem Spiel noch vor der Pause zu zwei weiteren Treffern. Zolinski spielte aus der eigenen Hälfte steil auf Mamba. Der Stürmer war auf und davon und schob allein vor Bürki zum 0:2 ein (37.). Sechs Minuten später spurtete Holtmann nach Collins‘ Pass an der Mittellinie auf und beendete sein Solo mit dem Treffer zum 0:3.

In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs hatte Brandt den angeschlagenen Alcácer ersetzt, mit Wiederbeginn kamen in Hazard und Hakimi (für Schulz und Dahoud) zwei weitere Neue. 108 Sekunden dauerte es bis zum Anschlusstreffer: Den von Brandt eroberten Ball spielte Hakimi von links kommend zu Sancho, der aus genau elf Metern zum 1:3 einschoss. Nur einen Augenblick später verhinderte Torwart Zingerle mit einer Fußabwehr das 2:3 durch Reus. Erneut kam die Vorarbeit von Brandt. In Minute 56 fehlten bei Hummels‘ Kopfball auch nur wenige Zentimeter. Der BVB, in Durchgang zwei in einer 4-1-4-1-Grundordnung mit Reus und Brandt im offensiven Zentrum, Hakimi und Sancho auf den Außenpositionen und Hazard in der Spitze, berannte das Tor des Gegners, doch nach dem starken Auftakt fehlte dann doch wieder die Durchschlagskraft. Erst in der 76. Minute kam es zu einer weiteren Doppelchance für Hazard und Brandt, schoss kurz darauf Hazard aus kurzer Distanz genau in die Arme des Keepers (83.). 60 Sekunden später köpfte Witsel eine Flanke von Hummels zum überfälligen Anschlusstreffer ins Tor. Und weiter ging’s: Zunächst verzog Sancho (87.), doch dann fand eine Flanke des Engländers doch noch den Kopf von Reus, der in der Nachspielzeit per Kopf das 3:3 erzielte. Wenigstens das.

Ausblick:
Am Mittwoch tritt der BVB in der UEFA Champions League beim FC Barcelona an, am kommenden Samstag bei Hertha BSC.

Teams & Tore
Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Weigl, Hummels, Schulz (46. Hakimi) – Witsel, Dahoud (46. Hazard) – Sancho, Reus, Guerreiro – Alcácer (45.+2 Brandt)

SC Paderborn: Zingerle – Jans, Kilian, Schonlau, Collins – Pröger, Gjasula, Vasiliadis (40. Sabiri), Holtmann (62. Antwi-Adjei) – Mamba, Zolinski (77. Michel) Bank: Hitz, Zagadou, Götze, Akanji, Schmelzer – Huth, Hünemeier, Strohdiek, Oliveira, Shelton, Dräger

Tore: 0:1 Mamba (5., Pröger), 0:2 Mamba (37., Zolinski), 0:3 Holtmann (43., Collins), 1:3 Sancho (47., Hakimi), 2:3 Witsel (84., Hummels), 3:3 Reus (90.+2, Sancho) Chancen: 10:5 (Halbzeit 2:4), Ecken: 10:1 (3:1) Schiedsrichter: Dingert (Gries), Gelbe Karten: Hummels, Weigl, Hakimi – Collins Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: trocken, 4 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

11.Spieltag - Bayern - BVB 4:0

 


11. Spieltag

Borussia verliert das Spiel bei den Bayern.

Borussia Dortmund hat am 11. Spieltag der Fußball-Bundesliga die zweite Saisonniederlage hinnehmen müssen und das Spitzenspiel beim FC Bayern München verdient mit 0:4 (0:1) verloren.

Schwarzgelb konnte an die herausragende Leistung beim 3:2-Sieg gegen Mailand zu keiner Minute anknüpfen und kassierte nach Treffern von Lewandowski (2), Gnabry und einem Eigentor wieder einmal eine hohe Niederlage in München.

Ausgangslage:
Seit dem 3:0-Sieg im April 2014 hatte der BVB jedes der fünf folgenden Bundesliga-Auswärtsspiele in München deutlich verloren. Michael Zorc sprach wörtlich von einer „Horror-Bilanz“, die beendet werden müsse. Die Form sprach für die Borussen nach einer Woche mit drei aufeinanderfolgenden Heimsiegen in Pokal, Liga und Champions League, während die Bayern aus ihren vergangenen vier Ligaspielen nur vier Punkte eingefahren hatten, wettbewerbsübergreifend aus ihren jüngsten drei Partien zwei Siege und eine Niederlage verbuchten.

Personalien:
Beide Mannschaften starteten in exakt derselben Besetzung wie am Dienstag bzw. Mittwoch in der UEFA Champions League. Sancho konnte also für den BVB auflaufen, und auch Reus war wieder mit dabei, wenn auch zunächst auf der Bank.

Taktik:
München agierte in einer 4-3-3-Grundordnung mit Kimmich zentral-defensiv vor der Abwehr, in der Martinez und Alaba die Innenverteidigung bildeten. Borussia spielte im gewohnten 4-2-3-1-System. Die anfänglich klare Zuordnung im Mittelfeld mit den Pärchen Witsel/Goretzka und Weigl/Müller wurde nach zehn Minuten aufgegeben. Hazard und Sancho überlagerten phasenweise die rechte Dortmunder Offensivseite. Brandt und Götze bildeten zentral ein Tandem.

Spielverlauf & Analyse:
Beide Mannschaften neutralisierten sich in den Anfangsminuten. Bis zur 17. Minute gab es auf keiner Seite eine nennenswerte Abschlussaktion. Doch dann jubelten die Bayern: Eigentlich schien die Situation schon geklärt, doch der Ball sprang links am Strafraum zu Pavard, der das Bein blitzschnell rausstreckte und die Kugel damit volley zurückbeförderte in den Sechzehner, wo Lewandowski ungedeckt aus kurzer Distanz zum 1:0 einköpfen konnte.

Dem schwarzgelben Spiel fehlten Aggressivität und Mut. Der Gegner wurde nicht eng genug attackiert, so dass sich die Münchner die Bälle zuschieben konnte. Das Pressing war nicht entschlossen genug, um Fehler zu provozieren bei einem Gegner, der in erster Line auf defensive Stabilität bedacht war. Dennoch kamen die Bayern in der ersten Halbzeit noch zu einer Doppelchance, nachdem Lewandwoski im Strafraum von Hakimi nicht angegriffen worden war. Doch Comans Versuch klärte Schulz vor der Torlinie, nach der anschließenden Hereingabe war Bürki bei Gnabrys Kopfball zur Stelle (27.). Der Aufbau litt unter mangelnder Bewegung, die Anspielstationen waren markiert, und für Sancho war die Begegnung nach 35 Minuten beendet. Äußerlich gab es kein Anzeichen für eine akute Verletzung. Guerreiro kam. Schwarzgelb wollte mit Anpfiff des zweiten Durchgangs den Eindruck der ersten 45 Minuten korrigieren, wurde bei 2 Grad Außentemperatur jedoch eiskalt erwischt. Nach einem Steilpass von Martinez war Müller auf der linken Bahn durchgebrochen. Sein auf Lewandowski gedachter Querpass landete bei Gnabry, der den Ball nach 1:11 Minuten in Durchgang zwei über die Linie schob. Allerdings schnellte auch die Abseitsfahne nach oben. Der Video-Assistent schaute aber nochmal genau drauf: Der Treffer zählte.

Lewandowski verpasste nach knapp einer Stunde das 3:0. Sein Schuss ging haarscharf am Tor vorbei. Kurz darauf kamen Alcácer und Reus für Götze und Weigl. Der BVB nun also in einem 4-1-4-1-System mit Reus und Brandt hinter Alcácer, dazu Guerreiro und Hazard auf den Flügeln. Die Angriffe wurden jedoch weiterhin zu ungenau vorgetragen, der letzte Pass kam nicht an. Gefährlich wurde es erstmals in der 70. Minute, als Alcácer Hakimis Hereingabe knapp verpasste. Doch auch das nächste Tor schossen die Bayern: Lewandowski und Müller konnten sich die Bälle unbedrängt zuspielen, und der Pole hatte freie Bahn – 3:0 (76.). Drei Minuten später landete Hummels‘ Rettungsversuch im eigenen Tor. Auch dieser Angriff der Münchner war schon in der Entstehung schlecht verteidigt worden.

Ausblick:
Die Liga unterbricht den Spielbetrieb für eine Woche: Länderspiele sind angesetzt. Weiter geht es für den BVB am 22. November (Freitag, 20.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den SC Paderborn.

Teams & Tore
Borussia Dortmund: Hitz – Piszczek, Akanji, Hummels, Guerreiro – Dahoud (70. Witsel), Weigl – Hakimi, Reus (28. Götze), Hazard – Brandt (89. Alcácer)

Bayern München: Neuer – Pavard, Martinez, Alaba, Davies – Kimmich – Müller, Goretzka (72. Thiago) – Gnabry (70. Coutinho), Lewandowski, Coman (75. Perisic)

Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Hummels, Schulz – Witsel, Weigl (61. Reus) – Sancho (37. Guerreiro), Brandt, Hazard – Götze (61. Alcácer) Bank: Ulreich, Cuisance, Perisic, Tolisso, Mai – Hitz, Zagadou, Delaney, Dahoud, Piszczek, Bruun Larsen

Tore: 1:0 Lewandowski (17., Pavard), 2:0 Gnabry (47., Müller), 3:0 Lewandowski (76., Müller), 4:0 Hummels (79., Eigentor, Perisic) Chancen: 9:1 (Halbzeit 3:0), Ecken: 2:1 (2:1) Schiedsrichter: Zwayer (Berlin), Gelbe Karten: Coman, Kimmich – Reus Zuschauer: 75.024 (ausverkauft), Wetter: trocken, 2 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

10.Spieltag - BVB - Wolfsburg 3:0

 


10. Spieltag

Hazard, Guerreiro und Götze schießen BVB auf Platz zwei.

Borussia Dortmund hat nach Tabellenführer Borussia Mönchengladbach das nächste Team aus der Spitzengruppe bezwungen: Am 10. Spieltag der Fußball-Bundesliga gelang ein 3:0 (0:0)-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg.

Mit einem Doppelschlag durch Hazard in der 52. sowie Guerreiro in der 58. Minute stellte der BVB in einer starken zweiten Halbzeit die Weichen auf Sieg und kam nach einem verhalten geführten ersten Durchgang zu einem unterm Strich verdienten Heimsieg. Zwei Minuten vor dem Ende verwandelte Götze einen Handelfmeter zum 3:0-Endstand.

Ausgangslage:
Borussia Dortmund hatte keins der zurückliegenden acht Bundesliga-Spiele gegen Wolfsburg verloren, davon sogar sieben gewonnen (Torverhältnis 21:3). Auch die Heimbilanz sprach deutlich für Schwarzgelb: Seit 2008 gab es sechs Siege, vier Remis und eine Niederlage. Der VfL kassierte in der Bundesliga nur gegen Bayern München mehr Niederlagen und Gegentore als gegen den BVB (25/90).

Personalien:
Für das fünfte von sieben Spielen innerhalb von drei Wochen nahm Trainer Lucien Favre aus Belastungsgründen fünf Wechsel vor und tauschte damit die halbe Mannschaft: Die „Vielspieler“ Witsel (in 14 der zuvor 15 absolvierten Pflichtspiele in der Startelf) und Sancho (13 von 15) rotierten auf die Bank, auf der auch Bürki (nach Infekt) und Alcácer (nach fast fünf Wochen Pause) saßen und noch nicht ganz fit waren für einen Einsatz von Beginn an. Im Vergleich zum Pokalspiel am Mittwoch gegen Gladbach (2:1) begannen Hummels, Guerreiro, Dahoud, Hakimi und Reus für Zagadou, Schulz, Witsel, Sancho und Bruun Larsen.

Taktik:
Erneut traf der BVB auf einen Gegner, der mit einer Dreierkette agierte, im Gegensatz zu Gladbach die Abwehr jedoch zu einer Fünferkette erweiterte, wenn Borussia angriff. Und auch Wolfsburg (3-4-1-2-Grundordnung) praktizierte über weite Strecken ein hohes Pressing. Die Mittelfeld-Außen Roussillon (links) und William attackierten Borussias Außenverteidiger Piszczek und Guerreiro, um diese zunächst aus dem Aufbauspiel zu nehmen, und auch Hummels und Weigl wurden eng markiert. War die erste Wolfsburger Pressinglinie überspielt, staffelte sich der Gegner tief in einer 5-3-2-Ordnung. Im Dortmunder 4-2-3-1 besetzten Weigl und Dahoud die Doppelsechs, von den vier offensiven Akteuren war meist Brandt in der Spitze zu finden, phasenweise übernahmen auch Hazard und bis zu seiner frühen Auswechselung Reus diese Rolle. Danach war Götze ganz vorn positioniert.

Spielverlauf & Analyse:
Schwarzgelb versuchte, das Spiel schnell zu machen. Doch die Gäste ließen in der ersten Hälfte bis auf einen Distanzschuss von Weigl (15.) wenig zu und kamen in der 22. Minute zur bis dahin gefährlichsten Szene des Spiels: Nmecha lupfte den Ball an die Torlatte, nachdem er von halbrechts in den Strafraum eingedrungen war.

Nach knapp einer halben Stunde kam es zu einem „Doppelwechsel“. Reus, der einen Schlag auf den Fuß erlitten hatte, musste runter (Götze kam), und auch Schiedsrichter Welz konnte nicht weitermachen; der Vierte Offizielle, Pelgrin, übernahm. Das Dortmunder Spiel litt im letzten Drittel an einigen Ungenauigkeiten. Der VfL, der resolut, manchmal überhart in die Zweikämpfe ging, stand sicher. Mit einem optischen Übergewicht (62% Ballbesitz für den BVB), aber mit einer ausgeglichenen Torschussbilanz (6:6) und entsprechend einem gerechten 0:0 ging es in die Kabine. Kurz nach Wiederbeginn kam Guerreiro links im Strafraum zum Abschluss, traf den Ball aber nicht richtig und verzog. Wolfsburg versuchte, das Spiel weiter zu kontrollieren und das Tempo zu verschleppen – und wurde ausgekontert: Langer Abschlag von Hitz, Brooks‘ Klärungsversuch landete bei Hakimi, der mit viel Überblick weiterleite zu Hazard, der halblinks im Strafraum mit einem platzierten Schuss ins linke, untere Eck zum 1:0 traf (52.).

Zum 30. Mal in Serie sahen die Zuschauer ein Heim-Tor, und nach fünf Vorlagen war es der erste Treffer für Hazard im BVB-Trikot, der auch zählte. Das 1:0 wirkte befreiend. Borussia spielte nun richtig gut und legte nur sechs Minuten später nach: Hazard nutzte den Raum auf der linken Seite, bediente Guerreiro, der im Strafraum kurz schaute und dann das rechte, lange Eck anvisierte und auf 2:0 erhöhte (58.). Beinahe hätte Schwarzgelb das frühe 3:0 nachgelegt: Nach einem Konter scheiterte zunächst Hakimi, klärte ein Wolfsburger gegen den einschussbereiten Götze und parierte schließlich Pavard stark gegen Dahoud bei dieser Dreifachchance im Sekundentakt (67.). Bei Hazards Schuss aus 17 Metern fehlten nur wenige Zentimeter (80.). Auf der anderen Seite verhinderte Hitz gegen Victor mit einer tollen Tat den möglichen Anschlusstreffer (69.). In der Schlussphase verpasste Hazard seinen zweiten Treffer abermals nur knapp: Diesmal scheiterte er an Pervan (87.), der dann aber machtlos war, als Götze Sekunden später zum Handelfmeter antrat und souverän unten links verwandelte.

Ausblick:
Kommende Woche Samstag (18.30 Uhr) tritt der BVB zum Ligagipfel in München an. Zuvor steht in der UEFA Champions League das nicht minder bedeutsame (Heim-)Spiel gegen Inter Mailand an: Anstoß ist am Dienstag um 21 Uhr.

Teams & Tore
Borussia Dortmund: Hitz – Piszczek, Akanji, Hummels, Guerreiro – Dahoud (70. Witsel), Weigl – Hakimi, Reus (28. Götze), Hazard – Brandt (89. Alcácer)

VfL Wolfsburg: Pervan – Tisserand (79. Brekalo), Bruma, Brooks – William, Guilavogui, Arnold, Roussillon – Joao Victor – Nmecha (66. Klaus), Weghorst Bank: Bürki, Zagadou, Delaney, Sancho, Schulz, Bruun Larsen – Menzel, Steffen, Malli, Gerhardt, Mbabu, Knoche, Rexhbecaj

Tore: 1:0 Hazard (52., Hakimi), 2:0 Guerreiro (58., Hazard), 3:0 Götze (88., Handelfmeter, Bruma) Chancen: 7:3 (Halbzeit 1:1), Ecken: 7:2 (4:1) Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden), ab 32. Minute Pelgrim (Hamminkeln), Gelbe Karten: Weigl – Nmecha, Brooks Zuschauer: 80.200, Wetter: heiter, 16 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

9.Spieltag - Blaue - BVB 0:0

 


9. Spieltag

Schalke 04 und Borussia Dortmund trennen sich im 155. Revierderby mit 0:0 (0:0). 62.271 Zuschauer sahen ein insgesamt wenig mitreißendes Spiel.

In einem von beiden Mannschaften eher bedächtig geführten Derby traf Schalke zweimal Pfosten bzw. Latte und hatte insgesamt die besseren Torgelegenheiten. Alle drei gefährlichen Dortmunder Abschlüsse gingen auf das Konto von Jadon Sancho.

Ausgangslage :
Nur zwei Zähler trennten vor diesem Spieltag den Ersten vom Neunten: mittendrin die beiden Revierklubs Schalke 04 (Siebter mit 14 Punkten) und Borussia Dortmund (Vierter mit 15 Zählern). Vor dem 155. Pflichtspielderby hatte Schalke 60 Siege auf dem Konto, Borussia 53. In der Bundesliga-Bilanz führte der BVB mit 33 zu 32 Siegen.

Personalien:
Mit fünf Wechseln und damit so vielen wie noch nie in dieser Saison reagierte Favre zum einen auf die 0:2-Niederlage in Mailand als auch auf die körperliche Belastung in diesen englischen Wochen mit Spielen im Drei-Tage-Rhythmus: Hitz (für den erkrankten Bürki) sowie Piszczek, Guerreiro, Reus und Götze starteten für Akanji, Schulz, Hazard uns Brandt (alle Bank). Raschl zählte erstmals zum Bundesliga-Kader.

Taktik:
Schalke trat in einer 4-4-2-Grundordnung mit einer „Raute“ im Mittelfeld an, agierte insgesamt vorsichtig und kontrolliert, lauerte auf Konter- und Standardsituationen. Im Dortmunder 4-2-3-1 hatte es Hummels weitgehend mit Burgstaller, Weigl mit Matondo, der zweiten Schalker Spitze, zu tun. Witsel behielt Harit im Auge. In der Offensive wechselten Sancho und Hakimi öfter die Seiten. Reus wurde von Mascarell auf Schritt und Tritt verfolgt. Götze traf in Sané und Stambouli auf gleich zwei Gegenspieler.

Spielverlauf & Analyse:
Der BVB verbuchte im ersten Durchgang ein Plus bei den Spielanteilen, brachte sich durch Ungenauigkeiten im Passspiel jedoch häufig um mögliche Torgelegenheiten. So versandeten vielversprechende Angriffsversuche im Ansatz. Abgesehen von Sanchos 17-Meter-Schuss, der Nübel vor Probleme stellte, schon in der dritten Minute nach guter Vorarbeit von Guerreiro gab es bis Pause keine weitere nennenswerte Abschlussaktion. Stattdessen profitierte Schalke mehr und mehr von leichten Dortmunder Fehlern nun auch in der Defensive. In der 34. Minute traf Serdar den Innenpfosten, konnte Matondo in der 44. Minute allein auf Hitz zulaufen, der stehenblieb und parierte. Der Treffer hätte allerdings nicht gezählt: Spät ging die Abseitsfahne nach oben. Schalkes zweiter Alu-Treffer in Hälfte eins ging auf das Konto von Sané, der in der 28. Minute die Querlatte traf. Bei Ecken versuchte Matondo stets den auf Sané eingeteilten Witsel zu blocken, um dem 1,96 Meter großen Abwehrriesen den Weg frei zu machen.

Schalke blieb auch nach dem Wechsel bei Ecken gefährlich: Burgstaller kam frei per Kopf zum Abschluss, Guerreiro klärte vor der Linie (47.). Es gab weiterhin leichte Ballverluste, die Schalke in die Karten spielten, und es gab weiter späte Abseitspfiffe: Wieder Matondo allein gegen Hitz, wieder Parade des Torwarts. Erst dann ging die Fahne hoch (49.). In der 53. Minute endlich wieder ein guter Angriff der Borussen: Sancho schoss nach Doppelpass mit Götze knapp am Schalker Tor vorbei. Kurz darauf kam Hazard für den an der Hand verletzten Götze (begab sich direkt ins Krankenhaus zur Untersuchung) und wechselte sich mit Reus in der Spitze ab, eine Viertelstunde vor Schluss wurde Akanji für Delaney eingewechselt – Weigl ging ins Mittelfeld, um für Ballsicherheit zu sorgen, denn die war Schwarzgelb weitgehend abhanden gekommen. Kurz zuvor hatte Sancho die dritte Chance für den BVB, doch wieder war Nübel auf dem Posten (73.). Und tatsächlich kam Borussia in der Schlussphase stärker auf. Endlich gab es wieder Szenen im Schalker Strafraum. Reus verpasste einen Kopfball, Hazard kurz darauf den Abschluss. Und das Spiel wurde härter: Sané ging mit beiden voraus in einen Zweikampf mit Reus, war mit Gelb sicher gut bedient (83.).

Ausblick: Das Derby war das dritte von sieben Spielen in 21 Tagen. Weiter geht’s für den BVB mit einem Heimspiel-Dreierpack: am Mittwoch (30.10., 20:45 Uhr) gegen Bor. Mönchengladbach (DFB-Pokal), am Samstag (2.11., 15:30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg (Bundesliga) sowie am Dienstag (5.11., 21:00 Uhr) gegen Inter Mailand (UEFA Champions League).

Teams & Tore
FC Schalke 04: Nübel – Kenny, Stambouli, Sané, Oczipka – Mascarell – Caligiuri (84. Schöpf), Serdar – Harit – Matondo (80. Kutucu), Burgstaller (90.+1 Kabaka)

Borussia Dortmund: Hitz – Piszczek, Weigl, Hummels, Guerreiro – Witsel, Delaney (74. Akanji) – Sancho, Reus, Hakimi (86. Brandt) – Götze (58. Hazard) Bank: Schubert, Miranda, Nastasic, Uth, Raman, Mercan – Oelschlägel, Zagadou, Dahoud, Schulz, Bruun Larsen, Raschl

Tore: keine Chancen: 4:3 (Halbzeit 2:1), Ecken: 8:2 (5:1) Schiedsrichter: Brych (München), Gelbe Karten: Stambouli, Sané, Kutucu – Weigl, Hazard Zuschauer: 62.271 (ausverkauft), Wetter: heiter, 19 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

8.Spieltag - BVB - Gladbach 1:0

 


8. Spieltag

BVB ringt Gladbach nieder und ist wieder oben dran.

Nach zuvor drei Unentschieden in Serie feierte Borussia Dortmund am 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen Tabellenführer Borussia Mönchengladbach einen wichtigen Erfolg. In einem spektakulären Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten gelang Marco Reus der entscheidende Treffer.

81.365 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park sahen eine hochklassige Partie, in der der BVB schon im ersten Durchgang ein deutliches Chancenplus (7:3) verbuchte und in der 58. Minute durch den trotz eines grippalen Infekts ins Spiel gegangenen Marco Reus in Führung ging. Roman Bürkis verletzungsbedingtes Ausscheiden war eine kleine Zäsur. In den letzten 20 Minuten kam Gladbach auf, aber nicht mehr zum Ausgleich, auch weil Bürki-Vertreter Marwin Hitz kurz vor Schluss glänzend parierte.

Ausgangslage: Der BVB strebte den neunten Sieg in Serie gegen die Gladbacher Borussia an, die als Tabellenführer anreiste und vier Zähler mehr auf dem Konto auswies. In den vorangegangenen 13 Jahren hatte Schwarzgelb gegen diesen Gegner 37 von 39 möglichen Heim-Punkten eingefahren.

Personalien: Jadon Sancho fehlte im 20-köpfigen Kader. Lucien Favre nannte als Grund „eine disziplinarische Maßnahme“ und fügte hinzu: „Alles andere bleibt intern.“ Michael Zorc erklärte: „Jadon ist ein anständiger Junge. Er ist sehr jung, er ist sehr schnell groß geworden. Vielleicht testet er manchmal Grenzen. Es ist nicht schön in unserer Situation. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, sie war aber alternativlos. Wir haben eine Verantwortung für die Hygiene im Team. Die Suspendierung gilt nur für heute. Jadon hat am Morgen noch trainiert, wir gehen davon aus, dass er am Mittwoch wieder dabei ist.“ Neben Sancho standen Alcácer (muskuläre Probleme nach überwundener Achillessehnen-Reizung), Götze (grippaler Infekt) sowie Schmelzer (Rückenprobleme) nicht zur Verfügung. Gegenüber dem 2:2 vor 14 Tagen in Freiburg nahm der Trainer drei Änderungen in der Startelf vor: Weigl, Schulz und Brandt ersetzten Piszczek (zählte nach Faserriss wieder zum Kader), Guerreiro (Bank) und Götze.

Taktik: Im schwarzgelben 4-2-3-1 rückte Akanji auf die rechte Abwehrseite. Weigl verteidigte im Zentrum gemeinsam mit Hummels. In der auf drei Positionen neu formierten Viererkette übernahm der genesene Schulz die linke Seite. In der Spitze war meist Brandt zu finden; gegen den Ball agierten Reus und Brandt auf gleicher Höhe im dann praktizierten 4-4-2. Defensiv formten sich auch die Gladbacher in einem 4-4-2. Ihre Angriffe trugen sie in einer 4-3-3-Grundordnung mit einem im Zentrum sehr variablen Benes vor.

Spielverlauf & Analyse: Von Beginn an entwickelte sich das erwartet offene Spiel mit zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten. Zehn waren es im ersten Durchgang – sieben für Dortmund, drei für Gladbach. In der fünften Minute verhinderte Reus nach einer Ecke das 0:1 durch Jantschke, als er den Ball im Fünfmeterraum blockte. Im Gegenzug setzte der agile Brandt den Ex-Gladbacher Hazard ein, dessen Flachschuss zur Ecke geblockt wurde (7.). Im Anschluss strich Delaneys Kopfballaufsetzer nur knapp über das Gehäuse, und kurz darauf nahm Brandt aus halblinker Position nach Reus‘ starkem Zuspiel genau Maß, doch Sommer parierte glänzend (12.).

Nachdem sich die Partie für einige Minuten beruhigt hatte, leitete Benes‘ Freistoßflanke die nächste aufregende Phase ein: Lainer kam rechts am Fünfmeterraum zum Abschluss, Bürki parierte herausragend (26.). Drei Minuten später klärte der Schlussmann auch stark gegen den allein auf ihn zulaufenden Embolo. Kurz zuvor war Reus im letzten Moment auf der Gegenseite gestoppt worden, fischte anschließend Sommer Hummels‘ ebenso wuchtigen wie platzierten Kopfball aus dem Eck (32.). Als der Ball dann endlich im Tor zappelte – nach schöner Kombination über Brandt und Reus war Hazards Schuss aus 16 Metern von Wendt abgefälscht worden –, intervenierte Video-Assistent Osmers. Bei der Entstehung der Szene hatte er Reus im Abseits gesehen (33.). Gladbach praktizierte mit Beginn des zweiten Durchgangs ein deutlich höheres Pressing. Hummels und Weigl fanden jedoch meist Lösungen, und so gab es weiter Möglichkeiten für den BVB: Nach Hazards abgeblocktem Torschuss jagte Brandt die Kugel in Bedrängnis über das Gäste-Tor (51.), kurz darauf traf er das Außennetz (54.). Der Treffer hätte allerdings nicht gezählt: Abseits. In der 58. Minute dann die überfällige, weil hoch verdiente Führung. Brandt spielte den Ball von rechts ins Zentrum zu Hazard, der durchsteckte zu Reus, der vor dem herausstürzenden Sommer ans Leder kam und es durch dessen Beine aus halbrechter Position ins Netz schob.

Pech, dass Bürki 20 Minuten vor dem Ende verletzungsbedingt seinen Platz räumen musste. Hitz, der mit dem BVB bislang jedes Spiel gewonnen hatte, wäre beinahe kalt erwischt worden, doch Hummels rettete sensationell vor dem einschussbereiten Herrmann, der ebenfalls neu im Spiel war (72.). Gladbach drückte, stellte um auf Dreierkette, erhöhte das Risiko. Brandt hatte bei einem Konter das 2:0 auf dem Fuß, doch Sommer parierte herausragend (82.). Und als Brandt dann zwei Minuten später nach Hakimis Rückpass tatsächlich getroffen hatte, war die Abseitsfahne oben, da Reus in der Schussbahn stand. In einer packenden Schlussphase – sieben Minuten Nachspielzeit! – traf Thuram das Außennetz des Dortmunder Tores (86.), parierte Hitz überragend gegen Neuhaus (89.).

Ausblick: Bereits in elf Tagen sieht man sich wieder, dann im DFB-Pokal. Für den BVB geht es zunächst nach Mailand (Mittwoch, 21 Uhr) und nach Gelsenkirchen (Samstag, 26.10., 15.30 Uhr).

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki (71. Hitz) – Akanji, Weigl, Hummels, Schulz – Witsel, Delaney – Hakimi, Reus, Hazard (90.+6 Piszczek) – Brandt (90.+2 Zagadou)

Bor. M‘gladbach: Sommer – Lainer, Jantschke, Elvedi, Wendt (78. Stindl) – Kramer, Zakaria – Benes (63. Neuhaus) – Thuram, Embolo (63. Herrmann), Plea Bank: Dahoud, Guerreiro, Balerdi, Morey, Bruun Larsen – Grün, Beyer, Hofmann, Bensebaini, Poulsen, Makridis

Tore: 1:0 Reus (58., Hazard), Chancen: 11:7 (Halbzeit 7:3), Ecken: 10:8 (8:1) Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel), Gelbe Karten: Delaney – Jantschke, Neuhaus Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: Regen, 12 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

7.Spieltag - Freiburg - BVB 2:2

 


7. Spieltag

Freiburg erkämpft in letzter Minute ein verdientes 2:2.

Mit einem 2:2 (1:0)-Unentschieden beim Sport-Club Freiburg schaffte Borussia Dortmund am 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga nicht den erhofften Auswärtssieg in der Liga. Der BVB konnte eine zweimalige Führung nicht ins Ziel bringen.

24.000 Zuschauer im ausverkauften Schwarzwald-Stadion sahen ein von beiden Seiten verhalten geführtes Spiel, das der BVB lange kontrollierte und in dem er in der 20. Minute durch ein Traumtor von Axel Witsel mit 1:0 in Führung ging, doch in der 55. Minute das 1:1 durch Luca Waldschmidt hinnehmen musste. Achraf Hakimi brachte die Borussen erneut in Führung (67.), Vincenzo Grifo erzwang in der Schlussminute ein Eigentor von Manuel Akanji – Endstand 2:2.

Ausgangslage: Mit 13 Punkten aus den ersten sechs Partien hatte der Sport-Club den besten Start der Vereinsgeschichte hingelegt und vor dem Anpfiff Tabellenplatz drei mit zwei Punkten und fünf Plätzen Vorsprung auf den BVB belegt, der eine große Serie verteidigen wollte: Borussia hatte aus den vorangegangenen acht Gastspielen in Freiburg 22 von 24 möglichen Punkten mitgenommen.

Personalien: Lucien Favre musste weiterhin ohne Alcácer (Reizung der Achillessehne) sowie Schulz (Rückstand) auskommen und veränderte seine Startelf drei Tage nach dem 2:0-Auswärtssieg in Prag auf zwei Positionen: Götze und Hazard ersetzten Brandt und Sancho (beide Bank).

Taktik: Erstmals in einem Heimspiel gegen Borussia Dortmund stellte Christian Streich eine Dreier-/Fünferkette. Die Freiburger agierten aus ihrer 3-6-1-Grundordnung sehr verhalten, überließen den Borussen Ball und Spielfeld, verzichteten auf ein hohes Pressing (um nicht überlaufen zu werden) und formierten sich stattdessen breit und eng vor dem eigenen Strafraum. Im Dortmunder 4-2-3-1 wechselten Hakimi und Hazard auf den offensiven Außenpositionen häufig die Seiten, bis der Marokkaner nach Piszczeks frühem, verletzungsbedingten Ausscheiden in der 14. Minute nominell den rechten Part der Viererkette übernahm, diesen jedoch weiterhin offensiv interpretierte. Der für Piszczek eingewechselte Brandt tauschte in der Folge häufig mit Hazard oder Götze die Positionen.

Spielverlauf & Analyse: Ein zur Ecke abgeblockter Schuss von Reus (10.), eine Torannäherung durch Brandt links am Fünfmeterraum (16.) – insgesamt zunächst wenig Zwingendes für einen BVB, der nach 20 Minuten 70% der Spielanteile verbuchte und 4:0 Ecken. Die fünfte Ecke bescherte dann aber die Führung – durch ein Traumtor! Witsel löste sich am langen Pfosten von seinen Bewachern, orientierte sich Richtung linkes Strafraumeck und jagte die Hereingabe seines Landsmanns Hazard volley zum 0:1 ins Freiburger Tor. Da musste selbst Streich schmunzeln. Und: Es war wie schon bei Witsels Treffer in Frankfurt eine Co-Produktion der beiden Belgier.

Freiburg war auch nach dem Rückstand darauf bedacht, das eigene Tor zu sichern, kam aber dennoch zu drei guten Gelegenheiten, weil die Dortmunder Defensive in diesen Szenen Lücken zeigte. Zunächst kam Waldschmidt aus 14 Metern zum Abschluss, schoss aber an Bürki und am Tor vorbei (17.), dann konnte Schmid von rechts zu Höler flanken, der artistisch zurücklegte auf Günter: Dessen Abschluss strich nur haarscharf am Pfosten vorbei (25.). Und in der 40. Minute nutzte Günter einen Stellungsfehler Hakimis, bediente Waldschmidt, der erneut aus rund 14 Metern halblinker Position abzog, diesmal knapp links am Tor vorbei (40.). Auf der anderen Seite allerdings hätte Brandt für das 0:2 sorgen können: Von Götze hervorragend in Szene gesetzt, köpfte er den Ball allein vor dem Tor an diesem vorbei (33.).

In der Nachspielzeit zwang Hazard mit einem wuchtigen Schuss Schwolow zu einer Glanztat (45.+2). Waldschmidt nähert sich an – und trifft Die recht abwartende Spielweise wurde schon kurz nach der Pause bestraft. Zunächst verzog Waldschmidt aus 17 Metern noch knapp (49.), doch sechs Minuten später passte sein Schuss: Das Zuspiel von Schmid am Strafraum ließ der Freiburger von rechts nach links durch und hatte dann freie Bahn, jagte die Kugel aus 18 Metern zum 1:1 in die Maschen – bei einem Chancenverhältnis von nun 5:3 nicht unverdient. Für Freiburg war es das erste Heim-Tor gegen den BVB seit Dezember 2011. Hakimi erneut mit einer Einzelleistung Sancho kam kurz darauf (63.) für Hazard – und der BVB überraschend und glücklich zugleich zur erneuten Führung. Brandt erkämpfte den Ball, und Hakimi marschierte nach Sanchos Zuspiel über die rechte Seite in den Freiburger Sechzehner, statt der erwarteten Flanke schlug er einen Haken und zog ab. Von Kübler abgefälscht landete der Ball zum 2:1 im Tor (67.). Sein dritter Treffer in dieser Woche!

Streich nahm in der Folge in Abrashi und Kügler zwei Defensive vom Platz und warf in Person von Petersen und Grifo zwei weitere Angreifer ins Spiel. Und Grifo war es dann auch, der den Ball nach einem schlecht abgewehrten Angriff von der Grundlinie nach innen brachte, von Akanji abgefälscht trudelte er an Bürki vorbei zum 2:2 ins Netz.

Ausblick: Die Liga pausiert zum zweiten Mal in dieser Saison zugunsten der Nationalteams. Für den BVB geht es in zwei Wochen, am 19. Oktober, mit einem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach weiter. Die Partie ist bereits restlos ausverkauft.

Teams & Tore SC Freiburg: Schwolow – Kübler (85. Grifo), Koch, Heintz – Schmid, Abrashi (75. Petersen), Höfler, Günter – Haberer, Höler (68. Sallai) – Waldschmidt

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek (14. Brandt, 87. Schmelzer), Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel, Delaney – Hazard (63. Sancho), Reus, Hakimi – Götze Bank: Flekken, Schlotterbeck, Gulde, Borrello, Kwon, Jeong – Hitz, Zagadou, Dahoud, Morey, Weigl, Bruun Larsen

Tore: 0:1 Witsel (20., Ecke Hazard), 1:1 Waldschmidt (55., Schmid), 1:2 Hakimi (67., Sancho), 2:2 Akanji (90., Eigentor, Grifo) Chancen: 6:4 (Halbzeit 3:3), Ecken: 3:11 (0:9) Schiedsrichter: Jablonski (Bremen), Gelbe Karten: – Hummels, Delaney, Hakimi Zuschauer: 24.000 (ausverkauft), Wetter: leichter Regen, 14 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

6.Spieltag - BVB - Bremen 2:2

 


6. Spieltag

BVB rennt an, erreicht aber nur ein 2:2 gegen Bremen.

Borussia Dortmund hat am 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga den angestrebten Heimsieg gegen Werder Bremen verpasst und nur ein 2:2 (2:1)-Unentschieden erreicht.

Vor 81.365 Besuchern im ausverkauften Signal Iduna Park ging Bremen durch ein Tor von Rashica in der 7. Minute in Führung, doch postwendend glich Götze zum 1:1 aus. Vier Minuten vor der Pause schoss Reus seine Mannschaft in Führung. Halbzeit zwei war ein Schlagabtausch. In der 55. Minute traf Friedl zum 2:2, und dem BVB wollte trotz einer Vielzahl an Möglichkeiten ein dritter Treffer nicht gelingen.

Ausgangslage: Dritter gegen Zehnter. Der BVB war mit drei Siegen, einem Remis und einer Niederlage in die Liga gestartet und hatte nur eins der vorangegangenen neun Bundesliga-Duelle gegen Bremen verloren. Zuhause stand die Bilanz seit 2007 bei elf Siegen und einer Niederlage. Werders Startbilanz: zwei Siege, drei Niederlagen, sechs Punkte (Vorjahr: elf).

Personalien: Ohne Hummels und weiterhin ohne Schulz, erstmals mit Morey (nach in der Vorbereitung erlittener Schulterverletzung) und auch erstmals in dieser Saison mit Balerdi im Kader ging der BVB die Aufgabe an. Favre nahm gegenüber dem 2:2 in Frankfurt vier Wechsel vor: Weigl spielte für Hummels in der Innenverteidigung, Piszczek, Dahoud und Götze ersetzten Guerreiro, Delaney und Alcácer (alle Bank). Bei Bremen liefen zwei Ex-Borussen auf: Sahin und Bittencourt (Toprak fehlte wegen Rückstands im Kader).

Taktik: Bremen staffelte sich in einer 3-4-2-1-Grundordnung mit Klaassen und Eggestein im zentral-defensiven Mittelfeld. Auf den Außen erweiterten Friedl (links) und Lang (rechts) die Abwehr situativ zu einer Vierer- oder gar Fünferkette. Sargant war einzige Spitze, denn Rashica agierte überwiegend hinter ihm, auf halblinker Position neben Bittencourt. Der BVB versuchte im bekannten 4-2-3-1-System das Spiel in die Breite zu ziehen, Ball und Gegner laufen zu lassen und daraus resultierende Lücken zu nutzen, die Bremen jedoch kaum anbot, da die Mannschaft gut und geschlossen den Defensivaufgaben nachging.

Spielverlauf & Analyse: Die Partie begann mit einer kalten Dusche: Klaassen eroberte nach einem Einwurf den Ball, Hakimi stoppte zwar den Bremer Angriff, doch im Mittelfeld verlor Witsel den Zweikampf gegen den energischen Klaassen, der sofort weiterleitete auf Rashica: Gute Ballannahme, starker Schuss aus halbrechter Position, keine Abwehrchance für Bürki – 0:1 (7.).

Doch nur 79 Sekunden später jubelte Schwarzgelb: Von Hakimi kam das Leder zu Piszczek. Bei dessen Flanke verschätzte sich Lang am langen Fünfmetereck, und Götze gelang per Flugkopfball das 1:1 (9.). Der BVB versuchte, Druck aufzubauen, kam aber selten in torgefährliche Räume. Sanchos Schuss aus 22 Metern bildete die sehenswerte Ausnahme, doch Pavlenka wehrte ab zur Ecke (18.). Zehn Minuten später klärte Gebre Selassie vor dem einschussbereiten Hazard. Das Kombinationsspiel der Borussen war nicht schlecht, aber es hätte optimal sein müssen gegen die gut und dicht gestaffelten Bremer. Beispielhaft eine Szene aus der 36. Minute: Götze auf Reus, der von links in den Strafraum eindrang, doch das Zuspiel auf den mitlaufenden Sancho geriet einen Tick zu weit. Zur Verdeutlichung: Die Passquote war dennoch überragend mit 95% zu diesem Zeitpunkt der Partie. Ebenso verdient war am Ende auch die Halbzeitführung: Witsel leitete den Ball in den rechten Halbraum, wo Hazard eine exakte Flanke ansetzte, und im Zentrum entwischte Reus seinem Bewacher, und wieder war es ein Kopfballtor – 2:1 in der 41. Minute. Kurz darauf hatte Dahoud nach Götzes Zuspiel nur noch Pavlenka vor sich, doch Bremens Torwart klärte überragend mit dem Fuß und verhinderte ein fast sicheres Gegentor (45.). Durchgang zwei begann mit abgeblockten Schüssen auf beiden Seiten: Piszczek (49.) und Rashica (50.). Bremen trat nun deutlich offensiver auf, hatte umgestellt auf Viererkette, Sahin vorgezogen ins Mittelfeld und kam zur nächsten Gelegenheit: Piszczek klärte mit letztem Einsatz gegen Sergant zur Ecke. Doch die brachte den Gästen den Ausgleich. Sergant verlängerte die Hereingabe mit dem Kopf, und Friedl nickte zum 2:2 ein (55.). In der 67. Minute kam Brandt für Dahoud ins Spiel. Wie schon beim 3:1-Sieg in Köln hatte der Neuzugang seine Startrampe auf der Doppelsechs neben Witsel. Borussia drückte aufs Gaspedal und feuerte aus allen Lagen: Hakimi zwang Pavlenka zu einer Parade, Hazards Nachschuss wurde von einem Bremer zur Ecke abgelenkt, ansonsten wäre er im Tor gelandet (70.). Kurz darauf verpasste der wenige Sekunden zuvor für Götze eingewechselte Alcácer Sanchos Hereingabe um Zentimeter (73.).

Aber auch Bürki war gefordert: In Minute 77 musste er nach Sargents Schuss zupacken. Im Gegenzug parierte sein Gegenüber Pavlenka Hazards von Klaassen abgefälschten Kracher. Borussia rannte weiter an, rannte sich dann aber mehr und mehr fest und musste sich am Ende mit einem Punkt zufriedengeben. Die letzte Chance verpasste Alcácer in der Nachspielzeit, als er Brandts Hereingabe übers Tor schoss.

Ausblick: In der kommenden Woche muss der BVB zweimal reisen: Zunächst geht es nach Prag, wo am Mittwoch um 21 Uhr das zweite Gruppenspiel gegen Slavia angepfiffen wird. Am Samstag (Anstoß 15.30 Uhr) heißt der Gegner Sportclub Freiburg.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel (78. Weig), Delaney – Sancho, Reus, Brandt (61. Hazard) – Alcácer (79. Bruun Larsen)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Weigl, Akanji, Hakimi – Witsel, Dahoud (67. Brandt) – Sancho (80. Guerreiro), Reus, Hazard – Götze (72. Alcácer)

Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Sahin, Groß – Lang, M. Eggestein, Klaassen, Friedl – Bittencourt (82. J. Eggestein), Rashica (73. Goller) – Sargent (87. Pizarro) Bank: Hitz, Zagadou, Delaney, Balerdi, Morey, Bruun Larsen – Kapino, Veljkovic, Straudl, Bargfrede

Tore: 0:1 Rashica (7., Klaassen), 1:1 Götze (9., Piszczek), 2:1 Reus (41., Hazard), 2:2 Friedl (55., Sargent) Chancen: 9:5 (Halbzeit 4:1), Ecken: 10:2 (4:0) Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach), Gelbe Karte: Weigl Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: regnerisch, 15 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

5.Spieltag - Frankfurt - BVB 2:2

 


5. Spieltag

BVB feiert wichtigen 4:0-Sieg gegen Leverkusen.

Borussia Dortmund ist zurück in der Spur! Am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga setzte sich der Vizemeister im Duell zweier Champions-League-Teilnehmer durch Tore von Alcácer, Reus (2) und Guerreiro gegen den Vorjahresvierten Bayer Leverkusen mit 4:0 (1:0) durch.

81.365 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park sahen eine hochklassige Auseinandersetzung, die zunächst vom Gast diktiert wurde. Doch das erste Tor erzielte der BVB in Person von Alcácer in der 28. Minute. Kurz zuvor hatte Torwart Hradecky zunächst gegen Reus, dann gegen Brandt mit sensationellen Paraden das 1:0 verhindert. Mit 65% Ballbesitz Leverkusen, aber 3:0 Torchancen Dortmund ging es in die Pause. Fünf Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Reus auf 2:0. Guerreiro in der 83. und erneut Reus in der 90. Minute machten den am Ende deutlichen Sieg perfekt.

Ausgangslage: Aus den vorangegangenen fünf Vergleichen hatte der BVB 13 von 15 möglichen Punkten geholt. Im eigenen Stadion waren es sogar vier Siege in Serie mit mindestens jeweils drei erzielten Toren. Während die Schwarzgelben am 3. Spieltag bei Union Berlin (1:3) die erste Niederlage hinnehmen mussten, war die Werkself noch ungeschlagen (zwei Siege, ein Remis).

Personalien: Im Vergleich zum Spiel vor der Länderspielpause in Berlin gab es zwei Änderungen in der Startelf: Guerreiro und Witsel, der ebenso wie Hazard (Bank) wieder zur Verfügung stand, ersetzten Weigl (Bank) und Piszczek, der wegen muskulärer Probleme kurzfristig passen musste. Nicht einsatzfähig waren zudem Schulz (Fuß) und Morey (Schulter). Akanji, der bei der Nationalmannschaft eine Sprunggelenkblessur erlitten hatte, konnte mitwirken.

Taktik: Erst als Hakimi bei Ballbesitz deutlich aufrückte ins Mittelfeld, fand der BVB Zugriff auf die Partie, die in den ersten 20 Minuten vom Gast bestimmt wurde. Bei gegnerischen Ecken postierte Bayer drei Angreifer an der Mittellinie. In einer sehr flexiblen 4-3-3-Grundordnug ließ Leverkusen Ball und Gegner laufen. Havertz rückte vom rechten Flügel immer wieder auf eine halbrechte Position und war kaum zu fassen; seine Seite überließ er dem sehr offensiven rechten Verteidiger Lars Bender. In der Zentrale tauschten Baumgartlinger (meist auf der Sechs) und Aranguiz die Positionen. Defensiv staffelte sich der BVB in einem 4-4-2. Die Bemühungen, schnelle Umschaltaktionen zu kreieren, litten anfangs an einer hohen Fehlpassquote.

Spielverlauf & Analyse: Mit hohem Pressing, teilweise vier Spielern am gegnerischen Strafraum, stresste der Gegner die Schwarzgelben, die sich zu langen Bällen hinreißen ließen, die gewohnte Sicherheit zunächst vermissen ließen, während Leverkusen mit langen Stafetten das Spiel diktierte, ohne aber in torgefährliche Räume zu kommen. Hummels und Akanji agierten im Abwehrzentrum sehr aufmerksam.

Dortmund brauchte rund 20 Minuten Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden – und kam dann mit Wucht. In der 24. Minute legte Alcácer im Strafraum quer auf Reus, der sofort abzog, aber am glänzend reagierenden Hradecky scheiterte, und auch den Nachschuss von Brandt klärte Leverkusens Schlussmann mit einer überragenden Tat. Der BVB setzte nach. Vier Minuten später eroberte Hakimi auf der rechten Seite den Ball, flankte gegen aufgerückte Leverkusener punktgenau in die Mitte auf den einlaufenden Alcácer, der volley mit dem linken Fuß zum 1:0 vollstreckte (28.). Der Spanier war damit in jedem seiner acht Pflichtspiele in dieser Saison (Verein/Nationalelf) erfolgreich. Nach gut einer halben Stunde hätte Borussia nachlegen können. Nach Witsels Zuspiel stoppte Tah den Ball im Fünfmeterraum (mit der Hand?), Hakimis Nachschuss lenkte Hradecky an die Latte und verhinderte damit das 0:2 (32.).

Leverkusen kam mit Bailey für Amiri und damit einem klaren 4-3-3 (Havertz nun auf der Acht) aus der Kabine, versuchte Druck auszuüben – und wurde ausgekontert: Wenn Akanjis Schlag so gedacht war, war er Weltklasse: Sancho hatte auf dem rechten Flügel freie Bahn, behielt den Kopf oben, passte in den Rückraum. Alcácer spürte Reus in seinem Rücken, ließ den Ball überraschend für Leverkusens Abwehr durch, und der Kapitän schob die Kugel sicher zum 2:0 ins lange Eck (50.). Bürki war in der 63. Minute erstmals ernsthaft gefordert, als er per Fußabwehr gegen Havertz klärte. Vorausgegangen war ein Fehlpass im Aufbau. Der BVB ließ dem Gegner zwar meist den Ball, aber keine weiteren zwingenden Aktionen zu und machte sieben Minuten vor dem Ende den Sack zu: Nach einer Kombination zwischen Hazard und Guerreiro verlagerte Delaney das Spiel mit einem klugen Ball auf die rechte Seite. Sancho flankte nach innen, Hradecky wehrte nach vorn ab, genau vor die Füße von Guerreiro, der zum 3:0 einschoss (83.). In der Schlussminute führte ein Konter über Hazard, Bruun Larsen und Reus, der links am Fünfmetereck vollstreckte, zum 4:0.

Ausblick: Am Dienstag startet die UEFA Champions League: Borussia Dortmund hat den FC Barcelona zu Gast. Anstoß ist um 21 Uhr. In der Liga geht es kommende Woche Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt weiter.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel (78. Weig), Delaney – Sancho, Reus, Brandt (61. Hazard) – Alcácer (79. Bruun Larsen)

Bayer Leverkusen: Hradecky – L. Bender, Tah, S. Bender, Wendell – Baumgartlinger – Aranguiz (78. Alario), Amiri (46. Bailey) – Havertz, Volland, Bellarabi (73. Diaby) Bank: Hitz, Zagadou, Dahoud, Götze, Schmelzer – Özcan, Retsos, Dragovic, Paulinho, Sinkgraven, Weiser

Tore: 1:0 Alcácer (28., Hakimi), 2:0 Reus (50., Sancho), 3:0 Guerreiro (83., Sancho), 4:0 Reus (90., Bruun Larsen) Chancen: 6:2 (Halbzeit 3:0), Ecken: 3:3 (1:3) Schiedsrichter: Siebert (Berlin), Gelbe Karten: – Amiri, Wendell, Havertz Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: sonnig, 21 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

4.Spieltag - BVB - Leverkusen 4:0

 


4. Spieltag

BVB feiert wichtigen 4:0-Sieg gegen Leverkusen.

Borussia Dortmund ist zurück in der Spur! Am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga setzte sich der Vizemeister im Duell zweier Champions-League-Teilnehmer durch Tore von Alcácer, Reus (2) und Guerreiro gegen den Vorjahresvierten Bayer Leverkusen mit 4:0 (1:0) durch.

81.365 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park sahen eine hochklassige Auseinandersetzung, die zunächst vom Gast diktiert wurde. Doch das erste Tor erzielte der BVB in Person von Alcácer in der 28. Minute. Kurz zuvor hatte Torwart Hradecky zunächst gegen Reus, dann gegen Brandt mit sensationellen Paraden das 1:0 verhindert. Mit 65% Ballbesitz Leverkusen, aber 3:0 Torchancen Dortmund ging es in die Pause. Fünf Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Reus auf 2:0. Guerreiro in der 83. und erneut Reus in der 90. Minute machten den am Ende deutlichen Sieg perfekt.

Ausgangslage: Aus den vorangegangenen fünf Vergleichen hatte der BVB 13 von 15 möglichen Punkten geholt. Im eigenen Stadion waren es sogar vier Siege in Serie mit mindestens jeweils drei erzielten Toren. Während die Schwarzgelben am 3. Spieltag bei Union Berlin (1:3) die erste Niederlage hinnehmen mussten, war die Werkself noch ungeschlagen (zwei Siege, ein Remis).

Personalien: Im Vergleich zum Spiel vor der Länderspielpause in Berlin gab es zwei Änderungen in der Startelf: Guerreiro und Witsel, der ebenso wie Hazard (Bank) wieder zur Verfügung stand, ersetzten Weigl (Bank) und Piszczek, der wegen muskulärer Probleme kurzfristig passen musste. Nicht einsatzfähig waren zudem Schulz (Fuß) und Morey (Schulter). Akanji, der bei der Nationalmannschaft eine Sprunggelenkblessur erlitten hatte, konnte mitwirken.

Taktik: Erst als Hakimi bei Ballbesitz deutlich aufrückte ins Mittelfeld, fand der BVB Zugriff auf die Partie, die in den ersten 20 Minuten vom Gast bestimmt wurde. Bei gegnerischen Ecken postierte Bayer drei Angreifer an der Mittellinie. In einer sehr flexiblen 4-3-3-Grundordnug ließ Leverkusen Ball und Gegner laufen. Havertz rückte vom rechten Flügel immer wieder auf eine halbrechte Position und war kaum zu fassen; seine Seite überließ er dem sehr offensiven rechten Verteidiger Lars Bender. In der Zentrale tauschten Baumgartlinger (meist auf der Sechs) und Aranguiz die Positionen. Defensiv staffelte sich der BVB in einem 4-4-2. Die Bemühungen, schnelle Umschaltaktionen zu kreieren, litten anfangs an einer hohen Fehlpassquote.

Spielverlauf & Analyse: Mit hohem Pressing, teilweise vier Spielern am gegnerischen Strafraum, stresste der Gegner die Schwarzgelben, die sich zu langen Bällen hinreißen ließen, die gewohnte Sicherheit zunächst vermissen ließen, während Leverkusen mit langen Stafetten das Spiel diktierte, ohne aber in torgefährliche Räume zu kommen. Hummels und Akanji agierten im Abwehrzentrum sehr aufmerksam.

Dortmund brauchte rund 20 Minuten Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden – und kam dann mit Wucht. In der 24. Minute legte Alcácer im Strafraum quer auf Reus, der sofort abzog, aber am glänzend reagierenden Hradecky scheiterte, und auch den Nachschuss von Brandt klärte Leverkusens Schlussmann mit einer überragenden Tat. Der BVB setzte nach. Vier Minuten später eroberte Hakimi auf der rechten Seite den Ball, flankte gegen aufgerückte Leverkusener punktgenau in die Mitte auf den einlaufenden Alcácer, der volley mit dem linken Fuß zum 1:0 vollstreckte (28.). Der Spanier war damit in jedem seiner acht Pflichtspiele in dieser Saison (Verein/Nationalelf) erfolgreich. Nach gut einer halben Stunde hätte Borussia nachlegen können. Nach Witsels Zuspiel stoppte Tah den Ball im Fünfmeterraum (mit der Hand?), Hakimis Nachschuss lenkte Hradecky an die Latte und verhinderte damit das 0:2 (32.).

Leverkusen kam mit Bailey für Amiri und damit einem klaren 4-3-3 (Havertz nun auf der Acht) aus der Kabine, versuchte Druck auszuüben – und wurde ausgekontert: Wenn Akanjis Schlag so gedacht war, war er Weltklasse: Sancho hatte auf dem rechten Flügel freie Bahn, behielt den Kopf oben, passte in den Rückraum. Alcácer spürte Reus in seinem Rücken, ließ den Ball überraschend für Leverkusens Abwehr durch, und der Kapitän schob die Kugel sicher zum 2:0 ins lange Eck (50.). Bürki war in der 63. Minute erstmals ernsthaft gefordert, als er per Fußabwehr gegen Havertz klärte. Vorausgegangen war ein Fehlpass im Aufbau. Der BVB ließ dem Gegner zwar meist den Ball, aber keine weiteren zwingenden Aktionen zu und machte sieben Minuten vor dem Ende den Sack zu: Nach einer Kombination zwischen Hazard und Guerreiro verlagerte Delaney das Spiel mit einem klugen Ball auf die rechte Seite. Sancho flankte nach innen, Hradecky wehrte nach vorn ab, genau vor die Füße von Guerreiro, der zum 3:0 einschoss (83.). In der Schlussminute führte ein Konter über Hazard, Bruun Larsen und Reus, der links am Fünfmetereck vollstreckte, zum 4:0.

Ausblick: Am Dienstag startet die UEFA Champions League: Borussia Dortmund hat den FC Barcelona zu Gast. Anstoß ist um 21 Uhr. In der Liga geht es kommende Woche Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt weiter.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel (78. Weig), Delaney – Sancho, Reus, Brandt (61. Hazard) – Alcácer (79. Bruun Larsen)

Bayer Leverkusen: Hradecky – L. Bender, Tah, S. Bender, Wendell – Baumgartlinger – Aranguiz (78. Alario), Amiri (46. Bailey) – Havertz, Volland, Bellarabi (73. Diaby) Bank: Hitz, Zagadou, Dahoud, Götze, Schmelzer – Özcan, Retsos, Dragovic, Paulinho, Sinkgraven, Weiser

Tore: 1:0 Alcácer (28., Hakimi), 2:0 Reus (50., Sancho), 3:0 Guerreiro (83., Sancho), 4:0 Reus (90., Bruun Larsen) Chancen: 6:2 (Halbzeit 3:0), Ecken: 3:3 (1:3) Schiedsrichter: Siebert (Berlin), Gelbe Karten: – Amiri, Wendell, Havertz Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: sonnig, 21 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

3.Spieltag - Union Berlin - BVB 3:1

 


3. Spieltag

BVB bei 33 Grad eiskalt erwischt.

Borussia Dortmund hat am 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga die erste Saison-Niederlage hinnehmen müssen. Der BVB unterlag beim 1. FC Union Berlin mit 1:3 (1:1). Nur Paco Alcácer traf ins gegnerische Tor.

33 Grad Celsius beim Anpfiff, heiße Atmosphäre auf den Rängen: 22.012 Besucher in der ausverkauften „Alten Försterei“ sorgten für eine großartige Stimmung. Fußball pur in Köpenick, und ein überraschender, aber bestimmt nicht unverdienter Sieg des Außenseiters. Konnten die Borussen Marius Bülters 1:0 aus der 22. Minute noch quasi postwendend durch Paco Alcácers Ausgleichstreffer kontern (25.), fanden sie auf die weiteren Tore von Bülter (50.) und Sebastian Andersson (75.) keine Antwort mehr.

Ausgangslage: Aufsteiger gegen Vizemeister. Nach zuvor zwei Pokal-Duellen in Dortmund, in denen der BVB Verlängerung (2017) und Elfmeterschießen (2015) zum Weiterkommen benötigte, standen sich beide Klubs erstmals in der Bundesliga gegenüber.

Personalien: Es mussten die verletzten Thorgan Hazard (Rippenblessur) und Axel Witsel (Faserriss) ersetzt werden. Julian Brandt und Thomas Delaney kamen dafür neu ins Team, außerdem löste Achraf Hakimi auf der linken Abwehrseite Nico Schulz ab.

Taktik: Union staffelte sich in einer 4-4-2-Grundordnung und setzte auf schnelles Umschalten. Die Berliner agierten dabei sehr diszipliniert, ließen die Abständen zu den Ketten ebenso gering wie zu den Dortmunder Offensivspielern. Wenn sie die Kugel erobert hatten, ging es blitzschnell nach vorne. Risiko war dabei Teil des Plans, eine Passquote von nur 64% in Halbzeit eins (BVB 88%) wurde offenbar in Kauf genommen. Ujah (gegen Akanji) und Andersson (gegen Hummels) versuchten, keinen Aufbau über die Innenverteidiger zuzulassen, so dass einer der beiden Sechser (meist Weigl) ins Zentrum rücken musste. Borussia war bemüht, das Spiel in die Breite zu ziehen, kam aber nur dann gefährlich über die Außen nach vorne, wenn schnell und präzise gespielt wurde. Sancho und Brandt tauschten häufig die Seiten.

Spielverlauf & Analyse: Von Beginn an versuchte Union Berlin, den BVB weit weg vom eigenen Tor zu halten. Gefährlich wurde es daher nur selten wie in der fünften Minute, als Paco Alcacer und Jadon Sancho eine scharfe Hereingabe von Julian Brandt knapp verpassten. In der zehnten Minute hatten dann auch die Gastgeber die erste gute Torchance. Nach einer Flanke von Lenz köpfte Neven Subotic aus rund fünf Metern knapp am rechten Pfosten vorbei. Die Schwarzgelben hatten in dieser frühen Phase des Spiels bereits viel mehr Ballbesitz und nach einer guten Viertelstunde die nächste Möglichkeit: Ein direkter Freistoß von Marco Reus landete allerdings am Außennetz. Mit dem Selbstvertrauen aus zwei Siegen in den ersten zwei Spielen war das Team von Trainer Lucien Favre mutig in der Offensive und konzentriert in der Defensive. Julian Weigl schob sich im Spielaufbau immer wieder zwischen die beiden Innenverteidiger und dirigierte das Dortmunder Angriffsspiel aus zentraler Rolle.

Union konzentrierte sich auf Konter und gefährliche Standardsituationen. Nach einer flachen Ecke von Christopher Trimmel in der 22. Spielminute kam Marius Bülter aus zentraler Position im Rückraum zum Abschluss und erzielte per Direktabnahme das überraschende 1:0 für die Hausherren. Für den BVB war das der dritte 0:1-Rückstand im dritten Ligaspiel. Lange hielt die Berliner Führung allerdings nicht. Marco Reus spielte auf der rechten Seite Jadon Sancho frei, der den Ball direkt in den Strafraum brachte, wo Paco Alcacer bereitstand und nur noch einschieben musste. So war nach nicht einmal drei Minuten der Rückstand wieder ausgeglichen. Nach dem 1:1 verflachte das Spiel etwas. Beide Mannschaften mit mehr Fehlpässen und Ungenauigkeiten im eigenen Ballbesitz. Erst mit einem Distanzschuss von Julian Weigl aus zentraler Position auf das Berliner Tor wurde es in der ersten Hälfe nochmal aufregend (44.).

Der BVB schnupperte am Führungstreffer, auch weil sich Paco Alcacer innerhalb weniger Minuten zweimal in aussichtsreicher Abschlussposition befand. Marco Reus verpasste kurz vor dem Ende der ersten Hälfte die Führung um Zentimeter.

Mit dem Beginn der zweiten Hälfte musste der BVB auswechseln: Für den angeschlagenen Thomas Delaney (Platzwunde an der Stirn) war nun Mahmoud Dahoud dabei. Den besseren Start erwischte Union Berlin: In der 50. Spielminute klärte Akanji zunächst in den Fuß eines Gegenspielers und wurde dann von Andersson überlaufen. Dieser scheiterte zunächst am stark reagierenden Roman Bürki. Den Nachschuss konnte dann aber Bülter zum 2:1 verwerten. Der BVB war nach der Pause nicht richtig drin in der Partie, und Union spielte beflügelt vom Führungstreffer frech nach vorn. Es dauerte bis zur 64. Minute, ehe die Schwarzgelben die nächste konstruktive Chance herausspielten. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld von Jadon Sancho verpasste erst Marco Reus und dann Paco Alcacer den Ball. Doch in der Summe waren die Angriffsbemühungen zu harmlos und die entscheidenden Bälle zu ungenau.

Kaum gefährliche Abschlussaktionen Der Borussia lief die Zeit davon, denn Union Berlin setzte weiter Nadelstiche und wurde in der 75. Spielminute für den Mut belohnt. Nach Vorlage von Sheraldo Becker nach zu kurz abgewehrter Ecke stand Sebastian Andersson im Fünfmeterraum frei und konnte Roman Bürki bezwingen. Lucien Favre reagierte und brachte für Julian Weigl den offensiveren Raphael Guerreiro. Der BVB erhöhte nunmehr das Risiko, drängte Union tief in die eigene Hälfte. Die Hauptstädter schafften es allerdings immer wieder, sich zu befreien. Ein Schuss von Sancho in der 85. Spielminute streifte zwar den Pfosten, allerdings waren die Offensivbemühungen im zweiten Durchgang insgesamt sehr dürftig. Sieben Minuten Nachspielzeit gab es von Schiedsrichter Felix Brych, der das Spiel mehrmals auf Grund von Verletzungs- und Trinkpausen unterbrechen musste. Doch auch diese Zugabe sollte den gewünschten Erfolg nicht bringen. Union stand gut, der BVB kam nur nach Distanzschüssen zum Abschluss.

Ausblick: Die Liga unterbricht den Spielbetrieb für die erste von vier „Länderspielpausen“ in dieser Saison. Mitte September geht es dann Schlag auf Schlag weiter: Dem Heimspiel-Doppelpack gegen Bayer Leverkusen (14.9.) und FC Barcelona (17.9.) folgt das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (22.9.).

Teams & Tore
1. FC Union Berlin: Gikiewicz – Trimmel, Friedrich, Subotic, Lenz – Becker, Schmiedebach (63. Gentner), Andrich, Bülter (76. Mees) – Andersson, Ujah (80. Kroos)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Hummels, Hakimi – Weigl (76. Guerreiro), Delaney (46. Dahoud) – Brandt (86. Bruun Larsen), Reus, Sancho – Alcácer Bank: Nicolas, Ryerson, Gogia, Polter, Abdullahi, Parensen – Hitz, Zagadou, Götze, Schulz, Wolf, Schmelzer

Tore: 1:0 Bülter (22., Ecke Trimmel), 1:1 Alcácer (25., Sancho), 2:1 Bülter (50.), 3:1 Andersson (75., Becker) Chancen: 5:6 (Halbzeit 3:4), Ecken: 7:4 (3:1) Schiedsrichter: Brych (München), Gelbe Karten: keine Zuschauer: 22.012 (ausverkauft), Wetter: sonnig, 33 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert und Timo Lammert

2.Spieltag - Köln - BVB 1:3

 


2. Spieltag

Über Umwege und mit Geniestreichen zum 3:1-Sieg in Köln.

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Borussia Dortmund ließ dem 5:1-Sieg vor einer Woche gegen den FC Augsburg zum Auftakt des 2. Spieltags der Fußball-Bundesliga am Freitagabend einen 3:1 (0:1)-Erfolg folgen und verbucht damit einen perfekten Start in die Saison.

50.000 Besucher im ausverkauften, stimmungsvollen Rhein-Energie-Stadion in Köln-Müngersdorf sahen einen zunächst leicht überlegenen FC, der durch Drexlers Treffer aus der 29. Minute nicht unverdient mit einem 1:0 in die Halbzeit ging. Über Umwege und mit Geniestreichen kam der BVB doch noch zum Sieg. Die späten Tore von Jadon Sancho (70.), Achraf Hakimi (86.) und Paco Alcácer in der Nachspielzeit bescherten drei wertvolle Punkte.

Ausgangslage: In den vergangenen 20 Gastspielen in Müngersdorf hatte Borussia doppelt so viele Siege (elf) wie Niederlagen (fünf) verbucht. Während der BVB nur eins der vergangenen fünf Bundesligaspiele in fremden Stadien verloren hatte, war dem FC in seinen drei abschließenden Zweitliga-Heimspielen kein Sieg vor eigenem Publikum geglückt.

Personalien: Bis auf den an der Schulter verletzten Morey waren alle Mann an Bord. Bürki feierte sein Saisondebüt und löste Hitz zwischen den Pfosten ab. Das war der einzige Wechsel gegenüber Ligastart und Pokalauftakt.

Taktik: Der FC spielte hohes Pressing, stellte den Borussen ein 4-1-2-3 entgegen, in dem fünf (!) Spieler in der gegnerischen Hälfte auf Balljagd gingen. Dortmund fand auch nach einer Umstellung auf ein 3-3-4 im Aufbau, dann mit Witsel zwischen den Innenverteidigern, kein Mittel, um in torgefährliche Räume zu kommen, die von den Kölner geschickt zugestellt wurden. Das Spiel des FC war geradlinig in die Spitze gestaltet. Diese Wege fand der BVB in der ersten Hälfte nicht.

Spielverlauf & Analyse: In den ersten Minuten entwickelte sich zunächst ein offenes Bundesligaspiel. Der BVB mit mehr Ballbesitz, aber der FC versteckte sich nicht in der eigenen Hälfte. Das Team von Trainer Achim Beierlorzer agierte körperlich präsent in den Zweikämpfen und ließ dem BVB nur wenig Raum für das eigene Aufbauspiel. Nach einer knappen Viertelstunde hatten die Borussen die erste halbe Tormöglichkeit. Die Ecke von Jadon Sancho fand die Schulter von Mats Hummels. Jedoch landete sein Versuch in der 14. Spielminute über dem Kölner Tor. Auf der anderen Seite verpasste Jhon Cordoba eine Flanke von Modeste knapp (17.). In der 21. Spielminute zog Thorgan Hazard über den linken Flügel in das Zentrum und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Der anschließende Freistoß von Marco Reus zwang Timo Horn im Kölner Tor zu seiner ersten Parade. Mitte der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber ihre beste Phase. Nach einer Dreifachchance von Jhon Cordoba und Anthony Modeste und einer Ecke in der 30. Spielminute musste Roman Bürki das erste Mal hinter sich greifen. Am zweiten Pfosten stand Dominick Drexler völlig frei und konnte aus kurzer Distanz zum 1:0 aus Kölner Sicht einköpfen. Für den 29-jährigen Mittelfeldspieler war es das erste Bundesligator. Die Führung ging zu diesem Zeitpunkt durchaus in Ordnung, da der FC frech und mit viel Engagement spielte. Den Borussen fehlte in dieser Phase die Genauigkeit im Offensivspiel, der letzte Torabschluss war schon einige Minuten her.

Schwarzgelb hatte nach dem Gegentreffer weiterhin mehr Ballbesitz, allerdings in Zonen, die ungefährlich für das Kölner Tor waren. Die Rheinländer standen defensiv kompakt und ließen nur wenig zu. Erst in der 42. Spielminute fand Lukasz Piszczek eine Lücke in der Kölner Hintermannschaft und konnte bis zur Grundlinie durchbrechen. Seine scharfe Flanke fand im Strafraum allerdings keinen Abnehmer. Trotz besserer Ballbesitz-, Pass- und Zweikampfwerten ging der BVB mit einem Rückstand in die zweiten 45 Minuten. Doch auch nach dem Seitenwechsel sahen die 50.000 Zuschauer im Stadion zunächst dasselbe Bild. Dem BVB gelang offensiv wenig, der FC setzte aus einer guten Defensive immer mal wieder Nadelstiche nach vorne. Es dauerte bis zur 55. Spielminute, bis der nächste Torabschluss nach dem Reus-Freistoß aus der ersten Hälfte verzeichnet werden konnte. Nach Vorarbeit von Jadon Sancho scheiterte Paco Alcacer aus kurzer Distanz an Timo Horn.

Nach einer knappen Stunde wechselte BVB-Trainer Lucien Favre doppelt aus. Achraf Hakimi und Julian Brandt ersetzten Nico Schulz und Julian Weigl. Vor allem der deutsche Nationalspieler fügte sich prächtig in die Mannschaft ein. Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung schickte er Marco Reus auf die Reise. Doch der Kapitän scheiterte auch am Kölner Schlussmann Timo Horn, der Ball blieb dennoch heiß, erst Rafael Czichos verhinderte mit seiner Aktion vor dem leeren Tor das 1:1. Jadon Sancho wurde nun immer stärker. Zunächst wurde dessen Schuss abgefälscht zur Ecke, die Thorgan Hazard kurz ausführte auf den Engländer. Völlig frei halbrechts im Kölner Strafraum setzte er den Ball mit dem linken Fuß unhaltbar für Horn in das linke untere Eck. Der FC wirkte zunehmend erschöpft und kam nur noch selten aus der eigenen Hälfte heraus. Der BVB beschäftigte die Kölner Hintermannschaft mit vielen Positions- und Richtungswechseln, jedoch fehlten nach dem Ausgleich zunächst klare Torchancen. Sieben Minuten vor dem Ende wechselte der BVB das dritte Mal aus. Jacob Bruun Larsen ersetzte Thorgan Hazard auf dem linken Flügel. Als wenn dieser Wechsel eine Initialzündung für die Schlussoffensive gewesen wäre, zeigte der BVB in der 86. Spielminute den besten Angriff des Spiels. Über die rechte Seite wurde Lukasz Piszczek freigespielt, der mit einer butterweichen Flanke Achraf Hakimi am zweiten Pfosten bediente. Der marokkanische Nationalspieler setzte sich im Kopfballduell entscheidend durch und wuchtete den Ball zum verdienten 2:1 über die Linie.

Der BVB belohnt sich für eine bessere zweite Halbzeit mit viel Laufbereitschaft und gutem, wechselnden Positionsspiel. Die Kölner waren stehend k.o. und setzten dem BVB in den Schlussminuten nicht mehr viel entgegen. Und so konnte Paco Alcácer nach einem Konter über Jadon Sancho den Schlusspunkt mit dem dritten BVB-Treffer des Tages setzen. Der Spanier musste aus sieben Metern nur noch den Fuß hinhalten und sorgte so für den zweiten Saisonsieg im zweiten Ligaspiel.

Ausblick: Auch am 3. Spieltag hat der BVB ein Auswärtsspiel, ebenfalls bei einem Aufsteiger: Kommende Woche Samstag (18.30 Uhr) geht es in der „Alten Försterei“ gegen Union Berlin.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Hitz – Piszczek (68. Hakimi), Akanji, Hummels, Schulz – Witsel, Weigl – Sancho, Reus (78. Götze), Hazard (68. Brandt) – Alcácer

1. FC Köln: Horn – Ehizibue, Bornauw, Czichos, Hector – Verstraete – Schindler (74. Kainz), Skhiri, Drexler – Cordoba (55. Terodde), Modeste (81. Höger) Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Hummels, Schulz (62. Hakimi) – Witsel, Weigl (62. Brandt) – Sancho, Reus, Hazard (85. Bruun Larsen) – Alcácer Bank: Kessler, Sobiech, Schaub, Koziello, Meré, Bader – Hitz, Zagadou, Delaney, Dahoud, Götze, Schmelzer,

Tore: 1:0 Drexler (29., Skhiri), 1:1 Sancho (70., Hazard), 1:2 Hakimi (86., Piszczek), 1:3 Alcácer (90.+4, Sancho) Chancen: 2:8 (Halbzeit 2:1), Ecken: 7:7 (4:4) Schiedsrichter: Dingert (Gries), Gelbe Karten: Verstraete, Ehizibue – Piszczek Zuschauer: 50.000 (ausverkauft), Wetter: sonnig, 25 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert und Timo Lammert

1.Spieltag - BVB - FC Augsburg 5:1

 


1. Spieltag

Gut und geduldig: Borussia siegt 5:1 gegen Augsburg.

Borussia Dortmund ist mit einem deutlichen Sieg in die 57. Spielzeit der Fußball-Bundesliga gestartet. Der Vizemeister gewann das Heimspiel gegen den FC Augsburg nach 0:1-Rückstand mit 5:1 (1:1). Alcácer mit einem „Doppel-Paco“ sowie Sancho, Reus und Brandt waren die Torschützen.

81.365 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park erlebten einen furiosen Auftakt: Nach 31 Sekunden traf Niederlechner zum 0:1, nur 80 Sekunden später glich Alcácer zum 1:1 aus. Der BVB verzeichnete in Durchgang eins 78% Ballbesitz und 12:2 Torschüsse. Doch Koubek im FCA-Tor war mehrfach glänzend zur Stelle. Ein Dreifachschlag zu Beginn der zweiten Hälfte entschied die Partie: Innerhalb von acht Minuten trafen Sancho (51.), Reus (57.) und Alcácer (59.) zum 4:1. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Brandt acht Minuten vor dem Ende einer bemerkenswert fairen Partie.

Ausgangslage: Der Vorjahres-Zweite traf auf den Fünfzehnten. Borussia Dortmund hatte in der Vorbereitung alle neun Test- und Pflichtspiele (Supercup, DFB-Pokal) gewonnen. Beim FC Augsburg folgten vier Siegen (u.a. 4:1 gegen Galatasaray Istanbul) drei Niederlagen; zuletzt das Pokal-Aus beim FC Verl. Mit 44 Punkten war der BVB das heimstärkste Team der Vorsaison. Der FCA wurde in der Auswärtsrangliste auf Rang 14 gelistet.

Personalien: Borussia musste weiterhin auf die verletzten Guerreiro (Muskelfaserriss) sowie Morey (Schulterverletzung) verzichten und lief in der gleichen Formation auf wie in der Vorwoche im DFB-Pokal. Bürki zählte wegen Rückstands noch nicht zum Kader.

Taktik: Augsburg spielte mit, wenn sich die Gelegenheit ergab, und verteidigte geschickt, verschob sich aus einer 4-2-3-1-Grundordnung in ein 4-1-4-1 mit engen Abständen vor dem eigenen Strafraum. Vornehmlich über die linke Seite mit Hazard und dem häufiger hinterlaufenden Schulz versuchte der BVB, Tempo ins Spiel zu bringen, suchte zudem häufig den Abschluss aus der zweiten Reihe.

Spielverlauf & Analyse: Es war der denkbar ungünstigste Start in das erste Bundesligaspiel der neuen Saison. 31 Sekunden waren gespielt, als Torhüter Hitz das erste Mal hinter sich greifen musste. Augsburgs Linksverteidiger Pedersen wurde mit einem Doppelpass freigespielt und schlug einen scharfen Ball in den Dortmunder Strafraum. Niederlechner musste am Fünfmeterraum nur noch den Fuß hinhalten und konnte so das frühe 1:0 aus Gästesicht erzielen.

Trotz Kaltstart ließ sich der BVB von dem schnellen Rückstand nicht beeinflussen und erzielte keine zwei Minuten später bereits den 1:1-Ausgleich. Sancho schickte Kapitän Reus über die rechte Seite an die Grundlinie. Der deutsche Nationalspieler beförderte den Ball ins Zentrum, wo Paco Alcácer aus drei Metern den Ball über die Linie drückte. Für den Stürmer war es das 19. Bundesligator im 27. Spiel – Bundesligabestwert. Die Gäste versteckten sich keinesfalls, spielten mutig mit und störten das BVB-Aufbauspiel früh. Zehn Minuten waren gespielt, als Weigl FCA-Torwart Koubek mit einem Distanzschuss prüfte. Der Neuzugang im Gästetor konnte den Ball über das Tor lenken, die anschließende Ecke und der Kopfball von Mats Hummels waren zwar gefährlich, aber nicht erfolgreich. Die Schwarzgelben mit mehr Ballbesitz und weiteren guten Möglichkeiten in der Offensive. Doch sowohl Alcacer (13.) als auch Reus (19. und 25.) konnten den Ball nicht im Augsburger Tor unterbringen.

Die Borussen erhöhten nach und nach den Druck. Augsburg kam nur noch selten konstruktiv aus der eigenen Hälfte heraus. Der BVB mit weiteren guten Torchancen, doch FCA-Schlussmann Koubek erwischte einen guten Tag. Das Spiel ging eigentlich nur in eine Richtung. Der BVB war in fast allen Belangen überlegen: Über 70 Prozent Ballbesitz, eine Passquote von über 90 Prozent und bereits elf Torschüsse nach 35 Minuten belegten die klare Tendenz der ersten Halbzeit.

Insgesamt fehlte dem BVB aber etwas die Präzision im Augsburger Strafraum. Die Gäste standen kompakt um diesen herum und ließen weiterhin nur Distanzschüsse zu. Einzelaktionen über die Flügel wurden konsequent verteidigt, sodass es nach den ersten 45 Minuten beim 1:1 blieb. Fünf Minuten dauerte es im zweiten Durchgang, bis mit der ersten Chance nach dem Seitenwechsel auch der zweite BVB-Treffer des Tages bejubelt werden durfte. Witsel setzte sich auf der linken Seite gegen zwei Augsburger durch und spielte einen wuchtigen Querpass in den Augsburger Fünfmeterraum. Schlussmann Koubek bekam zwar die Fingerspitzen an die Hereingabe, legte den Ball aber so ideal für Sancho vor, der aus kurzer Distanz via Innenpfosten zum 2:1 einnetzen konnte. Die Dominanz aus den ersten 45 Minuten gepaart mit der Effektivität und der Zielstrebigkeit aus dem zweiten Durchgang waren die Indikatoren für den schnellen Führungsausbau innerhalb weniger Minuten. Zunächst traf Reus in der 57. Spielminute nach Vorarbeit von Sancho und Alcacer zum 3:1. Und nur zwei Minuten später erhöhte der Spanier mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 4:1. Vorangegangen war eine hübsche Einzelleistung von Sancho, der gleich drei Augsburger stehen ließ und dann den Blick für den völlig freistehenden Mittelstürmer hatte. Bei beiden Gegentoren sah Augsburgs Schlussmann Koubek nicht gut aus, den positiven Eindruck aus der ersten Halbzeit konnte der Schlussmann nicht bestätigen. Nach gespielten 67 Minuten feierte BVB-Neuzugang Brandt sein Bundesligadebüt für die Schwarzgelben. Der 23-jährige Nationalspieler ersetzte Hazard. In derselben Spielminute kam auch Hakimi für Piszczek in die Partie.

Das Spiel war Mitte der zweiten Halbzeit entschieden, da auch der FC Augsburg kaum offensive Akzente setzen konnte. Ein Schuss von Richter, der zwei, drei Meter am Tor vorbei ging, war noch die gefährlichste Aktion. Nach 78 Minuten war dann auch Schluss für Reus. Der Torschütze zum 3:1 machte Platz für Götze. Die Schwarzgelben strotzten nur so vor Spielfreude und legten in der 82. Spielminute den fünften Treffer nach. Witsel spielte aus halblinker Position einen seiner gefühlvollen Pässe auf das rechte Fünfereck, wo Brandt einschussbereit stand und per Direktabnahme Koubek keine Abwehrmöglichkeit ließ. In der Folge hatten Götze (84.) und Witsel (89.) die Möglichkeit, das Ergebnis noch höher zu schrauben.

Ausblick: Es folgen zwei Auswärtsspiele gegen die Aufsteiger: kommende Woche Freitag (20.30 Uhr) beim 1. FC Köln, am 31. August beim 1. FC Union Berlin (Samstag, 18.30 Uhr). Das nächste Heimspiel findet erst in vier Wochen statt: Nach der Länderspielpause trifft der BVB am 14. September auf Bayer Leverkusen.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Hitz – Piszczek (68. Hakimi), Akanji, Hummels, Schulz – Witsel, Weigl – Sancho, Reus (78. Götze), Hazard (68. Brandt) – Alcácer

FC Augsburg: Koubek – Teigl, Suchy, Khedira, Pedersen – Gruezo, Baier – Hahn (60. Richter), Gregoritsch (77. Oxford), Vargas (83. Jensen) – Niederlechner Bank: Oelschlägel, Zagadou, Delaney, Dahoud, Schmelzer, Bruun Larsen – Luthe, Rieder, Stanic, Russo, Malone

Tore: 0:1 Niederlechner (1., Pedersen), 1:1 Alcácer (3., Reus), 2:1 Sancho (51., Witsel), 3:1 Reus (57., Alcácer), 4:1 Alcácer (59., Sancho), 5:1 Brandt (82., Witsel) Chancen: 12:1 (Halbzeit 6;1), Ecken: 10:0 (7:0) Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück), Gelbe Karten: keine Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: wolkig, 20 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert und Timo Lammert

Supercup 2019

 


Supercup1920

BVB - Bayern München 2:0
Borussia Dortmund gewinnt den Supercup 2019

Borussia Dortmund hat ein intensives und über weite Strecken mitreißendes Spiel um den DFL-Supercup 2019 durch Tore von Paco Alcácer und Jadon Sancho mit 2:0 (1:0) gegen den FC Bayern München gewonnen! Damit wandert diese Trophäe zum siebten Mal nach 1989, 1995, 1996, 2008, 2013 und 2014 an die Strobelallee.

Der BVB musste auf Hummels verzichten, der nach dem Vormittagstraining leichte muskuläre Probleme verspürte und sein Comeback um eine Woche verschiebeben musste, zudem auf Bürki (Risswunde am Schienbein) und Morey (Schulter ausgerenkt) sowie auf Brandt und Hazard, die nach Adduktoren- bzw. Sprunggelenkproblemen wieder im leichten Training sind. Somit kam in Linksverteidiger Schulz nur einer der fünf Neuen zum Einsatz.

Mit Gegenangriffen in Hochgeschwindigkeit riss der BVB das Publikum von den Sitzen. Der Supercup 2019 elektrisierte von der ersten Sekunde an. Bayern presste hoch, und Borussia nutzte die Räume, kam in den ersten 20 Minuten zu drei absoluten Topchancen. Bereits nach 50 Sekunden hätte es 1:0 stehen können: Alcácer düpierte Süle, auf links war der Weg frei für Guerreiro, der den Kopf oben behielt und den einlaufenden Reus bediente. Dessen präzisen Schuss wehrte Neuer stark ab. Nach knapp einer Viertelstunde spielte Sancho aus der eigenen Hälfte einen langen, präzisen Ball auf Alcácer, der die Kugel aus gut und gerne 30 Metern linker Position an Neuer, der weit aus seinem Tor heraus war, vorbei schob – aber auch um wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Top-Gelegenheit Nummer drei ergab sich für die im 4-2-3-1 mit Witsel und Weigl auf der Doppelsechs agierenden Borussen nach 20 Minuten, als Guerreiro im Strafraum zum Abschluss kam, Neuer mit dem Fuß parierte.

Es war ein hochklassiges Duell im ersten Durchgang, denn Chancen gab es auch für die Bayern, die selbst zu längeren Passagen kamen und im ersten Durchgang ein Plus bei Ballbesitz (59%) verbuchten. Lewandowskis Schuss wurde zur Ecke geblockt (18.), mit vereinten Kräften verhinderten zunächst Toprak, dann Hitz gegen Coman einen möglichen Gegentreffer (23.). Hatten die Borussen in den ersten 20 Minuten drei Riesenchancen zum 1:0, waren die Bayern danach dominanter.

Durchgang zwei begann wie der erste: mit einer Dortmunder Großchance. Diesmal wurde sie genutzt. Sancho eroberte an der Mittellinie den Ball, trieb ihn nach vorn und passte ihn an der Strafraumlinie quer zu Alcácer, der – durch die Beine von Tolisso – zum 1:0 traf (48.). Auf der anderen Seite wehrte Hitz Müllers Schuss aus 14 Metern prächtig ab (55.), klärte zunächst Hitz gegen Lewandowski und verhinderten dann Akanji und eine Zehntelsekunde später Toprak gegen Coman den möglichen Ausgleich (58.).

Topraks Klärungsaktion im eigenen Strafraum war Ausgangspunkt des zweiten Treffers. In einem blitzschnellen Gegenangriff war es Guerreiro, der mit einem sensationellen Außenrist-Pass die aufgerückte Bayern-Abwehr überwand und Sancho auf dem rechten Flügel bediente, der aus acht Metern halbrechter Position abzog und durch Neuers Beine hindurch zum 2:0 traf (69.). Kimmich hätte kurz darauf für seinen Tritt auf Sanchos Fuß Rot sehen müssen; er kam trotz Anwendung des Videobeweises mit Gelb davon (75.). Nunja. Eine Randnotiz in einem Fußballspiel, das ein Fest war.

BVB: Hitz – Piszczek (80. Wolf), Akanji, Toprak, Schulz – Weigl, Witsel – Sancho (81. Bruun Larsen), Reus, Guerreiro (74. Hakimi) – Alcácer Tore: 1:0 Alcácer (48., Sancho), 2:0 Sancho (69., Guerreiro) Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Schiedsrichter: Siebert (Berlin) Boris Rupert

Quelle: BVB.de
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