Die Bundesliga Begegnungen
Saison 2019/2020

Spieltage

7.Spieltag - Freiburg - BVB 2:2

 


7. Spieltag

Freiburg erkämpft in letzter Minute ein verdientes 2:2.

Mit einem 2:2 (1:0)-Unentschieden beim Sport-Club Freiburg schaffte Borussia Dortmund am 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga nicht den erhofften Auswärtssieg in der Liga. Der BVB konnte eine zweimalige Führung nicht ins Ziel bringen.

24.000 Zuschauer im ausverkauften Schwarzwald-Stadion sahen ein von beiden Seiten verhalten geführtes Spiel, das der BVB lange kontrollierte und in dem er in der 20. Minute durch ein Traumtor von Axel Witsel mit 1:0 in Führung ging, doch in der 55. Minute das 1:1 durch Luca Waldschmidt hinnehmen musste. Achraf Hakimi brachte die Borussen erneut in Führung (67.), Vincenzo Grifo erzwang in der Schlussminute ein Eigentor von Manuel Akanji – Endstand 2:2.

Ausgangslage: Mit 13 Punkten aus den ersten sechs Partien hatte der Sport-Club den besten Start der Vereinsgeschichte hingelegt und vor dem Anpfiff Tabellenplatz drei mit zwei Punkten und fünf Plätzen Vorsprung auf den BVB belegt, der eine große Serie verteidigen wollte: Borussia hatte aus den vorangegangenen acht Gastspielen in Freiburg 22 von 24 möglichen Punkten mitgenommen.

Personalien: Lucien Favre musste weiterhin ohne Alcácer (Reizung der Achillessehne) sowie Schulz (Rückstand) auskommen und veränderte seine Startelf drei Tage nach dem 2:0-Auswärtssieg in Prag auf zwei Positionen: Götze und Hazard ersetzten Brandt und Sancho (beide Bank).

Taktik: Erstmals in einem Heimspiel gegen Borussia Dortmund stellte Christian Streich eine Dreier-/Fünferkette. Die Freiburger agierten aus ihrer 3-6-1-Grundordnung sehr verhalten, überließen den Borussen Ball und Spielfeld, verzichteten auf ein hohes Pressing (um nicht überlaufen zu werden) und formierten sich stattdessen breit und eng vor dem eigenen Strafraum. Im Dortmunder 4-2-3-1 wechselten Hakimi und Hazard auf den offensiven Außenpositionen häufig die Seiten, bis der Marokkaner nach Piszczeks frühem, verletzungsbedingten Ausscheiden in der 14. Minute nominell den rechten Part der Viererkette übernahm, diesen jedoch weiterhin offensiv interpretierte. Der für Piszczek eingewechselte Brandt tauschte in der Folge häufig mit Hazard oder Götze die Positionen.

Spielverlauf & Analyse: Ein zur Ecke abgeblockter Schuss von Reus (10.), eine Torannäherung durch Brandt links am Fünfmeterraum (16.) – insgesamt zunächst wenig Zwingendes für einen BVB, der nach 20 Minuten 70% der Spielanteile verbuchte und 4:0 Ecken. Die fünfte Ecke bescherte dann aber die Führung – durch ein Traumtor! Witsel löste sich am langen Pfosten von seinen Bewachern, orientierte sich Richtung linkes Strafraumeck und jagte die Hereingabe seines Landsmanns Hazard volley zum 0:1 ins Freiburger Tor. Da musste selbst Streich schmunzeln. Und: Es war wie schon bei Witsels Treffer in Frankfurt eine Co-Produktion der beiden Belgier.

Freiburg war auch nach dem Rückstand darauf bedacht, das eigene Tor zu sichern, kam aber dennoch zu drei guten Gelegenheiten, weil die Dortmunder Defensive in diesen Szenen Lücken zeigte. Zunächst kam Waldschmidt aus 14 Metern zum Abschluss, schoss aber an Bürki und am Tor vorbei (17.), dann konnte Schmid von rechts zu Höler flanken, der artistisch zurücklegte auf Günter: Dessen Abschluss strich nur haarscharf am Pfosten vorbei (25.). Und in der 40. Minute nutzte Günter einen Stellungsfehler Hakimis, bediente Waldschmidt, der erneut aus rund 14 Metern halblinker Position abzog, diesmal knapp links am Tor vorbei (40.). Auf der anderen Seite allerdings hätte Brandt für das 0:2 sorgen können: Von Götze hervorragend in Szene gesetzt, köpfte er den Ball allein vor dem Tor an diesem vorbei (33.).

In der Nachspielzeit zwang Hazard mit einem wuchtigen Schuss Schwolow zu einer Glanztat (45.+2). Waldschmidt nähert sich an – und trifft Die recht abwartende Spielweise wurde schon kurz nach der Pause bestraft. Zunächst verzog Waldschmidt aus 17 Metern noch knapp (49.), doch sechs Minuten später passte sein Schuss: Das Zuspiel von Schmid am Strafraum ließ der Freiburger von rechts nach links durch und hatte dann freie Bahn, jagte die Kugel aus 18 Metern zum 1:1 in die Maschen – bei einem Chancenverhältnis von nun 5:3 nicht unverdient. Für Freiburg war es das erste Heim-Tor gegen den BVB seit Dezember 2011. Hakimi erneut mit einer Einzelleistung Sancho kam kurz darauf (63.) für Hazard – und der BVB überraschend und glücklich zugleich zur erneuten Führung. Brandt erkämpfte den Ball, und Hakimi marschierte nach Sanchos Zuspiel über die rechte Seite in den Freiburger Sechzehner, statt der erwarteten Flanke schlug er einen Haken und zog ab. Von Kübler abgefälscht landete der Ball zum 2:1 im Tor (67.). Sein dritter Treffer in dieser Woche!

Streich nahm in der Folge in Abrashi und Kügler zwei Defensive vom Platz und warf in Person von Petersen und Grifo zwei weitere Angreifer ins Spiel. Und Grifo war es dann auch, der den Ball nach einem schlecht abgewehrten Angriff von der Grundlinie nach innen brachte, von Akanji abgefälscht trudelte er an Bürki vorbei zum 2:2 ins Netz.

Ausblick: Die Liga pausiert zum zweiten Mal in dieser Saison zugunsten der Nationalteams. Für den BVB geht es in zwei Wochen, am 19. Oktober, mit einem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach weiter. Die Partie ist bereits restlos ausverkauft.

Teams & Tore SC Freiburg: Schwolow – Kübler (85. Grifo), Koch, Heintz – Schmid, Abrashi (75. Petersen), Höfler, Günter – Haberer, Höler (68. Sallai) – Waldschmidt

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek (14. Brandt, 87. Schmelzer), Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel, Delaney – Hazard (63. Sancho), Reus, Hakimi – Götze Bank: Flekken, Schlotterbeck, Gulde, Borrello, Kwon, Jeong – Hitz, Zagadou, Dahoud, Morey, Weigl, Bruun Larsen

Tore: 0:1 Witsel (20., Ecke Hazard), 1:1 Waldschmidt (55., Schmid), 1:2 Hakimi (67., Sancho), 2:2 Akanji (90., Eigentor, Grifo) Chancen: 6:4 (Halbzeit 3:3), Ecken: 3:11 (0:9) Schiedsrichter: Jablonski (Bremen), Gelbe Karten: – Hummels, Delaney, Hakimi Zuschauer: 24.000 (ausverkauft), Wetter: leichter Regen, 14 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

6.Spieltag - BVB - Bremen 2:2

 


6. Spieltag

BVB rennt an, erreicht aber nur ein 2:2 gegen Bremen.

Borussia Dortmund hat am 6. Spieltag der Fußball-Bundesliga den angestrebten Heimsieg gegen Werder Bremen verpasst und nur ein 2:2 (2:1)-Unentschieden erreicht.

Vor 81.365 Besuchern im ausverkauften Signal Iduna Park ging Bremen durch ein Tor von Rashica in der 7. Minute in Führung, doch postwendend glich Götze zum 1:1 aus. Vier Minuten vor der Pause schoss Reus seine Mannschaft in Führung. Halbzeit zwei war ein Schlagabtausch. In der 55. Minute traf Friedl zum 2:2, und dem BVB wollte trotz einer Vielzahl an Möglichkeiten ein dritter Treffer nicht gelingen.

Ausgangslage: Dritter gegen Zehnter. Der BVB war mit drei Siegen, einem Remis und einer Niederlage in die Liga gestartet und hatte nur eins der vorangegangenen neun Bundesliga-Duelle gegen Bremen verloren. Zuhause stand die Bilanz seit 2007 bei elf Siegen und einer Niederlage. Werders Startbilanz: zwei Siege, drei Niederlagen, sechs Punkte (Vorjahr: elf).

Personalien: Ohne Hummels und weiterhin ohne Schulz, erstmals mit Morey (nach in der Vorbereitung erlittener Schulterverletzung) und auch erstmals in dieser Saison mit Balerdi im Kader ging der BVB die Aufgabe an. Favre nahm gegenüber dem 2:2 in Frankfurt vier Wechsel vor: Weigl spielte für Hummels in der Innenverteidigung, Piszczek, Dahoud und Götze ersetzten Guerreiro, Delaney und Alcácer (alle Bank). Bei Bremen liefen zwei Ex-Borussen auf: Sahin und Bittencourt (Toprak fehlte wegen Rückstands im Kader).

Taktik: Bremen staffelte sich in einer 3-4-2-1-Grundordnung mit Klaassen und Eggestein im zentral-defensiven Mittelfeld. Auf den Außen erweiterten Friedl (links) und Lang (rechts) die Abwehr situativ zu einer Vierer- oder gar Fünferkette. Sargant war einzige Spitze, denn Rashica agierte überwiegend hinter ihm, auf halblinker Position neben Bittencourt. Der BVB versuchte im bekannten 4-2-3-1-System das Spiel in die Breite zu ziehen, Ball und Gegner laufen zu lassen und daraus resultierende Lücken zu nutzen, die Bremen jedoch kaum anbot, da die Mannschaft gut und geschlossen den Defensivaufgaben nachging.

Spielverlauf & Analyse: Die Partie begann mit einer kalten Dusche: Klaassen eroberte nach einem Einwurf den Ball, Hakimi stoppte zwar den Bremer Angriff, doch im Mittelfeld verlor Witsel den Zweikampf gegen den energischen Klaassen, der sofort weiterleitete auf Rashica: Gute Ballannahme, starker Schuss aus halbrechter Position, keine Abwehrchance für Bürki – 0:1 (7.).

Doch nur 79 Sekunden später jubelte Schwarzgelb: Von Hakimi kam das Leder zu Piszczek. Bei dessen Flanke verschätzte sich Lang am langen Fünfmetereck, und Götze gelang per Flugkopfball das 1:1 (9.). Der BVB versuchte, Druck aufzubauen, kam aber selten in torgefährliche Räume. Sanchos Schuss aus 22 Metern bildete die sehenswerte Ausnahme, doch Pavlenka wehrte ab zur Ecke (18.). Zehn Minuten später klärte Gebre Selassie vor dem einschussbereiten Hazard. Das Kombinationsspiel der Borussen war nicht schlecht, aber es hätte optimal sein müssen gegen die gut und dicht gestaffelten Bremer. Beispielhaft eine Szene aus der 36. Minute: Götze auf Reus, der von links in den Strafraum eindrang, doch das Zuspiel auf den mitlaufenden Sancho geriet einen Tick zu weit. Zur Verdeutlichung: Die Passquote war dennoch überragend mit 95% zu diesem Zeitpunkt der Partie. Ebenso verdient war am Ende auch die Halbzeitführung: Witsel leitete den Ball in den rechten Halbraum, wo Hazard eine exakte Flanke ansetzte, und im Zentrum entwischte Reus seinem Bewacher, und wieder war es ein Kopfballtor – 2:1 in der 41. Minute. Kurz darauf hatte Dahoud nach Götzes Zuspiel nur noch Pavlenka vor sich, doch Bremens Torwart klärte überragend mit dem Fuß und verhinderte ein fast sicheres Gegentor (45.). Durchgang zwei begann mit abgeblockten Schüssen auf beiden Seiten: Piszczek (49.) und Rashica (50.). Bremen trat nun deutlich offensiver auf, hatte umgestellt auf Viererkette, Sahin vorgezogen ins Mittelfeld und kam zur nächsten Gelegenheit: Piszczek klärte mit letztem Einsatz gegen Sergant zur Ecke. Doch die brachte den Gästen den Ausgleich. Sergant verlängerte die Hereingabe mit dem Kopf, und Friedl nickte zum 2:2 ein (55.). In der 67. Minute kam Brandt für Dahoud ins Spiel. Wie schon beim 3:1-Sieg in Köln hatte der Neuzugang seine Startrampe auf der Doppelsechs neben Witsel. Borussia drückte aufs Gaspedal und feuerte aus allen Lagen: Hakimi zwang Pavlenka zu einer Parade, Hazards Nachschuss wurde von einem Bremer zur Ecke abgelenkt, ansonsten wäre er im Tor gelandet (70.). Kurz darauf verpasste der wenige Sekunden zuvor für Götze eingewechselte Alcácer Sanchos Hereingabe um Zentimeter (73.).

Aber auch Bürki war gefordert: In Minute 77 musste er nach Sargents Schuss zupacken. Im Gegenzug parierte sein Gegenüber Pavlenka Hazards von Klaassen abgefälschten Kracher. Borussia rannte weiter an, rannte sich dann aber mehr und mehr fest und musste sich am Ende mit einem Punkt zufriedengeben. Die letzte Chance verpasste Alcácer in der Nachspielzeit, als er Brandts Hereingabe übers Tor schoss.

Ausblick: In der kommenden Woche muss der BVB zweimal reisen: Zunächst geht es nach Prag, wo am Mittwoch um 21 Uhr das zweite Gruppenspiel gegen Slavia angepfiffen wird. Am Samstag (Anstoß 15.30 Uhr) heißt der Gegner Sportclub Freiburg.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel (78. Weig), Delaney – Sancho, Reus, Brandt (61. Hazard) – Alcácer (79. Bruun Larsen)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Weigl, Akanji, Hakimi – Witsel, Dahoud (67. Brandt) – Sancho (80. Guerreiro), Reus, Hazard – Götze (72. Alcácer)

Werder Bremen: Pavlenka – Gebre Selassie, Sahin, Groß – Lang, M. Eggestein, Klaassen, Friedl – Bittencourt (82. J. Eggestein), Rashica (73. Goller) – Sargent (87. Pizarro) Bank: Hitz, Zagadou, Delaney, Balerdi, Morey, Bruun Larsen – Kapino, Veljkovic, Straudl, Bargfrede

Tore: 0:1 Rashica (7., Klaassen), 1:1 Götze (9., Piszczek), 2:1 Reus (41., Hazard), 2:2 Friedl (55., Sargent) Chancen: 9:5 (Halbzeit 4:1), Ecken: 10:2 (4:0) Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach), Gelbe Karte: Weigl Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: regnerisch, 15 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

5.Spieltag - Frankfurt - BVB 2:2

 


5. Spieltag

BVB feiert wichtigen 4:0-Sieg gegen Leverkusen.

Borussia Dortmund ist zurück in der Spur! Am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga setzte sich der Vizemeister im Duell zweier Champions-League-Teilnehmer durch Tore von Alcácer, Reus (2) und Guerreiro gegen den Vorjahresvierten Bayer Leverkusen mit 4:0 (1:0) durch.

81.365 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park sahen eine hochklassige Auseinandersetzung, die zunächst vom Gast diktiert wurde. Doch das erste Tor erzielte der BVB in Person von Alcácer in der 28. Minute. Kurz zuvor hatte Torwart Hradecky zunächst gegen Reus, dann gegen Brandt mit sensationellen Paraden das 1:0 verhindert. Mit 65% Ballbesitz Leverkusen, aber 3:0 Torchancen Dortmund ging es in die Pause. Fünf Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Reus auf 2:0. Guerreiro in der 83. und erneut Reus in der 90. Minute machten den am Ende deutlichen Sieg perfekt.

Ausgangslage: Aus den vorangegangenen fünf Vergleichen hatte der BVB 13 von 15 möglichen Punkten geholt. Im eigenen Stadion waren es sogar vier Siege in Serie mit mindestens jeweils drei erzielten Toren. Während die Schwarzgelben am 3. Spieltag bei Union Berlin (1:3) die erste Niederlage hinnehmen mussten, war die Werkself noch ungeschlagen (zwei Siege, ein Remis).

Personalien: Im Vergleich zum Spiel vor der Länderspielpause in Berlin gab es zwei Änderungen in der Startelf: Guerreiro und Witsel, der ebenso wie Hazard (Bank) wieder zur Verfügung stand, ersetzten Weigl (Bank) und Piszczek, der wegen muskulärer Probleme kurzfristig passen musste. Nicht einsatzfähig waren zudem Schulz (Fuß) und Morey (Schulter). Akanji, der bei der Nationalmannschaft eine Sprunggelenkblessur erlitten hatte, konnte mitwirken.

Taktik: Erst als Hakimi bei Ballbesitz deutlich aufrückte ins Mittelfeld, fand der BVB Zugriff auf die Partie, die in den ersten 20 Minuten vom Gast bestimmt wurde. Bei gegnerischen Ecken postierte Bayer drei Angreifer an der Mittellinie. In einer sehr flexiblen 4-3-3-Grundordnug ließ Leverkusen Ball und Gegner laufen. Havertz rückte vom rechten Flügel immer wieder auf eine halbrechte Position und war kaum zu fassen; seine Seite überließ er dem sehr offensiven rechten Verteidiger Lars Bender. In der Zentrale tauschten Baumgartlinger (meist auf der Sechs) und Aranguiz die Positionen. Defensiv staffelte sich der BVB in einem 4-4-2. Die Bemühungen, schnelle Umschaltaktionen zu kreieren, litten anfangs an einer hohen Fehlpassquote.

Spielverlauf & Analyse: Mit hohem Pressing, teilweise vier Spielern am gegnerischen Strafraum, stresste der Gegner die Schwarzgelben, die sich zu langen Bällen hinreißen ließen, die gewohnte Sicherheit zunächst vermissen ließen, während Leverkusen mit langen Stafetten das Spiel diktierte, ohne aber in torgefährliche Räume zu kommen. Hummels und Akanji agierten im Abwehrzentrum sehr aufmerksam.

Dortmund brauchte rund 20 Minuten Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden – und kam dann mit Wucht. In der 24. Minute legte Alcácer im Strafraum quer auf Reus, der sofort abzog, aber am glänzend reagierenden Hradecky scheiterte, und auch den Nachschuss von Brandt klärte Leverkusens Schlussmann mit einer überragenden Tat. Der BVB setzte nach. Vier Minuten später eroberte Hakimi auf der rechten Seite den Ball, flankte gegen aufgerückte Leverkusener punktgenau in die Mitte auf den einlaufenden Alcácer, der volley mit dem linken Fuß zum 1:0 vollstreckte (28.). Der Spanier war damit in jedem seiner acht Pflichtspiele in dieser Saison (Verein/Nationalelf) erfolgreich. Nach gut einer halben Stunde hätte Borussia nachlegen können. Nach Witsels Zuspiel stoppte Tah den Ball im Fünfmeterraum (mit der Hand?), Hakimis Nachschuss lenkte Hradecky an die Latte und verhinderte damit das 0:2 (32.).

Leverkusen kam mit Bailey für Amiri und damit einem klaren 4-3-3 (Havertz nun auf der Acht) aus der Kabine, versuchte Druck auszuüben – und wurde ausgekontert: Wenn Akanjis Schlag so gedacht war, war er Weltklasse: Sancho hatte auf dem rechten Flügel freie Bahn, behielt den Kopf oben, passte in den Rückraum. Alcácer spürte Reus in seinem Rücken, ließ den Ball überraschend für Leverkusens Abwehr durch, und der Kapitän schob die Kugel sicher zum 2:0 ins lange Eck (50.). Bürki war in der 63. Minute erstmals ernsthaft gefordert, als er per Fußabwehr gegen Havertz klärte. Vorausgegangen war ein Fehlpass im Aufbau. Der BVB ließ dem Gegner zwar meist den Ball, aber keine weiteren zwingenden Aktionen zu und machte sieben Minuten vor dem Ende den Sack zu: Nach einer Kombination zwischen Hazard und Guerreiro verlagerte Delaney das Spiel mit einem klugen Ball auf die rechte Seite. Sancho flankte nach innen, Hradecky wehrte nach vorn ab, genau vor die Füße von Guerreiro, der zum 3:0 einschoss (83.). In der Schlussminute führte ein Konter über Hazard, Bruun Larsen und Reus, der links am Fünfmetereck vollstreckte, zum 4:0.

Ausblick: Am Dienstag startet die UEFA Champions League: Borussia Dortmund hat den FC Barcelona zu Gast. Anstoß ist um 21 Uhr. In der Liga geht es kommende Woche Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt weiter.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel (78. Weig), Delaney – Sancho, Reus, Brandt (61. Hazard) – Alcácer (79. Bruun Larsen)

Bayer Leverkusen: Hradecky – L. Bender, Tah, S. Bender, Wendell – Baumgartlinger – Aranguiz (78. Alario), Amiri (46. Bailey) – Havertz, Volland, Bellarabi (73. Diaby) Bank: Hitz, Zagadou, Dahoud, Götze, Schmelzer – Özcan, Retsos, Dragovic, Paulinho, Sinkgraven, Weiser

Tore: 1:0 Alcácer (28., Hakimi), 2:0 Reus (50., Sancho), 3:0 Guerreiro (83., Sancho), 4:0 Reus (90., Bruun Larsen) Chancen: 6:2 (Halbzeit 3:0), Ecken: 3:3 (1:3) Schiedsrichter: Siebert (Berlin), Gelbe Karten: – Amiri, Wendell, Havertz Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: sonnig, 21 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

4.Spieltag - BVB - Leverkusen 4:0

 


4. Spieltag

BVB feiert wichtigen 4:0-Sieg gegen Leverkusen.

Borussia Dortmund ist zurück in der Spur! Am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga setzte sich der Vizemeister im Duell zweier Champions-League-Teilnehmer durch Tore von Alcácer, Reus (2) und Guerreiro gegen den Vorjahresvierten Bayer Leverkusen mit 4:0 (1:0) durch.

81.365 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park sahen eine hochklassige Auseinandersetzung, die zunächst vom Gast diktiert wurde. Doch das erste Tor erzielte der BVB in Person von Alcácer in der 28. Minute. Kurz zuvor hatte Torwart Hradecky zunächst gegen Reus, dann gegen Brandt mit sensationellen Paraden das 1:0 verhindert. Mit 65% Ballbesitz Leverkusen, aber 3:0 Torchancen Dortmund ging es in die Pause. Fünf Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Reus auf 2:0. Guerreiro in der 83. und erneut Reus in der 90. Minute machten den am Ende deutlichen Sieg perfekt.

Ausgangslage: Aus den vorangegangenen fünf Vergleichen hatte der BVB 13 von 15 möglichen Punkten geholt. Im eigenen Stadion waren es sogar vier Siege in Serie mit mindestens jeweils drei erzielten Toren. Während die Schwarzgelben am 3. Spieltag bei Union Berlin (1:3) die erste Niederlage hinnehmen mussten, war die Werkself noch ungeschlagen (zwei Siege, ein Remis).

Personalien: Im Vergleich zum Spiel vor der Länderspielpause in Berlin gab es zwei Änderungen in der Startelf: Guerreiro und Witsel, der ebenso wie Hazard (Bank) wieder zur Verfügung stand, ersetzten Weigl (Bank) und Piszczek, der wegen muskulärer Probleme kurzfristig passen musste. Nicht einsatzfähig waren zudem Schulz (Fuß) und Morey (Schulter). Akanji, der bei der Nationalmannschaft eine Sprunggelenkblessur erlitten hatte, konnte mitwirken.

Taktik: Erst als Hakimi bei Ballbesitz deutlich aufrückte ins Mittelfeld, fand der BVB Zugriff auf die Partie, die in den ersten 20 Minuten vom Gast bestimmt wurde. Bei gegnerischen Ecken postierte Bayer drei Angreifer an der Mittellinie. In einer sehr flexiblen 4-3-3-Grundordnug ließ Leverkusen Ball und Gegner laufen. Havertz rückte vom rechten Flügel immer wieder auf eine halbrechte Position und war kaum zu fassen; seine Seite überließ er dem sehr offensiven rechten Verteidiger Lars Bender. In der Zentrale tauschten Baumgartlinger (meist auf der Sechs) und Aranguiz die Positionen. Defensiv staffelte sich der BVB in einem 4-4-2. Die Bemühungen, schnelle Umschaltaktionen zu kreieren, litten anfangs an einer hohen Fehlpassquote.

Spielverlauf & Analyse: Mit hohem Pressing, teilweise vier Spielern am gegnerischen Strafraum, stresste der Gegner die Schwarzgelben, die sich zu langen Bällen hinreißen ließen, die gewohnte Sicherheit zunächst vermissen ließen, während Leverkusen mit langen Stafetten das Spiel diktierte, ohne aber in torgefährliche Räume zu kommen. Hummels und Akanji agierten im Abwehrzentrum sehr aufmerksam.

Dortmund brauchte rund 20 Minuten Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden – und kam dann mit Wucht. In der 24. Minute legte Alcácer im Strafraum quer auf Reus, der sofort abzog, aber am glänzend reagierenden Hradecky scheiterte, und auch den Nachschuss von Brandt klärte Leverkusens Schlussmann mit einer überragenden Tat. Der BVB setzte nach. Vier Minuten später eroberte Hakimi auf der rechten Seite den Ball, flankte gegen aufgerückte Leverkusener punktgenau in die Mitte auf den einlaufenden Alcácer, der volley mit dem linken Fuß zum 1:0 vollstreckte (28.). Der Spanier war damit in jedem seiner acht Pflichtspiele in dieser Saison (Verein/Nationalelf) erfolgreich. Nach gut einer halben Stunde hätte Borussia nachlegen können. Nach Witsels Zuspiel stoppte Tah den Ball im Fünfmeterraum (mit der Hand?), Hakimis Nachschuss lenkte Hradecky an die Latte und verhinderte damit das 0:2 (32.).

Leverkusen kam mit Bailey für Amiri und damit einem klaren 4-3-3 (Havertz nun auf der Acht) aus der Kabine, versuchte Druck auszuüben – und wurde ausgekontert: Wenn Akanjis Schlag so gedacht war, war er Weltklasse: Sancho hatte auf dem rechten Flügel freie Bahn, behielt den Kopf oben, passte in den Rückraum. Alcácer spürte Reus in seinem Rücken, ließ den Ball überraschend für Leverkusens Abwehr durch, und der Kapitän schob die Kugel sicher zum 2:0 ins lange Eck (50.). Bürki war in der 63. Minute erstmals ernsthaft gefordert, als er per Fußabwehr gegen Havertz klärte. Vorausgegangen war ein Fehlpass im Aufbau. Der BVB ließ dem Gegner zwar meist den Ball, aber keine weiteren zwingenden Aktionen zu und machte sieben Minuten vor dem Ende den Sack zu: Nach einer Kombination zwischen Hazard und Guerreiro verlagerte Delaney das Spiel mit einem klugen Ball auf die rechte Seite. Sancho flankte nach innen, Hradecky wehrte nach vorn ab, genau vor die Füße von Guerreiro, der zum 3:0 einschoss (83.). In der Schlussminute führte ein Konter über Hazard, Bruun Larsen und Reus, der links am Fünfmetereck vollstreckte, zum 4:0.

Ausblick: Am Dienstag startet die UEFA Champions League: Borussia Dortmund hat den FC Barcelona zu Gast. Anstoß ist um 21 Uhr. In der Liga geht es kommende Woche Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt weiter.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Bürki – Hakimi, Akanji, Hummels, Guerreiro – Witsel (78. Weig), Delaney – Sancho, Reus, Brandt (61. Hazard) – Alcácer (79. Bruun Larsen)

Bayer Leverkusen: Hradecky – L. Bender, Tah, S. Bender, Wendell – Baumgartlinger – Aranguiz (78. Alario), Amiri (46. Bailey) – Havertz, Volland, Bellarabi (73. Diaby) Bank: Hitz, Zagadou, Dahoud, Götze, Schmelzer – Özcan, Retsos, Dragovic, Paulinho, Sinkgraven, Weiser

Tore: 1:0 Alcácer (28., Hakimi), 2:0 Reus (50., Sancho), 3:0 Guerreiro (83., Sancho), 4:0 Reus (90., Bruun Larsen) Chancen: 6:2 (Halbzeit 3:0), Ecken: 3:3 (1:3) Schiedsrichter: Siebert (Berlin), Gelbe Karten: – Amiri, Wendell, Havertz Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: sonnig, 21 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert

3.Spieltag - Union Berlin - BVB 3:1

 


3. Spieltag

BVB bei 33 Grad eiskalt erwischt.

Borussia Dortmund hat am 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga die erste Saison-Niederlage hinnehmen müssen. Der BVB unterlag beim 1. FC Union Berlin mit 1:3 (1:1). Nur Paco Alcácer traf ins gegnerische Tor.

33 Grad Celsius beim Anpfiff, heiße Atmosphäre auf den Rängen: 22.012 Besucher in der ausverkauften „Alten Försterei“ sorgten für eine großartige Stimmung. Fußball pur in Köpenick, und ein überraschender, aber bestimmt nicht unverdienter Sieg des Außenseiters. Konnten die Borussen Marius Bülters 1:0 aus der 22. Minute noch quasi postwendend durch Paco Alcácers Ausgleichstreffer kontern (25.), fanden sie auf die weiteren Tore von Bülter (50.) und Sebastian Andersson (75.) keine Antwort mehr.

Ausgangslage: Aufsteiger gegen Vizemeister. Nach zuvor zwei Pokal-Duellen in Dortmund, in denen der BVB Verlängerung (2017) und Elfmeterschießen (2015) zum Weiterkommen benötigte, standen sich beide Klubs erstmals in der Bundesliga gegenüber.

Personalien: Es mussten die verletzten Thorgan Hazard (Rippenblessur) und Axel Witsel (Faserriss) ersetzt werden. Julian Brandt und Thomas Delaney kamen dafür neu ins Team, außerdem löste Achraf Hakimi auf der linken Abwehrseite Nico Schulz ab.

Taktik: Union staffelte sich in einer 4-4-2-Grundordnung und setzte auf schnelles Umschalten. Die Berliner agierten dabei sehr diszipliniert, ließen die Abständen zu den Ketten ebenso gering wie zu den Dortmunder Offensivspielern. Wenn sie die Kugel erobert hatten, ging es blitzschnell nach vorne. Risiko war dabei Teil des Plans, eine Passquote von nur 64% in Halbzeit eins (BVB 88%) wurde offenbar in Kauf genommen. Ujah (gegen Akanji) und Andersson (gegen Hummels) versuchten, keinen Aufbau über die Innenverteidiger zuzulassen, so dass einer der beiden Sechser (meist Weigl) ins Zentrum rücken musste. Borussia war bemüht, das Spiel in die Breite zu ziehen, kam aber nur dann gefährlich über die Außen nach vorne, wenn schnell und präzise gespielt wurde. Sancho und Brandt tauschten häufig die Seiten.

Spielverlauf & Analyse: Von Beginn an versuchte Union Berlin, den BVB weit weg vom eigenen Tor zu halten. Gefährlich wurde es daher nur selten wie in der fünften Minute, als Paco Alcacer und Jadon Sancho eine scharfe Hereingabe von Julian Brandt knapp verpassten. In der zehnten Minute hatten dann auch die Gastgeber die erste gute Torchance. Nach einer Flanke von Lenz köpfte Neven Subotic aus rund fünf Metern knapp am rechten Pfosten vorbei. Die Schwarzgelben hatten in dieser frühen Phase des Spiels bereits viel mehr Ballbesitz und nach einer guten Viertelstunde die nächste Möglichkeit: Ein direkter Freistoß von Marco Reus landete allerdings am Außennetz. Mit dem Selbstvertrauen aus zwei Siegen in den ersten zwei Spielen war das Team von Trainer Lucien Favre mutig in der Offensive und konzentriert in der Defensive. Julian Weigl schob sich im Spielaufbau immer wieder zwischen die beiden Innenverteidiger und dirigierte das Dortmunder Angriffsspiel aus zentraler Rolle.

Union konzentrierte sich auf Konter und gefährliche Standardsituationen. Nach einer flachen Ecke von Christopher Trimmel in der 22. Spielminute kam Marius Bülter aus zentraler Position im Rückraum zum Abschluss und erzielte per Direktabnahme das überraschende 1:0 für die Hausherren. Für den BVB war das der dritte 0:1-Rückstand im dritten Ligaspiel. Lange hielt die Berliner Führung allerdings nicht. Marco Reus spielte auf der rechten Seite Jadon Sancho frei, der den Ball direkt in den Strafraum brachte, wo Paco Alcacer bereitstand und nur noch einschieben musste. So war nach nicht einmal drei Minuten der Rückstand wieder ausgeglichen. Nach dem 1:1 verflachte das Spiel etwas. Beide Mannschaften mit mehr Fehlpässen und Ungenauigkeiten im eigenen Ballbesitz. Erst mit einem Distanzschuss von Julian Weigl aus zentraler Position auf das Berliner Tor wurde es in der ersten Hälfe nochmal aufregend (44.).

Der BVB schnupperte am Führungstreffer, auch weil sich Paco Alcacer innerhalb weniger Minuten zweimal in aussichtsreicher Abschlussposition befand. Marco Reus verpasste kurz vor dem Ende der ersten Hälfte die Führung um Zentimeter.

Mit dem Beginn der zweiten Hälfte musste der BVB auswechseln: Für den angeschlagenen Thomas Delaney (Platzwunde an der Stirn) war nun Mahmoud Dahoud dabei. Den besseren Start erwischte Union Berlin: In der 50. Spielminute klärte Akanji zunächst in den Fuß eines Gegenspielers und wurde dann von Andersson überlaufen. Dieser scheiterte zunächst am stark reagierenden Roman Bürki. Den Nachschuss konnte dann aber Bülter zum 2:1 verwerten. Der BVB war nach der Pause nicht richtig drin in der Partie, und Union spielte beflügelt vom Führungstreffer frech nach vorn. Es dauerte bis zur 64. Minute, ehe die Schwarzgelben die nächste konstruktive Chance herausspielten. Nach einer Flanke aus dem Halbfeld von Jadon Sancho verpasste erst Marco Reus und dann Paco Alcacer den Ball. Doch in der Summe waren die Angriffsbemühungen zu harmlos und die entscheidenden Bälle zu ungenau.

Kaum gefährliche Abschlussaktionen Der Borussia lief die Zeit davon, denn Union Berlin setzte weiter Nadelstiche und wurde in der 75. Spielminute für den Mut belohnt. Nach Vorlage von Sheraldo Becker nach zu kurz abgewehrter Ecke stand Sebastian Andersson im Fünfmeterraum frei und konnte Roman Bürki bezwingen. Lucien Favre reagierte und brachte für Julian Weigl den offensiveren Raphael Guerreiro. Der BVB erhöhte nunmehr das Risiko, drängte Union tief in die eigene Hälfte. Die Hauptstädter schafften es allerdings immer wieder, sich zu befreien. Ein Schuss von Sancho in der 85. Spielminute streifte zwar den Pfosten, allerdings waren die Offensivbemühungen im zweiten Durchgang insgesamt sehr dürftig. Sieben Minuten Nachspielzeit gab es von Schiedsrichter Felix Brych, der das Spiel mehrmals auf Grund von Verletzungs- und Trinkpausen unterbrechen musste. Doch auch diese Zugabe sollte den gewünschten Erfolg nicht bringen. Union stand gut, der BVB kam nur nach Distanzschüssen zum Abschluss.

Ausblick: Die Liga unterbricht den Spielbetrieb für die erste von vier „Länderspielpausen“ in dieser Saison. Mitte September geht es dann Schlag auf Schlag weiter: Dem Heimspiel-Doppelpack gegen Bayer Leverkusen (14.9.) und FC Barcelona (17.9.) folgt das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (22.9.).

Teams & Tore
1. FC Union Berlin: Gikiewicz – Trimmel, Friedrich, Subotic, Lenz – Becker, Schmiedebach (63. Gentner), Andrich, Bülter (76. Mees) – Andersson, Ujah (80. Kroos)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Hummels, Hakimi – Weigl (76. Guerreiro), Delaney (46. Dahoud) – Brandt (86. Bruun Larsen), Reus, Sancho – Alcácer Bank: Nicolas, Ryerson, Gogia, Polter, Abdullahi, Parensen – Hitz, Zagadou, Götze, Schulz, Wolf, Schmelzer

Tore: 1:0 Bülter (22., Ecke Trimmel), 1:1 Alcácer (25., Sancho), 2:1 Bülter (50.), 3:1 Andersson (75., Becker) Chancen: 5:6 (Halbzeit 3:4), Ecken: 7:4 (3:1) Schiedsrichter: Brych (München), Gelbe Karten: keine Zuschauer: 22.012 (ausverkauft), Wetter: sonnig, 33 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert und Timo Lammert

2.Spieltag - Köln - BVB 1:3

 


2. Spieltag

Über Umwege und mit Geniestreichen zum 3:1-Sieg in Köln.

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Borussia Dortmund ließ dem 5:1-Sieg vor einer Woche gegen den FC Augsburg zum Auftakt des 2. Spieltags der Fußball-Bundesliga am Freitagabend einen 3:1 (0:1)-Erfolg folgen und verbucht damit einen perfekten Start in die Saison.

50.000 Besucher im ausverkauften, stimmungsvollen Rhein-Energie-Stadion in Köln-Müngersdorf sahen einen zunächst leicht überlegenen FC, der durch Drexlers Treffer aus der 29. Minute nicht unverdient mit einem 1:0 in die Halbzeit ging. Über Umwege und mit Geniestreichen kam der BVB doch noch zum Sieg. Die späten Tore von Jadon Sancho (70.), Achraf Hakimi (86.) und Paco Alcácer in der Nachspielzeit bescherten drei wertvolle Punkte.

Ausgangslage: In den vergangenen 20 Gastspielen in Müngersdorf hatte Borussia doppelt so viele Siege (elf) wie Niederlagen (fünf) verbucht. Während der BVB nur eins der vergangenen fünf Bundesligaspiele in fremden Stadien verloren hatte, war dem FC in seinen drei abschließenden Zweitliga-Heimspielen kein Sieg vor eigenem Publikum geglückt.

Personalien: Bis auf den an der Schulter verletzten Morey waren alle Mann an Bord. Bürki feierte sein Saisondebüt und löste Hitz zwischen den Pfosten ab. Das war der einzige Wechsel gegenüber Ligastart und Pokalauftakt.

Taktik: Der FC spielte hohes Pressing, stellte den Borussen ein 4-1-2-3 entgegen, in dem fünf (!) Spieler in der gegnerischen Hälfte auf Balljagd gingen. Dortmund fand auch nach einer Umstellung auf ein 3-3-4 im Aufbau, dann mit Witsel zwischen den Innenverteidigern, kein Mittel, um in torgefährliche Räume zu kommen, die von den Kölner geschickt zugestellt wurden. Das Spiel des FC war geradlinig in die Spitze gestaltet. Diese Wege fand der BVB in der ersten Hälfte nicht.

Spielverlauf & Analyse: In den ersten Minuten entwickelte sich zunächst ein offenes Bundesligaspiel. Der BVB mit mehr Ballbesitz, aber der FC versteckte sich nicht in der eigenen Hälfte. Das Team von Trainer Achim Beierlorzer agierte körperlich präsent in den Zweikämpfen und ließ dem BVB nur wenig Raum für das eigene Aufbauspiel. Nach einer knappen Viertelstunde hatten die Borussen die erste halbe Tormöglichkeit. Die Ecke von Jadon Sancho fand die Schulter von Mats Hummels. Jedoch landete sein Versuch in der 14. Spielminute über dem Kölner Tor. Auf der anderen Seite verpasste Jhon Cordoba eine Flanke von Modeste knapp (17.). In der 21. Spielminute zog Thorgan Hazard über den linken Flügel in das Zentrum und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Der anschließende Freistoß von Marco Reus zwang Timo Horn im Kölner Tor zu seiner ersten Parade. Mitte der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber ihre beste Phase. Nach einer Dreifachchance von Jhon Cordoba und Anthony Modeste und einer Ecke in der 30. Spielminute musste Roman Bürki das erste Mal hinter sich greifen. Am zweiten Pfosten stand Dominick Drexler völlig frei und konnte aus kurzer Distanz zum 1:0 aus Kölner Sicht einköpfen. Für den 29-jährigen Mittelfeldspieler war es das erste Bundesligator. Die Führung ging zu diesem Zeitpunkt durchaus in Ordnung, da der FC frech und mit viel Engagement spielte. Den Borussen fehlte in dieser Phase die Genauigkeit im Offensivspiel, der letzte Torabschluss war schon einige Minuten her.

Schwarzgelb hatte nach dem Gegentreffer weiterhin mehr Ballbesitz, allerdings in Zonen, die ungefährlich für das Kölner Tor waren. Die Rheinländer standen defensiv kompakt und ließen nur wenig zu. Erst in der 42. Spielminute fand Lukasz Piszczek eine Lücke in der Kölner Hintermannschaft und konnte bis zur Grundlinie durchbrechen. Seine scharfe Flanke fand im Strafraum allerdings keinen Abnehmer. Trotz besserer Ballbesitz-, Pass- und Zweikampfwerten ging der BVB mit einem Rückstand in die zweiten 45 Minuten. Doch auch nach dem Seitenwechsel sahen die 50.000 Zuschauer im Stadion zunächst dasselbe Bild. Dem BVB gelang offensiv wenig, der FC setzte aus einer guten Defensive immer mal wieder Nadelstiche nach vorne. Es dauerte bis zur 55. Spielminute, bis der nächste Torabschluss nach dem Reus-Freistoß aus der ersten Hälfte verzeichnet werden konnte. Nach Vorarbeit von Jadon Sancho scheiterte Paco Alcacer aus kurzer Distanz an Timo Horn.

Nach einer knappen Stunde wechselte BVB-Trainer Lucien Favre doppelt aus. Achraf Hakimi und Julian Brandt ersetzten Nico Schulz und Julian Weigl. Vor allem der deutsche Nationalspieler fügte sich prächtig in die Mannschaft ein. Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung schickte er Marco Reus auf die Reise. Doch der Kapitän scheiterte auch am Kölner Schlussmann Timo Horn, der Ball blieb dennoch heiß, erst Rafael Czichos verhinderte mit seiner Aktion vor dem leeren Tor das 1:1. Jadon Sancho wurde nun immer stärker. Zunächst wurde dessen Schuss abgefälscht zur Ecke, die Thorgan Hazard kurz ausführte auf den Engländer. Völlig frei halbrechts im Kölner Strafraum setzte er den Ball mit dem linken Fuß unhaltbar für Horn in das linke untere Eck. Der FC wirkte zunehmend erschöpft und kam nur noch selten aus der eigenen Hälfte heraus. Der BVB beschäftigte die Kölner Hintermannschaft mit vielen Positions- und Richtungswechseln, jedoch fehlten nach dem Ausgleich zunächst klare Torchancen. Sieben Minuten vor dem Ende wechselte der BVB das dritte Mal aus. Jacob Bruun Larsen ersetzte Thorgan Hazard auf dem linken Flügel. Als wenn dieser Wechsel eine Initialzündung für die Schlussoffensive gewesen wäre, zeigte der BVB in der 86. Spielminute den besten Angriff des Spiels. Über die rechte Seite wurde Lukasz Piszczek freigespielt, der mit einer butterweichen Flanke Achraf Hakimi am zweiten Pfosten bediente. Der marokkanische Nationalspieler setzte sich im Kopfballduell entscheidend durch und wuchtete den Ball zum verdienten 2:1 über die Linie.

Der BVB belohnt sich für eine bessere zweite Halbzeit mit viel Laufbereitschaft und gutem, wechselnden Positionsspiel. Die Kölner waren stehend k.o. und setzten dem BVB in den Schlussminuten nicht mehr viel entgegen. Und so konnte Paco Alcácer nach einem Konter über Jadon Sancho den Schlusspunkt mit dem dritten BVB-Treffer des Tages setzen. Der Spanier musste aus sieben Metern nur noch den Fuß hinhalten und sorgte so für den zweiten Saisonsieg im zweiten Ligaspiel.

Ausblick: Auch am 3. Spieltag hat der BVB ein Auswärtsspiel, ebenfalls bei einem Aufsteiger: Kommende Woche Samstag (18.30 Uhr) geht es in der „Alten Försterei“ gegen Union Berlin.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Hitz – Piszczek (68. Hakimi), Akanji, Hummels, Schulz – Witsel, Weigl – Sancho, Reus (78. Götze), Hazard (68. Brandt) – Alcácer

1. FC Köln: Horn – Ehizibue, Bornauw, Czichos, Hector – Verstraete – Schindler (74. Kainz), Skhiri, Drexler – Cordoba (55. Terodde), Modeste (81. Höger) Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Hummels, Schulz (62. Hakimi) – Witsel, Weigl (62. Brandt) – Sancho, Reus, Hazard (85. Bruun Larsen) – Alcácer Bank: Kessler, Sobiech, Schaub, Koziello, Meré, Bader – Hitz, Zagadou, Delaney, Dahoud, Götze, Schmelzer,

Tore: 1:0 Drexler (29., Skhiri), 1:1 Sancho (70., Hazard), 1:2 Hakimi (86., Piszczek), 1:3 Alcácer (90.+4, Sancho) Chancen: 2:8 (Halbzeit 2:1), Ecken: 7:7 (4:4) Schiedsrichter: Dingert (Gries), Gelbe Karten: Verstraete, Ehizibue – Piszczek Zuschauer: 50.000 (ausverkauft), Wetter: sonnig, 25 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert und Timo Lammert

1.Spieltag - BVB - FC Augsburg 5:1

 


1. Spieltag

Gut und geduldig: Borussia siegt 5:1 gegen Augsburg.

Borussia Dortmund ist mit einem deutlichen Sieg in die 57. Spielzeit der Fußball-Bundesliga gestartet. Der Vizemeister gewann das Heimspiel gegen den FC Augsburg nach 0:1-Rückstand mit 5:1 (1:1). Alcácer mit einem „Doppel-Paco“ sowie Sancho, Reus und Brandt waren die Torschützen.

81.365 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park erlebten einen furiosen Auftakt: Nach 31 Sekunden traf Niederlechner zum 0:1, nur 80 Sekunden später glich Alcácer zum 1:1 aus. Der BVB verzeichnete in Durchgang eins 78% Ballbesitz und 12:2 Torschüsse. Doch Koubek im FCA-Tor war mehrfach glänzend zur Stelle. Ein Dreifachschlag zu Beginn der zweiten Hälfte entschied die Partie: Innerhalb von acht Minuten trafen Sancho (51.), Reus (57.) und Alcácer (59.) zum 4:1. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Brandt acht Minuten vor dem Ende einer bemerkenswert fairen Partie.

Ausgangslage: Der Vorjahres-Zweite traf auf den Fünfzehnten. Borussia Dortmund hatte in der Vorbereitung alle neun Test- und Pflichtspiele (Supercup, DFB-Pokal) gewonnen. Beim FC Augsburg folgten vier Siegen (u.a. 4:1 gegen Galatasaray Istanbul) drei Niederlagen; zuletzt das Pokal-Aus beim FC Verl. Mit 44 Punkten war der BVB das heimstärkste Team der Vorsaison. Der FCA wurde in der Auswärtsrangliste auf Rang 14 gelistet.

Personalien: Borussia musste weiterhin auf die verletzten Guerreiro (Muskelfaserriss) sowie Morey (Schulterverletzung) verzichten und lief in der gleichen Formation auf wie in der Vorwoche im DFB-Pokal. Bürki zählte wegen Rückstands noch nicht zum Kader.

Taktik: Augsburg spielte mit, wenn sich die Gelegenheit ergab, und verteidigte geschickt, verschob sich aus einer 4-2-3-1-Grundordnung in ein 4-1-4-1 mit engen Abständen vor dem eigenen Strafraum. Vornehmlich über die linke Seite mit Hazard und dem häufiger hinterlaufenden Schulz versuchte der BVB, Tempo ins Spiel zu bringen, suchte zudem häufig den Abschluss aus der zweiten Reihe.

Spielverlauf & Analyse: Es war der denkbar ungünstigste Start in das erste Bundesligaspiel der neuen Saison. 31 Sekunden waren gespielt, als Torhüter Hitz das erste Mal hinter sich greifen musste. Augsburgs Linksverteidiger Pedersen wurde mit einem Doppelpass freigespielt und schlug einen scharfen Ball in den Dortmunder Strafraum. Niederlechner musste am Fünfmeterraum nur noch den Fuß hinhalten und konnte so das frühe 1:0 aus Gästesicht erzielen.

Trotz Kaltstart ließ sich der BVB von dem schnellen Rückstand nicht beeinflussen und erzielte keine zwei Minuten später bereits den 1:1-Ausgleich. Sancho schickte Kapitän Reus über die rechte Seite an die Grundlinie. Der deutsche Nationalspieler beförderte den Ball ins Zentrum, wo Paco Alcácer aus drei Metern den Ball über die Linie drückte. Für den Stürmer war es das 19. Bundesligator im 27. Spiel – Bundesligabestwert. Die Gäste versteckten sich keinesfalls, spielten mutig mit und störten das BVB-Aufbauspiel früh. Zehn Minuten waren gespielt, als Weigl FCA-Torwart Koubek mit einem Distanzschuss prüfte. Der Neuzugang im Gästetor konnte den Ball über das Tor lenken, die anschließende Ecke und der Kopfball von Mats Hummels waren zwar gefährlich, aber nicht erfolgreich. Die Schwarzgelben mit mehr Ballbesitz und weiteren guten Möglichkeiten in der Offensive. Doch sowohl Alcacer (13.) als auch Reus (19. und 25.) konnten den Ball nicht im Augsburger Tor unterbringen.

Die Borussen erhöhten nach und nach den Druck. Augsburg kam nur noch selten konstruktiv aus der eigenen Hälfte heraus. Der BVB mit weiteren guten Torchancen, doch FCA-Schlussmann Koubek erwischte einen guten Tag. Das Spiel ging eigentlich nur in eine Richtung. Der BVB war in fast allen Belangen überlegen: Über 70 Prozent Ballbesitz, eine Passquote von über 90 Prozent und bereits elf Torschüsse nach 35 Minuten belegten die klare Tendenz der ersten Halbzeit.

Insgesamt fehlte dem BVB aber etwas die Präzision im Augsburger Strafraum. Die Gäste standen kompakt um diesen herum und ließen weiterhin nur Distanzschüsse zu. Einzelaktionen über die Flügel wurden konsequent verteidigt, sodass es nach den ersten 45 Minuten beim 1:1 blieb. Fünf Minuten dauerte es im zweiten Durchgang, bis mit der ersten Chance nach dem Seitenwechsel auch der zweite BVB-Treffer des Tages bejubelt werden durfte. Witsel setzte sich auf der linken Seite gegen zwei Augsburger durch und spielte einen wuchtigen Querpass in den Augsburger Fünfmeterraum. Schlussmann Koubek bekam zwar die Fingerspitzen an die Hereingabe, legte den Ball aber so ideal für Sancho vor, der aus kurzer Distanz via Innenpfosten zum 2:1 einnetzen konnte. Die Dominanz aus den ersten 45 Minuten gepaart mit der Effektivität und der Zielstrebigkeit aus dem zweiten Durchgang waren die Indikatoren für den schnellen Führungsausbau innerhalb weniger Minuten. Zunächst traf Reus in der 57. Spielminute nach Vorarbeit von Sancho und Alcacer zum 3:1. Und nur zwei Minuten später erhöhte der Spanier mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 4:1. Vorangegangen war eine hübsche Einzelleistung von Sancho, der gleich drei Augsburger stehen ließ und dann den Blick für den völlig freistehenden Mittelstürmer hatte. Bei beiden Gegentoren sah Augsburgs Schlussmann Koubek nicht gut aus, den positiven Eindruck aus der ersten Halbzeit konnte der Schlussmann nicht bestätigen. Nach gespielten 67 Minuten feierte BVB-Neuzugang Brandt sein Bundesligadebüt für die Schwarzgelben. Der 23-jährige Nationalspieler ersetzte Hazard. In derselben Spielminute kam auch Hakimi für Piszczek in die Partie.

Das Spiel war Mitte der zweiten Halbzeit entschieden, da auch der FC Augsburg kaum offensive Akzente setzen konnte. Ein Schuss von Richter, der zwei, drei Meter am Tor vorbei ging, war noch die gefährlichste Aktion. Nach 78 Minuten war dann auch Schluss für Reus. Der Torschütze zum 3:1 machte Platz für Götze. Die Schwarzgelben strotzten nur so vor Spielfreude und legten in der 82. Spielminute den fünften Treffer nach. Witsel spielte aus halblinker Position einen seiner gefühlvollen Pässe auf das rechte Fünfereck, wo Brandt einschussbereit stand und per Direktabnahme Koubek keine Abwehrmöglichkeit ließ. In der Folge hatten Götze (84.) und Witsel (89.) die Möglichkeit, das Ergebnis noch höher zu schrauben.

Ausblick: Es folgen zwei Auswärtsspiele gegen die Aufsteiger: kommende Woche Freitag (20.30 Uhr) beim 1. FC Köln, am 31. August beim 1. FC Union Berlin (Samstag, 18.30 Uhr). Das nächste Heimspiel findet erst in vier Wochen statt: Nach der Länderspielpause trifft der BVB am 14. September auf Bayer Leverkusen.

Teams & Tore Borussia Dortmund: Hitz – Piszczek (68. Hakimi), Akanji, Hummels, Schulz – Witsel, Weigl – Sancho, Reus (78. Götze), Hazard (68. Brandt) – Alcácer

FC Augsburg: Koubek – Teigl, Suchy, Khedira, Pedersen – Gruezo, Baier – Hahn (60. Richter), Gregoritsch (77. Oxford), Vargas (83. Jensen) – Niederlechner Bank: Oelschlägel, Zagadou, Delaney, Dahoud, Schmelzer, Bruun Larsen – Luthe, Rieder, Stanic, Russo, Malone

Tore: 0:1 Niederlechner (1., Pedersen), 1:1 Alcácer (3., Reus), 2:1 Sancho (51., Witsel), 3:1 Reus (57., Alcácer), 4:1 Alcácer (59., Sancho), 5:1 Brandt (82., Witsel) Chancen: 12:1 (Halbzeit 6;1), Ecken: 10:0 (7:0) Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück), Gelbe Karten: keine Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Wetter: wolkig, 20 Grad

Quelle: BVB.de / Bericht: Boris Rupert und Timo Lammert

Supercup 2019

 


Supercup1920

BVB - Bayern München 2:0
Borussia Dortmund gewinnt den Supercup 2019

Borussia Dortmund hat ein intensives und über weite Strecken mitreißendes Spiel um den DFL-Supercup 2019 durch Tore von Paco Alcácer und Jadon Sancho mit 2:0 (1:0) gegen den FC Bayern München gewonnen! Damit wandert diese Trophäe zum siebten Mal nach 1989, 1995, 1996, 2008, 2013 und 2014 an die Strobelallee.

Der BVB musste auf Hummels verzichten, der nach dem Vormittagstraining leichte muskuläre Probleme verspürte und sein Comeback um eine Woche verschiebeben musste, zudem auf Bürki (Risswunde am Schienbein) und Morey (Schulter ausgerenkt) sowie auf Brandt und Hazard, die nach Adduktoren- bzw. Sprunggelenkproblemen wieder im leichten Training sind. Somit kam in Linksverteidiger Schulz nur einer der fünf Neuen zum Einsatz.

Mit Gegenangriffen in Hochgeschwindigkeit riss der BVB das Publikum von den Sitzen. Der Supercup 2019 elektrisierte von der ersten Sekunde an. Bayern presste hoch, und Borussia nutzte die Räume, kam in den ersten 20 Minuten zu drei absoluten Topchancen. Bereits nach 50 Sekunden hätte es 1:0 stehen können: Alcácer düpierte Süle, auf links war der Weg frei für Guerreiro, der den Kopf oben behielt und den einlaufenden Reus bediente. Dessen präzisen Schuss wehrte Neuer stark ab. Nach knapp einer Viertelstunde spielte Sancho aus der eigenen Hälfte einen langen, präzisen Ball auf Alcácer, der die Kugel aus gut und gerne 30 Metern linker Position an Neuer, der weit aus seinem Tor heraus war, vorbei schob – aber auch um wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Top-Gelegenheit Nummer drei ergab sich für die im 4-2-3-1 mit Witsel und Weigl auf der Doppelsechs agierenden Borussen nach 20 Minuten, als Guerreiro im Strafraum zum Abschluss kam, Neuer mit dem Fuß parierte.

Es war ein hochklassiges Duell im ersten Durchgang, denn Chancen gab es auch für die Bayern, die selbst zu längeren Passagen kamen und im ersten Durchgang ein Plus bei Ballbesitz (59%) verbuchten. Lewandowskis Schuss wurde zur Ecke geblockt (18.), mit vereinten Kräften verhinderten zunächst Toprak, dann Hitz gegen Coman einen möglichen Gegentreffer (23.). Hatten die Borussen in den ersten 20 Minuten drei Riesenchancen zum 1:0, waren die Bayern danach dominanter.

Durchgang zwei begann wie der erste: mit einer Dortmunder Großchance. Diesmal wurde sie genutzt. Sancho eroberte an der Mittellinie den Ball, trieb ihn nach vorn und passte ihn an der Strafraumlinie quer zu Alcácer, der – durch die Beine von Tolisso – zum 1:0 traf (48.). Auf der anderen Seite wehrte Hitz Müllers Schuss aus 14 Metern prächtig ab (55.), klärte zunächst Hitz gegen Lewandowski und verhinderten dann Akanji und eine Zehntelsekunde später Toprak gegen Coman den möglichen Ausgleich (58.).

Topraks Klärungsaktion im eigenen Strafraum war Ausgangspunkt des zweiten Treffers. In einem blitzschnellen Gegenangriff war es Guerreiro, der mit einem sensationellen Außenrist-Pass die aufgerückte Bayern-Abwehr überwand und Sancho auf dem rechten Flügel bediente, der aus acht Metern halbrechter Position abzog und durch Neuers Beine hindurch zum 2:0 traf (69.). Kimmich hätte kurz darauf für seinen Tritt auf Sanchos Fuß Rot sehen müssen; er kam trotz Anwendung des Videobeweises mit Gelb davon (75.). Nunja. Eine Randnotiz in einem Fußballspiel, das ein Fest war.

BVB: Hitz – Piszczek (80. Wolf), Akanji, Toprak, Schulz – Weigl, Witsel – Sancho (81. Bruun Larsen), Reus, Guerreiro (74. Hakimi) – Alcácer Tore: 1:0 Alcácer (48., Sancho), 2:0 Sancho (69., Guerreiro) Zuschauer: 81.365 (ausverkauft), Schiedsrichter: Siebert (Berlin) Boris Rupert

Quelle: BVB.de
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